Wassermühle am Schloss Gartrop in Hünxe

Schlagwörter:
Fachsicht(en): Landeskunde
Gemeinde(n): Hünxe
Kreis(e): Wesel
Bundesland: Nordrhein-Westfalen
Koordinate WGS84 51° 39′ 41,74″ N: 6° 48′ 31,16″ O / 51,66159°N: 6,80866°O
Koordinate UTM 32.348.439,85 m: 5.725.674,63 m
Koordinate Gauss/Krüger 2.555.997,19 m: 5.725.561,24 m
  • Wassermühle am Schloss Gartrop in Hünxe (2017)

    Wassermühle am Schloss Gartrop in Hünxe (2017)

    Copyright-Hinweis:
    Altemüller, Hans-Michael
    Fotograf/Urheber:
    Hans-Michael Altemüller
    Medientyp:
    Bild
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  • Wassermühle am Schloss Gartrop in Hünxe (2017)

    Wassermühle am Schloss Gartrop in Hünxe (2017)

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    Altemüller, Hans-Michael
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Lage
Östlich des Ortes Hünxe liegt in der Lippeaue zwischen Fluss und Lippe-Seitenkanal die Wassermühle am Schloss Gartrop. Ihr Standort befindet sich an der zum Schloss führenden Allee.

Gebäude
Das aus Feldbrandziegeln errichtete Mühlengebäude besitzt auf seiner Westseite, dort wo das hölzerne unterschlächtige Wasserrad angebracht ist, eine Wandverstärkung aus groben Sandstein- und Quarzitblöcken. Der vom Mühlteich jenseits der Allee abgehende Obergraben sowie der davon abzweigende Zufluss zum Wasserrad werden durch ein System von Schiebern und Hebeln geregelt. In der Mühle sind die alte funktionsfähige Getriebetechnik sowie ein Mahlwerk erhalten. An die Mühle ist das ebenfalls aus Ziegelsteinen errichtete Müllerhaus angebaut.

Geschichte
Die Mühle ist wahrscheinlich im 15. Jahrhundert errichtet worden. Sie gehörte zu den Wirtschaftsgebäuden des Schlosses. Hier vor den Schlosstoren lagen auch die Gesindehäuser, die jedoch nicht erhalten sind. Die Mühle wurde vielseitig genutzt. Ursprünglich war sie eine Kornmühle. Im 18. Jahrhundert arbeitete sie zeitweise als Walkmühle. Sie soll auch zur Bearbeitung von Flachs genutzt worden sein. Durch den Einbau eines Generators erzeugte die Mühle von ca. 1909 bis 1950 Strom für das Schloss. 1955 wurde der Wasserantrieb der Mühle eingestellt und auf Elektrobetrieb umgestellt. 1968 wurde der Mühlenbetrieb aufgegeben.

Die Mühle war ca. 500 Jahre in Betrieb. Manchen Sturm und viele Schäden hat sie überlebt. Während dieser Jahre arbeiteten hier Müller, die aus der näheren Umgebung kamen. Es waren z.B. 1773 Wilhelm Wynck aus Schermbeck-Galen, 1800 bis 1850 Heinrich Spickerhoff aus Gartrop und um 1900 Johann Kemper aus Wesel.
Nach einer längeren Vorlaufzeit begannen 2014 die Restaurierungsarbeiten an der Mühle. Es wurde die Schäden an der Gebäudefront ausgebessert, ein neues hölzernes Wasserrad angebracht sowie der Antrieb und das Mahlwerk überarbeitet. Die Mühle ist heute wieder funktionstüchtig und steht als museale Einrichtung der Öffentlichkeit zur Verfügung.

Hinweise
Die Wassermühle bei Schloss Gartrop steht seit 1986 unter Denkmalschutz und ist eingetragen in die Denkmalliste der Gemeinde Hünxe unter der Nr 7. Die RMDZ-Mühlenkennzahl für die Wassermühle am Schloss Gartrop lautet DE-NW / 31.04 / 14.1.

(Elisabeth Zenses, Rheinisches Mühlen-Dokumentationszentrum e.V., 2020, erfasst im Rahmen des Verbundprojekts „Aufnahme der Mühlen im Rheinland“)

Internet
heimatverein-huenxe.de: Die Wassermühle am Schloß Gartrop (abgerufen am 12.04.2020)

Literatur

Vogt, Hans / Verein Niederrhein e.V. (Hrsg.) (1998)
Niederrheinischer Wassermühlenführer. Krefeld.

Wassermühle am Schloss Gartrop in Hünxe

Schlagwörter
Straße / Hausnummer
Schlossallee 2
Ort
46569 Hünxe - Gartrop
Gesetzlich geschütztes Kulturdenkmal
Ortsfestes Denkmal gem. § 3 DSchG NW
Fachsicht(en)
Landeskunde
Erfassungsmaßstab
i.d.R. 1:5.000 (größer als 1:20.000)
Erfassungsmethode
Auswertung historischer Schriften, Literaturauswertung, Geländebegehung/-kartierung
Historischer Zeitraum
Beginn 1400 bis 1499

Empfohlene Zitierweise

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Empfohlene Zitierweise
Elisabeth Zenses, „Wassermühle am Schloss Gartrop in Hünxe”. In: KuLaDig, Kultur.Landschaft.Digital. URL: https://www.kuladig.de/Objektansicht/KLD-312691 (Abgerufen: 18. September 2021)
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