Die Soers, Lousberg (Kulturlandschaftsbereich Regionalplan Köln 093)

Schlagwörter:
Fachsicht(en): Kulturlandschaftspflege, Denkmalpflege, Landeskunde, Raumplanung, Archäologie
Gemeinde(n): Aachen
Kreis(e): Städteregion Aachen
Bundesland: Nordrhein-Westfalen
Die Soers und der Lousberg sind hier beschrieben als bedeutsamer Kulturlandschaftsbereich (KLB) wie im Fachbeitrag Kulturlandschaft zum Regionalplan Köln. Die wertbestimmenden Merkmale der historischen Kulturlandschaft werden für die Maßstabsebene der Regionalplanung kurz zusammengefasst und charakterisiert.

Die Soers, eine parkartig durchgestaltete weite Aue mit Hofanlagen des 15.-18. Jahrhunderts, im 19. Jarhhundert zu Herrensitzen um- und ausgebaut, u. a.: Gut Müsch, als Sommersitz von Johann Wilhelm Körfgen (1769-1829) zwischen 1803 und 1814 zu einer „ferme ornée“ (Einheit aus landwirtschaftlich und dekorativ genutzten Bereichen) ausgebaut, die große Parkanlage 1866 durch J. C. Weyhe zum heutigen Müschpark umgestaltet; ehemaliges Kloster St. Raphael, 1903 auf dem Areal der Tuchfabrik van Geupen Bau eines Fürsorgeheims, 1906 Erweiterung um Klostergebäude und Kapelle; nordwestlich ehemalige Wasserburg Haus Rahe, um 1784 unter G. Heusch zu repräsentativem Landsitz mit großem Landschaftspark umgebaut; Vierseithof Gut Beulardstein mit Wehrturm des 17./18. Jahrhunderts; zahlreiche Wassermühlen mit zugehörigen Mühlteichen, teilweise im 19. Jahrhundert zu Tuchfabriken umgenutzt.

Der Lousberg, eine Anfang des 19. Jahrhunderts nach Plänen M. F. Weyhes zu einem Wald- und Bergpark umgestaltete Kalkerhebung im Norden Aachens, mit Obelisk für den französischen Vermesser Tranchot, Ruine des Belvedere, eines Gesellschaftshauses des 19. Jahrhunderts, Pavillon von 1906 und Wasserturm (1956). – Südöstlich anschließend der Salvatorberg, eine den Lousbergpark erweiternde Parkanlage vom Ende des 19. Jahrhunderts (Architekt H. Grube) mit neoromanischer Kirche St. Salvator (1883-1886, Architekt J. Laurent; Wiederaufbau nach dem Zweiten Weltkrieg) und Kloster (Mitte 20. Jahrhundert), Kreuzweg von 1886 des Aachener Bildhauers Wilhelm Pohl.

Bedeutende Relikte jungsteinzeitlichen Bergbaus auf dem Lousberg (4. Jahrtausend v. Chr.), Stollen-Abbaustellen von Feuersteinen, Herstellungs- und Vertriebsort von Steinbeilen (Bodendenkmal).

Bahndamm der Aachen-Düsseldorfer Eisenbahn von 1850, in Betrieb bis 1910.

Kulturlandschaftliches und denkmalpflegerisches Ziel im Rahmen der Regionalplanung ist eine erhaltende Kulturlandschaftsentwicklung, insbesondere
  • Bewahren und Sichern der Elemente und Strukturen, von Ansichten und Sichträumen von historischen Stadt- und Ortskernen sowie des industriekulturellen Erbes
  • Bewahren und Sichern der Elemente, Strukturen und Sichträume von Adelssitzen und Hofanlagen
  • Bewahren des Kulturlandschaftsgefüges
  • Bewahren und Sichern archäologischer und paläontologischer Bodendenkmäler in ihrem Kontext

Aus: Landschaftsverband Rheinland (Hrsg.): Fachbeitrag Kulturlandschaft zum Regionalplan Köln. Erhaltende Kulturlandschaftsentwicklung, Köln 2016.

Internet
Fachbeitrag Kulturlandschaft zum Regionalplan Köln (abgerufen am 01.10.2016)

Literatur

Landschaftsverband Rheinland (Hrsg.) (2016)
Fachbeitrag Kulturlandschaft zum Regionalplan Köln. Erhaltende Kulturlandschaftsentwicklung. S. 150, Köln.

Die Soers, Lousberg (Kulturlandschaftsbereich Regionalplan Köln 093)

Schlagwörter
Fachsicht(en)
Kulturlandschaftspflege, Denkmalpflege, Landeskunde, Raumplanung, Archäologie
Erfassungsmaßstab
i.d.R. 1:25.000 (kleiner als 1:20.000)
Erfassungsmethode
Literaturauswertung
Historischer Zeitraum
Beginn 2016
Koordinate WGS84
50° 47′ 53,82″ N, 6° 04′ 59,79″ O / 50.79828°, 6.08328°
Koordinate UTM
32U 294466.25 5631449.28
Koordinate Gauss/Krüger
2505915.12 5629209.66

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„Die Soers, Lousberg (Kulturlandschaftsbereich Regionalplan Köln 093)”. In: KuLaDig, Kultur.Landschaft.Digital. URL: https://www.kuladig.de/Objektansicht/KLD-252086 (Abgerufen: 24. Februar 2018)
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