Artenreiche Wiese westlich der ehemaligen Ortschaft Kahlenberg

Artenreiche Wiese nördlich des Golfplatzes

Schlagwörter:
Fachsicht(en): Kulturlandschaftspflege
Gemeinde(n): Kürten
Kreis(e): Rheinisch-Bergischer Kreis
Bundesland: Nordrhein-Westfalen
  • Ruhebank direkt an einer artenreichen Wiese am Kahlenberg bei Kürten (2015)

    Ruhebank direkt an einer artenreichen Wiese am Kahlenberg bei Kürten (2015)

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  • Artenreiche Glatthaferwiese bei Kürten (2015)

    Artenreiche Glatthaferwiese bei Kürten (2015)

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  • Schwebfliege im Anflug auf eine Wiesen-Flockenblume

    Schwebfliege im Anflug auf eine Wiesen-Flockenblume

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  • Dickkopffalter auf Flockenblume (2015)

    Dickkopffalter auf Flockenblume (2015)

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  • Blüte der Flockenblume und Insekten auf Nektarsuche (2015)

    Blüte der Flockenblume und Insekten auf Nektarsuche (2015)

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  • Das typische Gras auf den artenreichen Glatthaferwiesen ist der Glatthafer, der hier schon verblüht ist und die anderen Pflanzen überragt (2015).

    Das typische Gras auf den artenreichen Glatthaferwiesen ist der Glatthafer, der hier schon verblüht ist und die anderen Pflanzen überragt (2015).

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  • Jakobs-Kreuzkraut in einer Glatthaferwiese (2015)

    Jakobs-Kreuzkraut in einer Glatthaferwiese (2015)

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  • Um eine Verbreitung des Jakobs-Kreuzkrautes zu verhindern, muss es von Hand ausgestochen oder ausgerissen werden wie auf dieser artenreiche Wiese bei Kahlenberg in Kürten (2015)

    Um eine Verbreitung des Jakobs-Kreuzkrautes zu verhindern, muss es von Hand ausgestochen oder ausgerissen werden wie auf dieser artenreiche Wiese bei Kahlenberg in Kürten (2015)

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  • Johanniskraut in einer Glatthaferwiese (2015)

    Johanniskraut in einer Glatthaferwiese (2015)

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  • Diese "Ausbeute" des entfernten Jakobs-Kreuzkrautes ist schon gering im Vergleich zu den Zeiten, zu denen mit der Bekämpfung auf dieser Wiese bei Kahlenberg in Kürten begonnen wurde. Damals türmte sich ein Berg des Krautes auf der Ladefläche (2015)

    Diese "Ausbeute" des entfernten Jakobs-Kreuzkrautes ist schon gering im Vergleich zu den Zeiten, zu denen mit der Bekämpfung auf dieser Wiese bei Kahlenberg in Kürten begonnen wurde. Damals türmte sich ein Berg des Krautes auf der Ladefläche (2015)

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  • Verblühte Margeriten mit Schornsteinfeger (2015)

    Verblühte Margeriten mit Schornsteinfeger (2015)

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  • Heuschrecke auf Grashalm (2015)

    Heuschrecke auf Grashalm (2015)

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  • Grünes Heupferd (2015)

    Grünes Heupferd (2015)

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  • Weichwanze (2015)

    Weichwanze (2015)

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  • Das Zirpen und Summen der Insekten prägt die Atmosphäre auf dieser extensiv bewirtschafteten und daher artenreichen Glatthaferwiese westlich der ehemaligen Ortschaft Kahlenberg (Kürten, 2015).

    Das Zirpen und Summen der Insekten prägt die Atmosphäre auf dieser extensiv bewirtschafteten und daher artenreichen Glatthaferwiese westlich der ehemaligen Ortschaft Kahlenberg (Kürten, 2015).

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  • Volltext-PDF-Datei "Lesebuch Landschaft – EinBlick in die Bergische Kulturlandschaft" (2015, 6,5 MB)

    Volltext-PDF-Datei "Lesebuch Landschaft – EinBlick in die Bergische Kulturlandschaft" (2015, 6,5 MB)

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    Carina Harbich; Frank Herhaus; André Spans; Manuela Thomas
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Unmittelbar angrenzend an den Golfplatz in Kürten nördlich Burgheim liegen zwei Wiesen, die erst spät im Jahr gemäht werden. Es handelt sich hier um sogenannte Ausgleichsflächen, die im Zuge der Einrichtung des Golfplatzes einer extensiven Nutzung zugeführt wurden als Ausgleich für diesen Eingriff in Natur und Landschaft. Im Gegensatz zu den ständig kurzgeschnittenen Rasenflächen auf den bespielten Flächen des Golfplatzes, wachsen hier Gräser und zahlreiche Wildblumen bis in eine Höhe von teilweise über einem Meter zur vollen Blüte auf, bevor sie im Juli das erste Mal im Jahr gemäht werden.

