Unteres Wurmtal (Kulturlandschaftsbereich Regionalplan Köln 036)

Schlagwörter:
Fachsicht(en): Kulturlandschaftspflege, Denkmalpflege, Landeskunde, Raumplanung, Archäologie
Gemeinde(n): Geilenkirchen, Herzogenrath, Kerkrade, Landgraaf, Übach-Palenberg
Kreis(e): Heinsberg, Städteregion Aachen
Bundesland: Nordrhein-Westfalen
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Das Untere Wurmtal ist hier beschrieben als bedeutsamer Kulturlandschaftsbereich (KLB) wie im Fachbeitrag Kulturlandschaft zum Regionalplan Köln. Die wertbestimmenden Merkmale der historischen Kulturlandschaft werden für die Maßstabsebene der Regionalplanung kurz zusammengefasst und charakterisiert.

Oberhalb von Geilenkirchen Bachaue mit Wasserburgen und Mühlen, Dörfer an der Terrassenkante:

Kirchdorf Merkstein mit barocker Kirche St. Willibrord, wasserumwehrtem Pfarrhaus und historischen Höfen an der Kirchrather Straße; in der Nähe römische sowie mittelalterliche Sandsteinbrüche von Nievelstein (Aachener Dom).

Kirchdorf Hofstadt: Hofanlagen entlang der Kirchstraße, Gut Hofstadt (ehemalige Burg) mit barockem Haupthaus und Allee, Kirche St. Benno von 1923/24 (Architekten Goebbels & Dominick, Aachen).

Im Rimburger Wald vorgeschichtlicher Ringwall, mittelalterliche Grabenanlage und Bunker des Westwalls (Bodendenkmäler).

Schloss Rimburg, im Kern 12./13. Jahrhundert, neobarocke An- und Umbauten 1899/1900 (Architekt J. Kleesattel): zweiteilige Anlage mit dreiflügeligem Herrenhaus, Bergfried und Eckturm, Gärtner- und Försterhaus sowie dreiflügeliger Vorburg; Rimburger Hof am Übergang der römischen Straße von Köln nach Boulogne-sur-Mer über die Wurm; Rimburger Mühlen, Mahl- und Ölmühle, Mitte 16. Jahrhundert/frühes 19. Jahrhundert.; Gut Valkerhofstadt von 1845, nach Kriegsschäden verändert wieder aufgebaut.

Nördlich Rimburg in römischer Zeit Wurmübergang der Via Belgica, Straßenstation, Siedlung, Töpfereien; in Wurmaue bei Übach Reste eines römischen Landgutes (Villa rustica) mit erhaltener Badeanlage (Bodendenkmäler).

Haus Zweibrüggen, zweiteilige wasserumwehrte Anlage mit dreiflügeligem Herenhaus von 1788 im Stil eines maison de plaisance und Vorburg von 1649.

Gut Eichenthal und Gut Hommerschen mit Resten der Eichenthal-Mühle und der Hommerschen Mühle, 19. Jahrhundert.

Umfangreiche Relikte des Westwalls mit Höckerlinien bei Frelenberg. – Erhaltenes geoarchäologisches Archiv in den Ablagerungen der Aue.

Kulturlandschaftliches und denkmalpflegerisches Ziel im Rahmen der Regionalplanung ist eine erhaltende Kulturlandschaftsentwicklung, insbesondere
  • Bewahren und Sichern der Elemente, Strukturen und Sichträume von Adelssitzen und Hofanlagen
  • Bewahren des Kulturlandschaftsgefüges
  • Bewahren und Sichern archäologischer und paläontologischer Bodendenkmäler in ihrem Kontext

Aus: Landschaftsverband Rheinland (Hrsg.): Fachbeitrag Kulturlandschaft zum Regionalplan Köln. Erhaltende Kulturlandschaftsentwicklung, Köln 2016.

Internet
Fachbeitrag Kulturlandschaft zum Regionalplan Köln (abgerufen am 01.10.2016)

Literatur

Landschaftsverband Rheinland (Hrsg.) (2016)
Fachbeitrag Kulturlandschaft zum Regionalplan Köln. Erhaltende Kulturlandschaftsentwicklung. Köln.

Unteres Wurmtal (Kulturlandschaftsbereich Regionalplan Köln 036)

Schlagwörter
Fachsicht(en)
Kulturlandschaftspflege, Denkmalpflege, Landeskunde, Raumplanung, Archäologie
Erfassungsmaßstab
i.d.R. 1:25.000 (kleiner als 1:20.000)
Erfassungsmethode
Literaturauswertung
Historischer Zeitraum
Beginn 2016
Koordinate WGS84
50° 54′ 55,52″ N, 6° 05′ 38,26″ O / 50.91542°, 6.09396°
Koordinate UTM
32U 295731.91 5644442.14
Koordinate Gauss/Krüger
2506651.96 5642241.53

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„Unteres Wurmtal (Kulturlandschaftsbereich Regionalplan Köln 036)”. In: KuLaDig, Kultur.Landschaft.Digital. URL: https://www.kuladig.de/Objektansicht/KLD-252026 (Abgerufen: 21. Mai 2018)
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