Ritterstein „Klosterbrunnen“ bei Lemberg

Ritterstein Nr. 36

Schlagwörter:
Fachsicht(en): Landeskunde
Gemeinde(n): Lemberg
Kreis(e): Südwestpfalz
Bundesland: Rheinland-Pfalz
  • Ritterstein Nr. 36 "Klosterbrunnen" bei Lemberg (1998)

    Ritterstein Nr. 36 "Klosterbrunnen" bei Lemberg (1998)

    Copyright-Hinweis:
    ZukunftsRegion Westpfalz
    Fotograf/Urheber:
    Erhard Rohe
    Medientyp:
    Bild
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  • Ritterstein Nr. 36 "Klosterbrunnen" bei Lemberg (1994)

    Ritterstein Nr. 36 "Klosterbrunnen" bei Lemberg (1994)

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    Erhard Rohe
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Der Ritterstein „Klosterbrunnen“ (Ritterstein Nr. 36) befindet sich im Tal südlich des Langenberges, zwischen Salzwoog und Langmühle. Er liegt direkt am Wegesrand, rechts neben einer PWV-Hütte.

Thematische Einordnung
„Klosterbrunnen“ ist ein Ritterstein aus der Kategorie „Orientierungspunkte“. Rittersteine aus dieser Kategorie sollen der Orientierung des Wanderers dienen oder Hinweise auf bemerkenswerte Orientierungspunkte im Gelände geben. Beispiele hierfür sind etwa Quellen, Sohlen, Wooge, Felsen, Burgen, Täler oder Angaben über Grenzen oder Herrschaftsgebiete.

Spezifische Einordnung
Das Gebiet um den Ritterstein „Klosterbrunnen“ war möglicherweise dem Kloster Hornbach zugehörig. Allerdings liegt Hornbach doch ziemlich weit entfernt, was Zweifel an dieser Zuordnung aufkommen lässt. In der Nähe des Rittersteins ist der sogenannte Klosterbrunnen zu finden.

Weitere Informationen liefert die Schautafel vor der PWV-Hütte:

Im Jahr 1950 wurde durch die Mitglieder des PWV-Lemberg eine Schutzhütte neben dem Ritterstein „Klosterbrunnen“ errichtet. Beim Bau wurden Keramikscherben aus dem 8. bis 13. Jahrhundert entdeckt. Außerdem wurden bei Grabungen oberhalb der Schutzhütte Fundamentreste von drei Gebäuden freigelegt. Darunter ein Kapellenfenster aus der Romanik, was darauf schließen lässt, dass an jenem Ort einst eine Kapelle stand. Bei diesem Fund handelt es sich um eine einmalige Anlage in der Westpfalz. Wahrscheinlich war es eine Wüstung eines sich entwickelnden Siedlungsplatzes im Mittelalter. Dabei könnte es sich um eine frühere Außenstelle, etwa ein befestigter Wirtschaftshof mit Kapelle, des bereits um 820 bezeugten Klosters Pirmasens gehandelt haben. Die Anlage könnte beispielsweise ein Ausgangspunkt zur Förderung der Missionierung gedient haben. Denkbar sind auch Einrichtungen zur Sicherung des Grundbesitzes der Abtei Hornbach. Diese frühe Anlage gilt als der Ursprung des Ortes Lemberg.

(Raphaela Maertens und Sonja Kasprick, ZukunftsRegion Westpfalz, 2018)

Literatur

Eitelmann, Walter / Pfälzerwald-Verein e.V. (Hrsg.) (2005)
Rittersteine im Pfälzerwald. Gedenksteine und Inschriften - Eine steinerne Geschichtsschreibung (5. Auflage). Neustadt an der Weinstraße.

Ritterstein „Klosterbrunnen“ bei Lemberg

Schlagwörter
Ort
66969 Lemberg
Fachsicht(en)
Landeskunde
Erfassungsmaßstab
i.d.R. 1:5.000 (größer als 1:20.000)
Erfassungsmethode
Literaturauswertung, Geländebegehung/-kartierung
Koordinate WGS84
49° 10′ 0,6″ N, 7° 41′ 28,3″ O / 49.16683°, 7.6912°
Koordinate UTM
32U 404592.08 5446826.66
Koordinate Gauss/Krüger
3404629.51 5448566.33

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„Ritterstein „Klosterbrunnen“ bei Lemberg”. In: KuLaDig, Kultur.Landschaft.Digital. URL: https://www.kuladig.de/Objektansicht/KLD-277948 (Abgerufen: 13. Dezember 2018)
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