Flurkreuz am Leimenweg

Schlagwörter:
Fachsicht(en): Kulturlandschaftspflege
Gemeinde(n): Maikammer
Kreis(e): Südliche Weinstraße
Bundesland: Rheinland-Pfalz
  • Flurkreuz am Leimenweg in Maikammer (2017)

    Flurkreuz am Leimenweg in Maikammer (2017)

    Copyright-Hinweis:
    Holderle, Anne-Sophie / Struktur- und Genehmigungsdirektion Süd
    Fotograf/Urheber:
    Anne-Sophie Holderle
    Medientyp:
    Bild
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  • Flurkreuz am Leimenweg in Maikammer (2017)

    Flurkreuz am Leimenweg in Maikammer (2017)

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    Holderle, Anne-Sophie / Struktur- und Genehmigungsdirektion Süd
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Das aus gelbem Sandstein gefertigte (gräulich verwittert) Flurkreuz steht in der Gewanne am Leimenweg in der Gemeinde Maikammer. Das Flurkreuz ist von einer kleinen in Sandstein gefassten Anlage umgeben. Es wurde 1924 von der Maikammerer Familie Sebastian Bachtler errichtet. Das Kreuz steht vor einer Blutbuche. Am Kopf des Kreuzes befindet sich ein Schild mit dem Monogramm INRI. Diese Buchstaben sind die Initialen der lateinischen Bezeichnung Iesus Nazarenus Rex Iudaeorum: Jesus von Nazareth, König der Juden. Darunter ist ein weiß gestrichener sogenannter Viernagel-Christuskörper mit rot-farbigen Nägeln und roter Dornenkrone angebracht.

Der schlanke Grundsockel wird von einer Platte gedeckt. Auf dieser befindet sich ein weiteres Sockelstück, das konisch nach oben zum Kreuzstamm läuft. Auf dem Grundsockel ist eine Kartusche (mit bogenförmigem Zierrahmen) mit der Inschrift angebracht:

„Gekreuzigter Herr Jesu / erbarme Dich / unser und den armen / Seelen im Fegfeuer“


Oberhalb der Inschrift ist ein kleines Kreuz eingemeißelt.

Stifter
Auf der Rückseite des Sockels ist zu lesen:

„Errichtet von der Familie Sebastian Bachtler 1924“


Sebastian Bachtler war ein hochangesehener Bürger von Maikammer. Er war im Gemeinderat von 1868 bis 1880 und danach bis 1904 Adjunkt (zweiter Bürgermeister). Er wurde von der Gemeinde Maikammer zum Ehrenbürger ernannt. Vier Söhne von ihm zogen als Soldaten in den Ersten Weltkrieg. Drei von ihnen kamen zurück. Aus Dankbarkeit errichtete die Familie dieses Kreuz. Die Anlage wird heute von einem Nachfahren gepflegt.

Am Leimenweg
Der Name der Gewanne am Leimenweg geht auf das mittelhochdeutsche lem, leime zurück. Lehm, der ein Baustoff für den Hausbau und die Bezeichnung für eine Bodenbeschaffenheit ist. Zahlreiche Urnenfunde lassen vermuten, dass hier einmal eine Begräbnisstätte der Kelten war (Leonardt 1928).

(Anne-Sophie Holderle, Struktur- und Genehmigungsdirektion Süd, 2017)

Literatur

Leonardt, Johannes (1928)
Geschichte von Maikammer-Alsterweiler. Maikammer.
Wittmer, Richard (2000)
Die Flur von Maikammer-Alsterweiler: Ihre Namen und steinernen Zeugen in Geschichte und Geschichten. S. 100-101, 155-156, Maikammer.

Flurkreuz am Leimenweg

Schlagwörter
Straße / Hausnummer
Leimenweg
Ort
67487 Maikammer
Fachsicht(en)
Kulturlandschaftspflege
Erfassungsmaßstab
i.d.R. 1:5.000 (größer als 1:20.000)
Erfassungsmethode
Literaturauswertung, Geländebegehung/-kartierung
Historischer Zeitraum
Beginn 1924
Koordinate WGS84
49° 18′ 2,88″ N, 8° 08′ 11,98″ O / 49.3008°, 8.13666°
Koordinate UTM
32U 437234.66 5461253.65
Koordinate Gauss/Krüger
3437285.02 5462999.17

Empfohlene Zitierweise

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Empfohlene Zitierweise
„Flurkreuz am Leimenweg”. In: KuLaDig, Kultur.Landschaft.Digital. URL: https://www.kuladig.de/Objektansicht/KLD-271191 (Abgerufen: 28. Mai 2018)
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