Splitterschutz-Luftschutzzellen am Bahnhof Stolberg-Breinig

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Fachsicht(en): Kulturlandschaftspflege, Landeskunde
Gemeinde(n): Stolberg (Rhld.)
Kreis(e): Städteregion Aachen
Bundesland: Nordrhein-Westfalen
Koordinate WGS84 50° 43′ 52,91″ N: 6° 12′ 54,55″ O 50,73137°N: 6,21515°O
Koordinate UTM 32.303.477,55 m: 5.623.651,17 m
Koordinate Gauss/Krüger 2.515.234,37 m: 5.621.784,24 m
  • Blick über die Gleisanlage im Bahnhof Breinig in Stolberg (2014).

    Blick über die Gleisanlage im Bahnhof Breinig in Stolberg (2014).

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  • Splitterschutz-Luftschutzzelle am Bahnhof Stolberg-Breinig (2021)

    Splitterschutz-Luftschutzzelle am Bahnhof Stolberg-Breinig (2021)

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    Manfred Ganser
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  • Splitterschutz-Luftschutzzelle am Bahnhof Stolberg-Breinig (2021)

    Splitterschutz-Luftschutzzelle am Bahnhof Stolberg-Breinig (2021)

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  • Splitterschutz-Luftschutzzelle am Bahnhof Stolberg-Breinig (2021)

    Splitterschutz-Luftschutzzelle am Bahnhof Stolberg-Breinig (2021)

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  • Die Reste einer so genannten Splitterschutz-Luftschutzzelle in der Nähe des Bahnhofs Stolberg-Breinig (2020).

    Die Reste einer so genannten Splitterschutz-Luftschutzzelle in der Nähe des Bahnhofs Stolberg-Breinig (2020).

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Am ehemaligen Bahnhof von Stolberg-Breinig finden sich drei erhaltene Splitterschutzzellen aus der Zeit des Zweiten Weltkriegs. Die 3 Luftschutzzellen stehen zwischen Bahnübergang auf der Heide und Bahnübergang im Steg in Stolberg-Breinig. Sie stehen im gleichmäßigem Abstand zueinander.

Ein Erlass „Richtlinien für den Bau von Splitterschutzzellen und -schränken“ des Reichsministers der Luftfahrt und Oberbefehlshaber der Luftwaffe vom September 1943 legte fest:
„Splitterschutzzellen dienen dem Aufenthalt eines oder mehrerer Beobachtungsposten während eines Luftangriffs. Sie schützen gegen Splitter von Sprengbomben, Volltreffern von Kleinstabwurfmunition und Bautrümmer. Zellen für mehr als 4 Personen sind nicht zugelassen.“

Der Typ der beiden in Breinig erbauten Splitterschutzzellen kommt besonders häufig im Westen und Nordwesten des ehemaligen deutschen Machtbereiches vor. Er kam sowohl an Bahn- und Industrieanlagen als auch im zivilen Wohnbereich zur Aufstellung.
Diese Splitterschutzzelle gibt es in unwesentlich abweichenden Varianten: Es kamen Türen aus Beton oder Stahlblech zum Einbau, wobei die Betontüren mehr oder weniger hoch sind; bei einigen findet sich rund um die halbkugelige Decke eine Kante, bei anderen fehlt diese. Die beiden Breiniger Luftschutzzellen sind sicherlich zum Schutz von Bahnbediensteten hier aufgestellt worden.

Material: Stahlbeton.
Form: Konisch mit rundem Dach.
Maße: Gesamthöhe 2,1 Meter, Außendurchmesser am Boden 1,47 Meter (innen 1,15 Meter), Durchmesser in Höhe der Sehschlitze 1,15 Meter (innen 0,83 Meter), Wandstärke 160 Millimeter, Deckenstärke 200 Millimeter.
Ausstattung: Loch für Transporthaken, zwei Sitzbretter aus Holz, gewölbte Betontür, Notausstiegs-Betontür, vier Sehschlitze mit Stahlblende.

(Thomas Altena, Verein Luftschutzanlagen Rhein Kreis Neuss, 2020 / Freundliche Hinweise von Herrn Manfred Ganser, 2021)

Internet
www.luftschutzanlagen-rhein-kreis-neuss.de: Verein Luftschutzanlagen Rhein Kreis Neuss e.V. (abgerufen 10.12.2020)

Literatur

Foedrowitz, Michael (2007)
Einmannbunker: Splitterschutzbauten und Brandwachenstände. Stuttgart.
Groß, Manfred (2001)
Bunkerstellungen der Luftverteidigungszone West im Rheinland und Hitlers Hauptquartier in Bad Münstereifel-Rodert. Eine Bestandsaufnahme. (Aufsätze zu Geschichte + Technik 6.) Leinburg.
Gross, Manfred (1989)
Der Westwall zwischen Niederrhein und Schnee-Eifel. (Archäologische Funde und Denkmäler des Rheinlandes, 5.) Köln.
Groß, Manfred; Rohe, Horst; Rolf, Rudi; Wegener, Wolfgang (1998)
Der Westwall. Vom Denkmalwert des Unerfreulichen. (Führer zu archäologischen Denkmälern des Rheinlandes, 2.) Köln u. Bonn (2. Auflage).
Hoppe, Wiebke; Wegener, Wolfgang (2014)
Archäologische Kriegsrelikte im Rheinland. (Führer zu archäologischen Denkmälern im Rheinland, 5.) Essen.
Koschik, Harald; Willems, Willem J.H. (Hrsg.) (1997)
Der Westwall. Vom Denkmalwert des Unerfreulichen. (Führer zu archäologischen Denkmälern des Rheinlandes, Band 2.) Köln.

Splitterschutz-Luftschutzzellen am Bahnhof Stolberg-Breinig

Schlagwörter
Straße / Hausnummer
Raiffeisenstraße
Ort
5222 Stolberg - Breinig
Fachsicht(en)
Kulturlandschaftspflege, Landeskunde
Erfassungsmaßstab
i.d.R. 1:5.000 (größer als 1:20.000)
Erfassungsmethode
Literaturauswertung, mündliche Hinweise Ortsansässiger, Ortskundiger
Historischer Zeitraum
Beginn vor 1945

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Thomas Altena: „Splitterschutz-Luftschutzzellen am Bahnhof Stolberg-Breinig”. In: KuLaDig, Kultur.Landschaft.Digital. URL: https://www.kuladig.de/Objektansicht/KLD-327211 (Abgerufen: 19. Juni 2024)
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