Hohlweg Junkermühle nördlich der ehemaligen Junkerburg bei Kürten

Hohlweg östlich Nassenstein, Abschnitt der historischen Heerstraße von Köln nach Soest

Schlagwörter:
Fachsicht(en): Kulturlandschaftspflege, Naturschutz
Gemeinde(n): Kürten
Kreis(e): Rheinisch-Bergischer Kreis
Bundesland: Nordrhein-Westfalen
Koordinate WGS84 51° 04′ 9,02″ N: 7° 19′ 9,53″ O / 51,06917°N: 7,31931°O
Koordinate UTM 32.382.245,85 m: 5.658.860,81 m
Koordinate Gauss/Krüger 2.592.516,49 m: 5.660.170,55 m
  • Hohlweg Junkermühle nördlich der ehemaligen Junkerburg (2020)

    Hohlweg Junkermühle nördlich der ehemaligen Junkerburg (2020)

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Im Tal der Kürtener Sülz nördlich von Junkermühle, einem ehemaligen Mühlenstandort in der Gemeinde Kürten, verläuft ein schmaler, zum Teil von alten Hainbuchen gesäumter Hohlweg den Berg hinauf. Der etwa 25 Meter lange Abschnitt ist Teil einer alten Wegeverbindung bzw. eines Handelsweges, der von der Sülztalstraße auf Höhe des Ortsteils Kürten bis zur Junkermühle und weiter über den Weiler Körschsiefen bis zum „Alten Heerweg“ (heutige B 506) führte. Die überregionale Handelsstraße, auch „Heerstraße“ genannt, führte von Köln über Bergisch Gladbach nach Wipperfürth und weiter bis nach Soest. Die Wegeverbindung wurde unter anderem dazu genutzt, um mit Transportkarren vom alten Heerweg über Junkermühle nach Olpe zu gelangen. Über den Hohlweg sollen zum Beispiel auch Mühlsteine transportiert worden sein.

Der Hohlweg drohte in den 1990er Jahren dem Flurbereinigungsverfahren Olpe zum Opfer zu fallen, eine Veränderung (Verschüttung, Begradigung) konnte jedoch vermieden werden. Heute ist er mit der Bezeichnung „Hohlweg östlich Nassenstein“ als Geschützter Landschaftsbestandteil (LB) mit einer Fläche von 0,293 Hektar im Rahmen des Landschaftsplans Kürten unter Schutz gestellt. Die Schutzgebietsausweisung erfolgte zur Erhaltung des gehölzbestandenen Hohlweges. Im Einzelnen sind folgende Schutzzwecke festgesetzt: „Erhaltung des alten Hohlweges als wertvolles naturraumtypisches kulturhistorisches Dokument und zur Belebung und Gliederung des Landschaftsbildes (§ 29 Abs. 1; Ziff. 1, 3 u. 4 BNatSchG)“.

In der Topographischen Aufnahme der Rheinlande, der so genannten „Tranchotkarte“ von 1801-1828, ist die Wegeverbindung zwischen Junkermühle und Ente nachvollziehbar (vgl. Kartenansicht). Die Ortschaft Ente gehört heute zur Gemeinde Wipperfürth und lag früher direkt am Heerweg. Nach Angaben des Heimatforschers Werner Stefer befand sich in Ente eine Landwehr als Wegsperre der Altstraße.

Die Junkermühle wurde bereits 1383 erstmalig erwähnt. Auf einer südlich liegenden Anhöhe, einem Bergsporn über der Kürtener Sülz, stand einst die um 1525 erbaute Junkerburg. Sie wurde zu Beginn des 19. Jahrhunderts abgebrochen und ist heute ein eingetragenes Bodendenkmal. Unweit des Hohlweges Junkermühle steht ein Wegekreuz von 1813.

(Biologische Station Rhein-Berg, erstellt im Rahmen des Projektes „Auf den Spuren unserer Bergischen Kulturlandschaft“ in Zusammenarbeit mit dem Geschichtsverein für die Gemeinde Kürten und Umgebung. Ein Projekt im Rahmen des LVR-Netzwerks Kulturlandschaft, 2020)

Quelle
Amt für Bodendenkmalpflege, Außenstelle Overath (2005): Fundbericht OV 2005/0343.

Internet
rbk5.rbkdv.de: Auszug aus dem Landschaftsplan Kürten (abgerufen 20.07.2020)
www.ksta.de: Junkermühle: Hoffnung für die bröckelnde Romantik (Kölner Stadtanzeiger vom 18.03.2011, abgerufen 20.07.2020)
de.wikipedia.org: Ente (Wipperfürth) (abgerufen 20.07.2020)

Literatur

Förster, Kunibert / Geschichtsverein für die Gemeinde Kürten und Umgebung e. V. (Hrsg.) (2009)
Kulturhistorische Zeugnisse in der Gemeinde Kürten. Von Wegekreuzen, Mühlen und Dolinen. S. 26, Kürten.
Führer, Gerhard (2001)
Die Junkerburg. In: Kürtener Schriften, Heft 3, S. 13-18. Kürten.
Nicke, Herbert (2001)
Vergessene Wege - Das historische Fernwegenetz zwischen Rhein, Weser, Hellweg und Westerwald, seine Schutzanlagen und Knotenpunkte. S. 85-88, Wiehl.

Hohlweg Junkermühle nördlich der ehemaligen Junkerburg bei Kürten

Schlagwörter
Straße / Hausnummer
Rothe Furth
Ort
51515 Kürten - Junkermühle
Fachsicht(en)
Kulturlandschaftspflege, Naturschutz
Erfassungsmaßstab
i.d.R. 1:5.000 (größer als 1:20.000)
Erfassungsmethode
Auswertung historischer Karten, Literaturauswertung, Geländebegehung/-kartierung, Fernerkundung

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„Hohlweg Junkermühle nördlich der ehemaligen Junkerburg bei Kürten”. In: KuLaDig, Kultur.Landschaft.Digital. URL: https://www.kuladig.de/Objektansicht/KLD-318897 (Abgerufen: 2. März 2021)
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