Nassau-Sporkenburger Hof in Niederlahnstein

Schlagwörter:
Fachsicht(en): Kulturlandschaftspflege
Gemeinde(n): Lahnstein
Kreis(e): Rhein-Lahn-Kreis
Bundesland: Rheinland-Pfalz

Beim Nassau-Sporkenburger Hof handelt es sich um einen gotischen Steinbau. Er wurde in der heutigen Johanesstraße im 14. Jahrhundert errichtet und ist dreigeschossig. Seit dem Jahr 1980 ist der Hof ein eingetragenes Denkmal. Er stellt einen der sieben Märkerhöfe dar, die in Niederlahnstein noch erhalten sind. Johann Mohr von der Walde besaß im 14. Jahrhundert dieses Gebäude. 1527 wurde der Hof für 500 Gold Florentiner an Wellmich, Quirin von Nassau verkauft. Der neue Besitzer und seine Erben kauften im Laufe der Jahre zwei Nachbarhäuser und einen benachbarten Hof, der zum Kloster Altenberg gehörte. Diese Gebäude waren von einer Mauer umgeben. Das Wohnhaus erinnert äußerlich an eine Burg. In der Mitte ist es mit einem achteckigen Turm versehen. Heute ist der Nassau-Sporkenburger Hof so erhalten geblieben, wie ihn der Besitzer Quirin von Nassau damals nach seinen Vorstellungen gestaltete.

Das Nassau-Sporkenburgische Wappen beinhaltet einen goldenen Löwen und sieben silberne Kugeln. Elisabeth war die letzte Besitzerin aus dem Geschlecht der Nassauer und feierte 1591 dort ihre Hochzeit. 1606 erbten es die Herren von Metternich. Kurfürst Lothar von Metternich, der damals Trierer Landesherr und Erzbischof war, besuchte den Hof am 4. April 1617. Er wurde in einem Saal, der sich im 1. Obergeschoss befand, herzlich empfangen. Heute ist die Stadt Lahnstein Eigentümerin des Nassau-Sporkenburger Hofes und restaurierte diesen von 1992 bis 1997. Seitdem wird der Gebäudekomplex für kulturelle Veranstaltungen wie Theateraufführungen, Ausstellungen und Empfänge genutzt. Die Sanierung wurde vom Land unterstützt und kostete mehr als 5 Millionen DM. Heute ist der Nassau-Sporkenburger Hof für die zukünftigen Generationen erhalten geblieben und erfüllt eine neue Funktion.

Das Objekt „Ehemaliger Nassau-Sporkenburger Hof“ in Niederlahnstein ist ein eingetragenes Baudenkmal (Denkmalverzeichnis Rhein-Lahn-Kreis, S. 52).

(Milena Bagic, Universität Koblenz-Landau, 2016)

Internet
Nassau-Sporkenburger Hof http://www.nassau-sporkenburger-hof.de/ abgerufen am 25.10.2016

Literatur

Generaldirektion Kulturelles Erbe Rheinland-Pfalz (Hrsg.) (2016)
Nachrichtliches Verzeichnis der Kulturdenkmäler, Rhein-Lahn-Kreis (Denkmalverzeichnis Rhein-Lahn-Kreis vom 04. Mai 2016). S. 52, Mainz. Online verfügbar: denkmallisten.gdke-rlp.de, Rhein-Lahn-Kreis (PDF), abgerufen am 20.10.2016
Stadtarchiv Lahnstein (StA) (2007)
Lahnstein hat Geschichte (105). Der Nassau-Sporkenburger Hof. In: Rhein-Lahn Kurier (RLK), (Nr. 30.) Lahnstein.

Nassau-Sporkenburger Hof in Niederlahnstein

Schlagwörter
Straße / Hausnummer
Johannesstraße 22
Gesetzlich geschütztes Kulturdenkmal
Geschütztes Kulturdenkmal gem. § 8 DSchG Rheinland-Pfalz
Fachsicht(en)
Kulturlandschaftspflege
Erfassungsmaßstab
i.d.R. 1:5.000 (größer als 1:20.000)
Erfassungsmethode
Literaturauswertung, Geländebegehung/-kartierung
Historischer Zeitraum
Beginn 1400
Koordinate WGS84
50° 18′ 34,32″ N, 7° 36′ 5,97″ O / 50.30953°, 7.60166°
Koordinate UTM
32U 400431.71 5573981.96
Koordinate Gauss/Krüger
3400467.01 5575771.87

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„Nassau-Sporkenburger Hof in Niederlahnstein”. In: KuLaDig, Kultur.Landschaft.Digital. URL: https://www.kuladig.de/Objektansicht/KLD-252734 (Abgerufen: 28. Mai 2018)
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