Der positive Effekt, den dieses späte Mähen nach sich zieht, wird sofort erlebbar, wenn man sich auf der angrenzenden Bank niederlässt: Ein Summen und Zirpen klingt an die Ohren, während der Blick in das Tal über den Golfplatz bis hinüber ins etwa einen Kilometer entfernte Johannesberg schweift.
Vom Wegesrand aus lassen sich schon die vielen Blütenbesucher erkennen: Schwebfliegen und Dickkopffalter lassen sich auf der Wiesen-Flockenblume nieder und die vielen Margeriten leuchten weiß-gelb in der Sonne. Die Margerite zeigt einen eher nährstoffärmeren Standort an – ein Hinweis darauf, dass hier gar nicht gedüngt wird.

Ein typisches Gras auf diesen Wiesen ist der Glatthafer, zuweilen auch als „Französisches Raygras“ bezeichnet, der im 18. Jahrhundert als Saatgut aus Frankreich hier bei uns eingeführt wurde und als eines der wichtigsten Futtergräser auf Heuwiesen galt. Heute sind solche artenreichen Glatthaferwiesen stark im Rückgang, weil die dort wachsenden Arten durch die intensivere Nutzung mit bis zu fünf Schnittterminen im Jahr und die intensivere Düngung nicht mehr konkurrenzfähig sind. Stattdessen setzen sich dann schnittverträgliche Arten wie das Deutsche Weidelgras, der Weiß-Klee oder der Löwenzahn durch, die Artenvielfalt nimmt stark ab.

Das Schnittgut von solchen Silagewiesen wird nicht mehr direkt verfüttert, wie das bei Heu der Fall ist, sondern mit Hilfe der Silage haltbar gemacht und ist damit auch bekömmlicher für das Vieh. Eine Problempflanze, die auch gelb blüht, ist das für Mensch und Tier giftige Jakobs-Kreuzkraut. Der Giftstoff bleibt auch im getrockneten Zustand, also im Heu, erhalten und wird im Körper der Tiere angereichert. Um ein weiteres Ausbreiten dieser Pflanze zu verhindern, ist Handarbeit gefragt: Zur Blütezeit, vor der Samenreife, werden die Pflanzen ausgerissen oder ausgegraben. Auf dieser Fläche konnte das Jakobs-Kreuzkraut aufgrund des engagierten Einsatzes der Landwirte in den vergangenen Jahren schon gut zurückgedrängt werden.

(Biologische Station Rhein-Berg, 2015. Erstellt im Rahmen des Projektes „Naturschutz trifft Kulturlandschaft – HEUland“. Ein Projekt der Biologischen Stationen Oberberg und Rhein-Berg im Rahmen des LVR-Netzwerks Landschaftliche Kulturpflege.)

Literatur

Landesamt für Umwelt, Messungen und Naturschutz Baden-Württemberg (Hrsg.) (2009)
Artenreiches Grünland in der Kulturlandschaft. 35 Jahre Offenhaltungsversuche Baden-Württemberg. Basel.

Artenreiche Wiese westlich der ehemaligen Ortschaft Kahlenberg

Schlagwörter
Ort
Kürten
Fachsicht(en)
Kulturlandschaftspflege
Erfassungsmaßstab
i.d.R. 1:5.000 (größer als 1:20.000)
Erfassungsmethode
Geländebegehung/-kartierung, mündliche Hinweise Ortsansässiger, Ortskundiger
Koordinate WGS84
51° 04′ 13,3″ N, 7° 17′ 32,01″ O / 51.07036°, 7.29222°
Koordinate UTM
32U 380351.15 5659036.74
Koordinate Gauss/Krüger
2590615.58 5660269.18

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„Artenreiche Wiese westlich der ehemaligen Ortschaft Kahlenberg”. In: KuLaDig, Kultur.Landschaft.Digital. URL: https://www.kuladig.de/Objektansicht/KLD-246974 (Abgerufen: 18. August 2018)
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