Die Vollrather Höhe entstand als Außenkippe des Tagebaus Frimmersdorf-West und wurde von 1955 bis 1968 mit Abraum aufgefüllt. Ihr höchster Punkt liegt 187 Meter über dem Meeresspiegel. Benannt wurde die Erhebung nach dem Gutshof, der sich bis 1953 an dieser Stelle befand. Die Böschungen sind kürzer als bei anderen Kippen, da hier mit dem sogenannten Kippenpflügen-Verfahren gearbeitet wurde. Dabei wird der Abraum von Zügen an den Rand eines Planums gekippt. Bei diesem Verfahren müssen die Gleise immer wieder versetzt werden. So entstehen eine Abraumschicht nach der anderen und der Formentyp eines Tafelbergs. Hier werden die Böschungen durch Stufen mit flachen Absätzen unterbrochen. Die Stufen dienen dem Sammeln und Ableiten des Wassers. Auf diese Weise konnte ein Maximum an Volumen verkippt werden. Das Plateau des Tafelbergs ist weitgehend landwirtschaftlich rekultiviert, die Hänge sind bewaldet. Seit 1995 stehen auf dem Plateau auch Windkraftanlagen. Dies verstärkt die Wirkung als weithin sichtbare Landmarke.
Rekultivierung im Rheinischen Braunkohlenrevier. Exkursionsführer Teil II. Die Tagebaubereiche: Historie und Rekultivierung. Jüchen. Online verfügbar: forschungsstellerekultivierung.de, Exkursionsführer, abgerufen am 22.07.2020
Rekultivierung im Rheinischen Braunkohlenrevier Exkursionsführer Teil I. (Geologie, Geographie, Bodenkunde, forst- und landwirtschaftliche Rekultivierung, Bergbau- und Rekultivierungsgeschichte, Archäologie und Paläontologie). Jüchen.
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Empfohlene Zitierweise
Matthias Wirtz-Amling (2024), „Vollrather Höhe (KLV-BK Rheinland 004)”. In: KuLaDig, Kultur.Landschaft.Digital. URL: https://www.kuladig.de/Objektansicht/SWB-356303 (Abgerufen: 26. Juni 2026)
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