Das traufständige Fachwerkhaus in Stockwerksbauweise mit zwei hohen Vollgeschossen steht auf einem massiven, nach hinten aus dem Hang herausragenden, terrassenförmig verlängerten Sockel; an der Straßenseite ist links eine Kellertreppe parallel zum aus Bruchstein bestehenden Sockel gelegen. Die nördliche bzw. Eingangsfassade ist symmetrisch aufgebaut und mit einem zentralen, später verkleinerten Portal versehen; auch an den beiden begleitenden Fensterachsen sind die wohl zunächst hochrechteckigen durch breitere Fenster ersetzt. Das an der Frontseite im Original sowie am der westlichen Giebelseite als nachträgliche Aufdoppelung ablesbare Fachwerkgefüge besitzt als auffällige Besonderheit X-förmige Verstrebungen (Andreaskreuz). Die Ost- und Südseite sind mit Asphalt-Tafeln in Riemchenoptik verkleidet. Möglicherweise verfügte das Haus früher über eine Zinkblechverkleidung, wie sie in Resten und vermutlich in Zweitverwendung noch am Haus Kastor 29a zu sehen ist. Während die hintere, südliche Traufseite drei regelmäßige Fensterachsen einschließlich einer Tür aufweist, ist die Ostseite mit unregelmäßigen, kleineren Fenstern versehen, die in der Mitte ein Treppenpodest belichten, sonst paarweise wohl zu später etagenweise eingebaute Sanitärräumen (Bad und WC) gehören.
Alle übrigen Bauten am und auf dem Zechenplatz sind eingeschossig. Einige zeigen noch ihre historische Fachwerkkonstruktion (Nr. 6 = Aufseherhaus, am Weg nazum Oberen Stollen; Ner. 25 am Weg zur Hängebrücke; andere sind nur noch im Kern historisch oder ersetzen einen Vorgänger. Zum Teil handelt es sich bereits ursprünglich um einfache Wohnhäuser, andere waren ursprünglich Teil der Aufbereitung, Lager oder Werkstätten. Überliefert ist, dass ein Magazinverwalter mit seiner Familie vor Ort wohnte. Andere Gebädue wurden wohl erst nach Schließung der Grube, in den Hungerjahren nach dem Ersten oder dem Zeit der Evakuierung und Wohnraumknappheit nach dem Zweiten Weltkrieg in temporäre oder dauerhafte Wohnhäuser umgebaut.
(Bürger- und Verschönerungsverein Loope e. V. in Zusammenarbeit mit der Biologischen Station Oberberg, 2015. Erstellt im Rahmen des Projektes „Hecke, Hohlweg, Heimat – Kulturlandschaftsvermittlung analog und digital“. Ein Projekt im Rahmen des LVR-Netzwerks Landschaftliche Kulturpflege / Alexander Kierdorf, BGV Rhein-Berg)