Steinbruch der Heinrich Quirrenbach Naturstein Produktions- und Vertriebs GmbH bei Lindlar

Schlagwörter:
Fachsicht(en): Kulturlandschaftspflege
Gemeinde(n): Lindlar
Kreis(e): Oberbergischer Kreis
Bundesland: Nordrhein-Westfalen
  • Steinbruch Fa. Quirrenbach, Lindlar: Blick von der Straße in den Bruch. (2018)

    Steinbruch Fa. Quirrenbach, Lindlar: Blick von der Straße in den Bruch. (2018)

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  • Steinbruch Fa. Quirrenbach mit Werksgebäuden zur Pflastersteinherstellung. Fa. Quirrenbach, Lindlar. (2018)

    Steinbruch Fa. Quirrenbach mit Werksgebäuden zur Pflastersteinherstellung. Fa. Quirrenbach, Lindlar. (2018)

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  • Halden der Fa. Quirrenbach, Lindlar. (2018)

    Halden der Fa. Quirrenbach, Lindlar. (2018)

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  • Steinbruch Fa. Quirrenbach, Lindlar: Blick von der Straße in den Bruch. (2018)

    Steinbruch Fa. Quirrenbach, Lindlar: Blick von der Straße in den Bruch. (2018)

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  • Steinbruch Fa. Quirrenbach: Blick von der Halde nach Westen in den Bruch. Links das Werksgelände und im Hintergrund der Brungerst. (2018)

    Steinbruch Fa. Quirrenbach: Blick von der Halde nach Westen in den Bruch. Links das Werksgelände und im Hintergrund der Brungerst. (2018)

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  • Werkplätze zur Pflastersteinspaltung, Fa. Quirrenbach, Lindlar. (2018)

    Werkplätze zur Pflastersteinspaltung, Fa. Quirrenbach, Lindlar. (2018)

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  • CNC Steinsäge der Fa. Quirrenbach, Lindlar. (2018)

    CNC Steinsäge der Fa. Quirrenbach, Lindlar. (2018)

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  • Große Rohblocksäge der Fa. Quirrenbach, Lindlar. (2018)

    Große Rohblocksäge der Fa. Quirrenbach, Lindlar. (2018)

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  • Poliermaschinen der Fa. Quirrenbach, Lindlar. (2018)

    Poliermaschinen der Fa. Quirrenbach, Lindlar. (2018)

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Das Unternehmen Heinrich Quirrenbach Naturstein Produktions- und Vertriebs GmbH wird im Jahr 1921 (Erteilung der Betriebserlaubnis am 13.05.1921) im Bruch Hennenbusch gegründet.
In den 1950er Jahren stellt die „Fa. Quirrenbach“ mit bis zu 40 Arbeitern Pflastersteine, Bordsteine, Kleinschlag und Splitt für den Straßenbau sowie Mauersteine, Mauerabdeckplatten, Treppenstufen, Tür- und Fensterumrahmungen, hammerrechte Pfeiler und Hochbauelemente, zudem Wegeplatten, Mauersteine für Trockenmauerwerk und Dekorsteine für den Gartenbau her. Die Pflaster- und Werksteinproduktion befindet sich heute nördlich des Bruchs. Verwaltung, Verkaufsausstellung und die Werkshallen liegen zusammen mit dem Auslieferungslager südlich des Bruchs.

Der nördlich der Eremitage liegende Steinbruch besteht aus einem etwa 50 Meter tiefen, rund 150 x 130 Meter großen Abbaukessel. Der Abbau erfolgt hier auf insgesamt 7 Sohlen, die über einen in Serpentinen angelegten Fahrweg erschlossen sind. Da die Druckfestigkeit und Qualität der Steine in der Tiefe zunimmt, sind die dortigen Steine wirtschaftlich besonders interessant. Um sie abbauen zu können, ist jedoch eine Wasserhaltung notwendig. Die trüben Pumpwässer werden abschließend in Absetzbecken geklärt. Auffällig ist die enorme Halde östlich des Bruchs, derzeit die höchste, aber künstliche Erhebung Lindlars.

Die Steine werden noch heute normalerweise nicht gesprengt, sondern mit dem Baggermeißel gelöst. Falls doch Sprengungen nötig sind, wird ein langsam treibender Sprengstoff auf Schwarzpulverbasis genutzt, um das Rohmaterial nicht zu beschädigen. Im Jahr 1925 kam zum Abbau erstmals eine Pressluftanlage für maschinelles Bohren zum Einsatz. Zum Abtransport wurde 1951 eine Diesellokomotive angeschafft; bis dahin erfolgte der Transport der Grauwacke in Loren durch Muskelkraft. Anfang der 1950er Jahre wurde der Maschinenbestand des Betriebs zudem um eine Brecheranlage und 1954 um einen Demag-Bagger erweitert.

Heute hat sich die Firma Quirrenbach neben der klassischen Angebotspalette auf die Veredelung von Grauwackeprodukten spezialisiert, vor allem im Küchen- und Sanitärbereich, aber auch im Rahmen einer gehobenen Innenarchitektur. Das nötige Imprägnierverfahren für die Küchenplatten ist mit einem Patent geschützt. Im Kölner Rheinauhafen bestehen eigene Ausstellungsflächen.
Der Familienbetrieb wird seit über 90 Jahren in 3. Generation geführt.

Datierung: ca. 1920 bis heute
Betreiber im Jahr 2018: Heinrich Quirrenbach Naturstein Produktions- und Vertriebs GmbH, Lindlar

(Jörn Kling, ergänzt durch Frederik Grundmeier, 2018)

Literatur

St. Reinoldus-Steinhauergilde Lindlar (Hrsg.) (1956)
250 Jahre St. Reinoldus-Steinhauergilde Lindlar. S. 102. Engelskirchen.

Steinbruch der Heinrich Quirrenbach Naturstein Produktions- und Vertriebs GmbH bei Lindlar

Schlagwörter
Ort
51789 Lindlar
Fachsicht(en)
Kulturlandschaftspflege
Erfassungsmaßstab
i.d.R. 1:5.000 (größer als 1:20.000)
Erfassungsmethode
Auswertung historischer Karten, Geländebegehung/-kartierung, Auswertung historischer Fotos, Literaturauswertung, Fernerkundung
Historischer Zeitraum
Beginn vor 1920
Koordinate WGS84
51° 01′ 43,49″ N, 7° 23′ 3,77″ O / 51.02875°, 7.38438°
Koordinate UTM
32U 386705.88 5654263.71
Koordinate Gauss/Krüger
2597161.6 5655757.37

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„Steinbruch der Heinrich Quirrenbach Naturstein Produktions- und Vertriebs GmbH bei Lindlar”. In: KuLaDig, Kultur.Landschaft.Digital. URL: https://www.kuladig.de/Objektansicht/KLD-277937 (Abgerufen: 24. Mai 2018)
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