Kirchhofsmühle Weilburg

Schlagwörter:
Fachsicht(en): Kulturlandschaftspflege, Landeskunde
Gemeinde(n): Weilburg
Kreis(e): Limburg-Weilburg
Bundesland: Hessen
  • Frontansicht der Kirchhofsmühle Weilburg (2017)

    Frontansicht der Kirchhofsmühle Weilburg (2017)

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  • Kirchhofsmühle in Weilburg (links im Bild); entlang des Schilfstreifens im Fluss verläuft das Wehr der Mühle (2017)

    Kirchhofsmühle in Weilburg (links im Bild); entlang des Schilfstreifens im Fluss verläuft das Wehr der Mühle (2017)

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  • Seitenansicht der Kirchhofsmühle Weilburg (2017)

    Seitenansicht der Kirchhofsmühle Weilburg (2017)

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  • Anbau der Kirchhofsmühle Weilburg (2017)

    Anbau der Kirchhofsmühle Weilburg (2017)

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Die Kirchhofsmühle in Weilburg war, neben der Brückenmühle, in der Vergangenheit eine der beiden Hauptmühlen der Stadt und diente dem Mahlen von Getreide. Sie wurde 1421 erstmals als „Untere Mühle“ erwähnt. Die Mühle hatte seit ihrer Gründung das Bannrecht inne und musste es 1763, nach langen Streitigkeiten mit anderen Mühlen, aufgeben. Sie besaß zwischenzeitlich drei Mühlräder.
Ende des 19. Jahrhunderts wurde das heutige Hauptgebäude in Klinkerbauweise errichtet und um die Jahrhundertwende die Mühlräder durch Turbinen getauscht. Seit 1906 durfte die Mühle einzelne Häuser mit Strom beliefern, der mittels eines Mühlrads erzeugt wurde.
Der Mahlbetrieb musste nach einem Brand im Jahre 1926 aus wirtschaftlichen Gründen eingestellt werden. Seither dient sie ausschließlich der Stromerzeugung. 1936 und 1977 wurden die Turbinen erneuert.

Während Hochwassern konnte die Stromerzeugung mittels Dieselgeneratoren gewährleistet werden.

In den 1980er Jahren erwarb der Verein Christliche Pfadfinderschaft Dreieich die Kirchhofsmühle in Erbpacht und plante dort die Einrichtung des Vereinszentrums. Diese Planungen wurden in den 1990er Jahren fallengelassen und 2008 das Gebäude an den Eigentümer zurückgegeben.

Im Dezember 2014 erfuhr die Mühle größere Umbauten und die beiden alten Turbinen wurden durch eine moderne Kaplan-Turbine ersetzt. Die neue Turbine besitzt circa 40 Prozent mehr Leistung als die beiden alten zusammengenommen und liefert 150 Kilowatt. Seither können 300 bis 350 Dreipersonenhaushalte mit Strom versorgt werden.

Mit dem Umbau ging auch die Errichtung einer Fischaufstiegs- und -abstiegstreppe, eines Aalrohrs und eines Rechens einher, wodurch die Mühle mit ihrem angeschlossenen Wehr für aquatische Lebewesen passierbar wurde und die Tiere nicht mehr von der Turbine angesaugt werden.
Das Einsetzen der neuen Turbine senkte die emittierten Betriebsgeräusche merklich ab. Im Zuge der Umbaumaßnahmen sollten daher zusätzlich Wohnungen in das alte Hauptgebäude errichtet werden. Der Ausbau unterblieb aus Kostengründen.
Heute befindet sich in der historischen Mühle das Pfadfinderzentrum Kirchhofsmühle.

(Jörn Schultheiß, hessenARCHÄOLOGIE, 2017)

Internetquellen
denkxweb.denkmalpflege-hessen.de: DenkXweb - Kirchhofsmühle Weilburg (abgerufenam 03.04.2017)
elkage.de: Schiffstunnel (abgerufen am 03.04.2017)
skg-dreieich.jimdo.com: Pfadfinderzentrum Kirchhofsmühle Weilburg (abgerufen am 03.04.2017)

Kirchhofsmühle Weilburg

Schlagwörter
Straße / Hausnummer
Im Bangert 1 b
Ort
35781 Weilburg
Gesetzlich geschütztes Kulturdenkmal
Kulturdenkmal gem. § 9 DSchG Hessen
Fachsicht(en)
Kulturlandschaftspflege, Landeskunde
Erfassungsmaßstab
i.d.R. 1:5.000 (größer als 1:20.000)
Erfassungsmethode
Auswertung historischer Karten, Literaturauswertung
Historischer Zeitraum
Beginn vor 1421
Koordinate WGS84
50° 28′ 56″ N, 8° 15′ 50,1″ O / 50.48222°, 8.26392°
Koordinate UTM
32U 447776.82 5592507.44
Koordinate Gauss/Krüger
3447830.64 5594305.03

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„Kirchhofsmühle Weilburg”. In: KuLaDig, Kultur.Landschaft.Digital. URL: https://www.kuladig.de/Objektansicht/KLD-266593 (Abgerufen: 16. August 2018)
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