Erftmühlenbach (Kulturlandschaftsbereich Regionalplan Köln 254)

Schlagwörter:
Fachsicht(en): Kulturlandschaftspflege, Denkmalpflege, Landeskunde, Raumplanung, Archäologie
Gemeinde(n): Euskirchen, Weilerswist
Kreis(e): Euskirchen
Bundesland: Nordrhein-Westfalen
  • Erftmühlenbach und Erft bei Wüschheim (2015)

    Erftmühlenbach und Erft bei Wüschheim (2015)

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    Andreas Schmickler / Landschaftsverband Rheinland
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Der Erftmühlenbach ist hier beschrieben als bedeutsamer Kulturlandschaftsbereich (KLB) wie im Fachbeitrag Kulturlandschaft zum Regionalplan Köln. Die wertbestimmenden Merkmale der historischen Kulturlandschaft werden für die Maßstabsebene der Regionalplanung kurz zusammengefasst und charakterisiert.

Abgeleitet von der Erft südlich Stotzheim bis zur Rückführung in die Erft bei Großbüllesheim (auch Bodendenkmal), gesäumt von Wasserburgen und Mühlen, erhaltenes geoarchäologisches Archiv in den Ablagerungen der Aue:

Kerp’sche Mühle, Flockenmühle, Tomberger Mühle, Bäumersmühle, Lohmühle, Tuchfabrik Müller (LVR-Industriemuseum), Obere Burg in Kuchenheim (Bodendenkmal), Grondahlsmühle.

Kleeburg bei Weidesheim, zweiteilige Wasserburganlage, mittelalterliche Gründung, 1747 in den heutigen Formen umgebaut, kleines barockes Herrenhaus auf künstlichem Hügel und über steinerne Brücke zugänglich; Gartenanlage. – Kleeburger Mühle, Neumühle.

Burg Kleinbüllesheim, zweiteilige Wasserburganlage in außergewöhnlicher Siedlungskontinuität seit dem 9. Jahrhundert (Bodendenkmal) mit kleiner romanischer Kirche und altem Friedhof; Hauptbausubstanz des 14.-18. Jahrhunderts, barockes Herrenhaus von 1728 (Architekt J. C. Schlaun), Vorburg 1756 nach Brand erneuert, Grabenanlage und Park erhalten. Sichtbezüge von Südwesten und Südosten.

Vorburg der ehemaligen Wasserburg Großbüllesheim, 17./18. Jahrhundert, unterhalb ehemalige Burgmühle.

Burg Großbüllesheim, große, ehemals zweiteilige mittelalterliche Burganlage, von weitläufiger Gabenanlage umgeben; bauliche Reste der Hauptburg (17./18. Jahrhundert) über mittelalterlichem Vorgänger, Vorburg als Gutshof des 19. Jahrhunderts; Hofanlage Kleine Burg und romanische Kirche St. Peter und Paul (Bodendenkmäler).

Kulturlandschaftliches und denkmalpflegerisches Ziel im Rahmen der Regionalplanung ist eine erhaltende Kulturlandschaftsentwicklung, insbesondere
  • Bewahren und Sichern der Elemente, Strukturen und Sichträume von Adelssitzen und Hofanlagen
  • Bewahren des Kulturlandschaftsgefüges
  • Sichern kulturgeschichtlich bedeutsamer Böden
  • Bewahren und Sichern archäologischer und paläontologischer Bodendenkmäler in ihrem Kontext

Aus: Landschaftsverband Rheinland (Hrsg.): Fachbeitrag Kulturlandschaft zum Regionalplan Köln. Erhaltende Kulturlandschaftsentwicklung, Köln 2016.

Internet
Fachbeitrag Kulturlandschaft zum Regionalplan Köln (abgerufen am 01.10.2016)

Literatur

Landschaftsverband Rheinland (Hrsg.) (2016)
Fachbeitrag Kulturlandschaft zum Regionalplan Köln. Erhaltende Kulturlandschaftsentwicklung. S. 202, Köln.

Erftmühlenbach (Kulturlandschaftsbereich Regionalplan Köln 254)

Schlagwörter
Fachsicht(en)
Kulturlandschaftspflege, Denkmalpflege, Landeskunde, Raumplanung, Archäologie
Erfassungsmaßstab
i.d.R. 1:25.000 (kleiner als 1:20.000)
Erfassungsmethode
Literaturauswertung
Historischer Zeitraum
Beginn 2016
Koordinate WGS84
50° 39′ 29,61″ N, 6° 49′ 13,15″ O / 50.65822°, 6.82032°
Koordinate UTM
32U 345939.08 5614086.03
Koordinate Gauss/Krüger
2558050.02 5613947.19

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„Erftmühlenbach (Kulturlandschaftsbereich Regionalplan Köln 254)”. In: KuLaDig, Kultur.Landschaft.Digital. URL: https://www.kuladig.de/Objektansicht/KLD-252245 (Abgerufen: 27. Mai 2018)
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