Ritterstein „Ehem. Eisenerzgruben“ bei Böllenborn

Ritterstein Nr. 28

Schlagwörter:
Fachsicht(en): Landeskunde
Gemeinde(n): Dörrenbach
Kreis(e): Südliche Weinstraße
Bundesland: Rheinland-Pfalz
  • Ritterstein „Ehem. Eisenerzgruben“ (2018)

    Ritterstein „Ehem. Eisenerzgruben“ (2018)

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  • Ritterstein Nr. 28 "Ehem. Eisenerzgruben" bei Böllenborn (1993)

    Ritterstein Nr. 28 "Ehem. Eisenerzgruben" bei Böllenborn (1993)

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    Ritterstein „Ehem. Eisenerzgruben“ (2018)

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  • Ritterstein „Ehem. Eisenerzgruben“ (2018)

    Ritterstein „Ehem. Eisenerzgruben“ (2018)

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Der Ritterstein „Ehem. Eisenerzgruben“ (Ritterstein Nr. 28) befindet sich am Waldweg südlich der Landstraße zwischen Bad Bergzabern und Böllenborn, unweit des östlichen Ortseingangs von Böllenborn. Er liegt im Tal zwischen dem Petronell und dem Kohlbrunnberg (früher Kolmersberg).

Thematische Einordnung
„Ehem. Eisenerzgruben“ ist ein Ritterstein aus der Kategorie „Industrien im Pfälzerwald“ (systematisiert nach: Eitelmann, 2005). Rittersteine aus dieser Kategorie erinnern an eine ehemalige Ortsbenennung eines Gewerbezweiges. Auf Grund des Waldreichtums und des ausreichenden Wasservorkommens entstanden vor allem in Tälern Mahlmühlen, Sägemühlen oder Papierfabriken im Pfälzerwald. Aber auch der Reichtum an Bodenschätzen, wie Silber, Blei, Kupfer oder Eisen ermöglichten die Ansiedlung von Erzhütten, Schmelzen, Hammerwerken oder Schmiede. Heute sind nur noch verfallene Stolleneingänge, bemooste Schutthalden oder einzelne Erzbrocken im Wald zu finden.

Spezifische Einordnung
Der Ritterstein „Ehem. Eisenerzgruben“ steht in unmittelbarer Nähe der ehemaligen Grube, deren Relikte in der Waldabteilung Hermannswoog heute noch erkennbar sind. Ein Schild, wenige Meter neben dem Ritterstein, verweist auf eine Eisenerzader im Sandstein. Weniger Zehnermeter weiter östlich sind weitere Schurfreste und Stollenrösche sichtbar.

Nach Schürfungen begann der Abbau in den Gruben südlich und südöstlich von Böllenborn im Jahr 1764 durch die Eisenhütte Schönau. Nach mehreren Unterbrechungen endete die Erzgewinnung bereits 1785 wieder. Das geförderte Eisenerz wurde nach Schönau transportiert und dort verhüttet (LGB, 2005: S. 56/57).
Die Saarpfalz-Erzbergbau A.G. startete 1937 den Versuch die Gruben um Böllenborn wieder in Betrieb zu nehmen. Der Versuch blieb allerdings erfolglos, weshalb die Gruben wieder stillgelegt wurden.

(Sonja Kasprick, ZukunftsRegion Westpfalz, 2018)

Literatur

Bauer, Beate/ Landesamt für Umwelt Rheinland-Pfalz (Hrsg.) (2017)
Historische Landnutzung – Landkreis Südliche Weinstraße. Mainz.
Eitelmann, Walter / Pfälzerwald-Verein e.V. (Hrsg.) (2005)
Rittersteine im Pfälzerwald. Gedenksteine und Inschriften - Eine steinerne Geschichtsschreibung (5. Auflage). Neustadt an der Weinstraße.
Walling, Hans / Landesamt für Geologie und Bergbau Rheinland-Pfalz (Hrsg.) (2005)
Der Erzbergbau in der Pfalz von seinen Anfängen bis zu seinem Ende. Mainz.

Ritterstein „Ehem. Eisenerzgruben“ bei Böllenborn

Schlagwörter
Ort
76889 Dörrenbach
Fachsicht(en)
Landeskunde
Erfassungsmaßstab
i.d.R. 1:5.000 (größer als 1:20.000)
Erfassungsmethode
Literaturauswertung
Historischer Zeitraum
Beginn 1910 bis 1912
Koordinate WGS84
49° 05′ 50,47″ N, 7° 56′ 44,45″ O / 49.09735°, 7.94568°
Koordinate UTM
32U 423035.47 5438813.46
Koordinate Gauss/Krüger
3423080.22 5440550.01

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„Ritterstein „Ehem. Eisenerzgruben“ bei Böllenborn”. In: KuLaDig, Kultur.Landschaft.Digital. URL: https://www.kuladig.de/Objektansicht/KLD-279016 (Abgerufen: 13. Dezember 2018)
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