Leichlinger Sandberge

Teilgebiet der Bergischen Heideterrasse

Schlagwörter:
Fachsicht(en): Kulturlandschaftspflege
Gemeinde(n): Langenfeld (Rhld.) (Nordrhein-Westfalen), Leichlingen (Rhld.), Solingen
Kreis(e): Mettmann, Rheinisch-Bergischer Kreis, Solingen
Bundesland: Nordrhein-Westfalen
  • Blick vom Heidberg bei Leichlingen in Richtung Köln (2007)

    Blick vom Heidberg bei Leichlingen in Richtung Köln (2007)

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  • Sandabbau am Heidberg in Leichlingen (2008)

    Sandabbau am Heidberg in Leichlingen (2008)

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  • Sandabbau am Heidberg in Leichlingen (2008)

    Sandabbau am Heidberg in Leichlingen (2008)

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  • Zauneidechse bei den Leichlinger Sandbergen (2008)

    Zauneidechse bei den Leichlinger Sandbergen (2008)

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  • Kapelle St. Reinoldi in Solingen (2009)

    Kapelle St. Reinoldi in Solingen (2009)

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Das seit etwa 1800 landläufig als „Leichlinger Sandberge“ bezeichnete Teilgebiet der Bergischen Heideterrasse liegt zwischen Langenfeld-Immigrath und Leichlingen und ist heute überwiegend bewaldet. Hier befinden sich die mit etwa 112 Metern höchsten Langenfelder Erhebungen Wenzelnberg und Spürklenberg.

Der Spürklenberg war noch vor gut 100 Jahren etwa 25 Meter höher, doch die anstehenden feinen Tertiärsande des Gebietes wurden in den letzten Jahrhunderten abgebaut und unter anderem als Formsand für die Metallindustrie, für Stuckateurarbeiten, zum Verputzen und später für die Glasproduktion genutzt. Um 1870 war der Trompeter Sandberg erschöpft, daraufhin arbeitete man sich weiter vor zum Kellerhansberg und im Laufe der folgenden Jahrzehnte zum Heidberg und zum Spürklenberg, sodass von den beiden letztgenannten heute nur noch die seitliche Flanken vorhanden sind. Der Rest des Heidberges wurde 1983 zum geologischen Naturdenkmal erklärt. Den besten Blick auf die geologischen Schichten dieses angeschnittenen Berges hat man von der im Osten Leichlingens gelegenen Straße Am Stockberg aus. An der Westabdachung des geologischen Aufschlusses finden sich trockene Sandbirkenwälder mit Beständen aus Drahtschmielen und Wiesenwachtelweizen sowie kleinflächigen Heidebeständen.

An der Stelle, an der ursprünglich die Kuppe des Spürklenbergs lag, befindet sich nun, in der durch den Sandabbau entstandenen Senke, eine Boden- und Bauschuttdeponie des Kreises Mettmann. Am Rand der Deponie sind allerdings noch einige Sandhänge und Heiderelikte erhalten. Sie sind Heimat einer großen Zauneidechsenpopulation von überregionaler Bedeutung. In den Wäldern rund um die Deponie haben die Biologischen Stationen Haus Bürgel und Rhein-Berg zudem kleinflächige Heidebiotope renaturiert die ebenfalls von Zauneidechsen besiedelt werden. Im Osten des Teilgebietes Leichlinger Sandberge liegt das etwa 6,5 Hektar große Naturschutzgebiet „Wald bei Müllerhof“. Wertbestimmend sind hier die Eichen- und Buchenaltholzbestände und der zentrale, sumpfige Erlenbruchwald der von einem kleinen Bach durchzogen wird.

Zwischen Wenzelnberg und dem Naturschutzgebiet „Wald bei Müllerhof“ liegt die schlichte Rupelrather Kapelle St. Reinoldi aus dem 14. Jahrhundert. In ihrem Inneren können alte Wandmalereien bewundert werden. Einen guten Ausgangspunkt um die Leichlinger Sandberge zu erkunden bietet der Wanderparkplatz an der Bergischen Landstraße (Langenfeld), südlich der Abfahrt Langenfeld-Immigrath von der A 542.

(Biologische Station Haus Bürgel, Erstellt im Rahmen des Projektes „Leitarten und Lebensräume der Bergischen Heideterrasse“. Ein Projekt des LVR-Netzwerks Landschaftliche Kulturpflege, 2016)

Internet
www.bergische-heideterrasse.net: Leichlinger Sandberge (abgerufen 25.10.2016)

Leichlinger Sandberge

Schlagwörter
Ort
40764 Langenfeld
Fachsicht(en)
Kulturlandschaftspflege
Erfassungsmaßstab
i.d.R. 1:5.000 (größer als 1:20.000)
Erfassungsmethode
Literaturauswertung
Koordinate WGS84
51° 07′ 10,25″ N, 6° 59′ 45,14″ O / 51.11951°, 6.99587°
Koordinate UTM
32U 359738.73 5665025.36
Koordinate Gauss/Krüger
2569770.71 5665414.24

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„Leichlinger Sandberge”. In: KuLaDig, Kultur.Landschaft.Digital. URL: https://www.kuladig.de/Objektansicht/KLD-257274 (Abgerufen: 14. November 2018)
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