Marienaltar in der St. Lubentiuskirche zu Dietkirchen

Schlagwörter:
Fachsicht(en): Kulturlandschaftspflege
Gemeinde(n): Limburg a.d. Lahn
Kreis(e): Limburg-Weilburg
Bundesland: Hessen
Koordinate WGS84 50° 24′ 11,01″ N: 8° 05′ 47,24″ O / 50,40306°N: 8,09646°O
Koordinate UTM 32.435.789,11 m: 5.583.836,37 m
Koordinate Gauss/Krüger 3.435.838,25 m: 5.585.630,43 m
  • Marienaltar in der St. Lubentiuskirche zu Dietkirchen (2005)

    Marienaltar in der St. Lubentiuskirche zu Dietkirchen (2005)

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    Wabel, Willi
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    Willi Wabel
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In der St. Lubentiuskirche zu Dietkirchen befinden sich mehrere Objekte der Barockzeit, die aus Lahnmarmor hergestellt wurden, darunter der Marienaltar, über dessen Entstehungsgeschichte wenig bekannt ist. Er steht in der nördlichen Apsis des Querhauses.

Die als Stifter in der Inschrift erwähnten Dekane, die Brüder Distel, starben vor der Errichtung des Altares: Heinrich Distel verstarb 1740 und Johannes Distel 1755. Das Entstehungsjahr deutet darauf hin, dass es sich um die Arbeit eines Villmarer oder Limburger Steinmetzen handelt. Der Schöpfer der Marienstatue ist ebenfalls unbekannt.

Der insgesamt flächig wirkende Altar besteht überwiegend aus rotem, vermutlich Villmarer Marmor, während der schwarze Marmor eigentlich nur zur horizontalen Gliederung des Werkes dient. Der schwere Altartisch wirkt wuchtig durch eine starke Auswölbung am oberen Rande. Er ruht auf einem Sockel aus schwarzem Marmor. Die Altarplatte ist ebenfalls aus schwarzem Marmor gearbeitet, an die sich nach oben eine Sockelzone für den weiteren Altaraufbau anschließt. Diese Sockelzone ist ebenfalls horizontal schwarz-rot-schwarz gegliedert. Die unterste schwarze Lage trägt eine Inschrift. In der Nische der Altarrückwand befindet sich eine, auf einer Weltkugel stehende Marienfigur, die das Christuskind auf dem linken Arm trägt. Diese Nische wird nach oben durch eine Muschel abgeschlossen und links und rechts von je einem Säulenpaar eingerahmt. Die seitlich angebrachten Blendflügel sind als Voluten ausgebildet. Auf den Säulen ruht, wieder horizontal schwarz-rot-schwarz geschichtet, ein stark profiliertes Gebälk. Den oberen Abschluss des Altares bildet ein Auszug aus Holz mit dem Marienmonogramm.

(Willi Wabel, 2019)

Literatur

Wabel, Willi (2015)
Form, Farbe, Glanz. Lahnmarmor im Barock. Eine umfassende Darstellung der Erschließung und Verbreitung des Lahnmarmors sowie seiner Verwendung für sakrale, memoriale und profane Kunstwerke im 17. und 18. Jahrhundert. (Beiträge zur Geschichte Nassaus und des Landes Hessens Bd. 8.) S. 206-207, Wiesbaden.

Marienaltar in der St. Lubentiuskirche zu Dietkirchen

Schlagwörter
Straße / Hausnummer
Herrenberg
Ort
65553 Limburg - Dietkirchen
Fachsicht(en)
Kulturlandschaftspflege
Erfassungsmaßstab
i.d.R. 1:5.000 (größer als 1:20.000)
Erfassungsmethode
Literaturauswertung
Historischer Zeitraum
Beginn vor 1740

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„Marienaltar in der St. Lubentiuskirche zu Dietkirchen”. In: KuLaDig, Kultur.Landschaft.Digital. URL: https://www.kuladig.de/Objektansicht/KLD-290194 (Abgerufen: 14. Juli 2020)
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