Burgruine Eibach bei Scheel

Schlagwörter:
Fachsicht(en): Kulturlandschaftspflege
Gemeinde(n): Lindlar
Kreis(e): Oberbergischer Kreis
Bundesland: Nordrhein-Westfalen
  • Die von Wasser umgebenen Bruchsteinmauern der Wasserburg-Ruine Eibach bei Lindlar (2014).

    Die von Wasser umgebenen Bruchsteinmauern der Wasserburg-Ruine Eibach bei Lindlar (2014).

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    König, Julia
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  • Wegweiser nordwestlich der Burgruine Neuenberg in Lindlar-Scheel zu den Burgruinen Neuenberg, Eibach, Scheel, Kümmel und Lichtinghagen (2014).

    Wegweiser nordwestlich der Burgruine Neuenberg in Lindlar-Scheel zu den Burgruinen Neuenberg, Eibach, Scheel, Kümmel und Lichtinghagen (2014).

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    König, Julia / LVR-Abteilung Landschaftliche Kulturpflege
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Im Lindlarer Ortsteil Scheel befindet sich die Ruine der im 14. Jahrhundert am Fuße des Neuenbergs erbauten ehemaligen Wasserburg Eibach. Die 1352 erstmals genannte Burg wurde im 15. und 16. Jahrhundert durch die bergischen Ministerialen „von der Leyen“ zur Wasserburg ausgebaut (HbHistSt NRW, de.wikipedia.org, nennt hingegen 1356 als Jahr der ersten urkundliche Erwähnung).
Damals handelte es sich um ein mehrgeschossiges, mit kräftigen Ecktürmen versehenes Anwesen mit hohem Krüppelwalmdach. Im 15. Jahrhundert waren Besitzer der Burg die Familien von Neuenhoff (später Zusatz „gen. von der Leyen“ oder genannt „Ley“ . Zwischen 1545 und 1567 ist ein Amtmann zu Steinbach Besitzer der Burg Eibach. Sein Sohn Wilhelm, ebenfalls Amtmann zu Steinbach, ging in die Bergische Geschichte als „Marschall Ley“ ein, der 1603 die Besetzung des Schlosses Homburg bei Nümbrecht durchführte. Er ist auch der Erbauer der heutigen Burganlage.
Zu Beginn des 18. Jahrhunderts kam die Burganlage in den Besitz des Max von Steprath, der mit Katharina Ursula von Ley verheiratet war. Es folgte die Familie Saraing, die auch noch Burg Breidenbach besaß. Am 16. Dezember 1782 wurde die Burg durch einen Brand mit fast allen Gebäuden eingeäschert und verfiel seitdem zur Ruine (HbHistSt NRW).
Heute sind neben der Ruine nur noch das frühere Torhäuschen und der Hof erhalten. Die Burgruine befindet sich im Besitz des Freiherrn von Fürstenberg und ist beliebtes Ziel von Wanderern und Freunden der Fotografie.

Die Burgruine Eibach und die Vorburg der Ruine Eibach sowie das Wohnhaus direkt neben der Ruine sind eingetragene Baudenkmald in Teil A der Denkmalliste der Gemeinde Lindlar, Denkmal-Nrn. 61 und 62 (de.wikipedia.org).

(Lindlar Touristik der Gemeinde Lindlar, 2016)

Internet
www.lindlar.de: Untere Denkmalbehörde Lindlar (abgerufen 16.11.2016)
de.wikipedia.org: Liste der Baudenkmäler in Lindlar (abgerufen 16.11.2016)
de.wikipedia.org: Burg Eibach (abgerufen 16.11.2016)

Literatur

Groten, Manfred; Johanek, Peter; Reininghaus, Wilfried; Wensky, Margret / Landschaftsverband Rheinland; Landschaftsverband Westfalen-Lippe (Hrsg.) (2006)
Handbuch der Historischen Stätten Nordrhein-Westfalen. HbHistSt NRW, Kröners Taschenausgabe, Band 273, 3. völlig neu bearbeitete Auflage. S. 671-672, Stuttgart.

Burgruine Eibach bei Scheel

Schlagwörter
Straße / Hausnummer
Eibachstraße
Ort
51789 Lindlar - Scheel
Gesetzlich geschütztes Kulturdenkmal
Ortsfestes Denkmal gem. § 3 DSchG NW
Fachsicht(en)
Kulturlandschaftspflege
Erfassungsmaßstab
i.d.R. 1:5.000 (größer als 1:20.000)
Erfassungsmethode
Literaturauswertung, mündliche Hinweise Ortsansässiger, Ortskundiger
Historischer Zeitraum
Beginn vor 1352
Koordinate WGS84
51° 03′ 13,49″ N, 7° 27′ 4,17″ O / 51.05375°, 7.45116°
Koordinate UTM
32U 391446.68 5656942.92
Koordinate Gauss/Krüger
2601791.08 5658628.44

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„Burgruine Eibach bei Scheel”. In: KuLaDig, Kultur.Landschaft.Digital. URL: https://www.kuladig.de/Objektansicht/KLD-261817 (Abgerufen: 26. Mai 2018)
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