Siedlung im Bereich der Recklinghauser Straße in Ickern-Ost

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Fachsicht(en): Kulturlandschaftspflege
Gemeinde(n): Castrop-Rauxel, Dortmund
Kreis(e): Dortmund, Recklinghausen
Bundesland: Nordrhein-Westfalen
Die Siedlung bildet einen Zeitraum von den 1920er Jahren bis zu den 1990er Jahren ab und steht für die Fortsetzung der städtebaulichen Idee sowie der Formen des Sozialen Wohnungsbaus.
Die Siedlung Ickern-Ost liegt zwischen der Emscher und der Bundesautobahn A 2 (Oberhausen-Hannover) im Norden, der Stadtgrenze zum Stadtteil Mengede, Stadt Dortmund, im Osten, der Recklinghauser Straße und dem ehemaligen Gelände der Zeche Victor III/IV im Süden sowie der ehemaligen Zechenbahntrasse und der Vinckestraße im Westen.
Bereits in alten Karten ist der Verlauf der Recklinghauser Straße als „Landstraße“ in der Bauerschaft Ickern von Henrichenburg im Westen nach Mengede (Stadt Dortmund) im Osten dokumentiert. Landwirtschaftliche Strukturen aus dieser Zeit sind bis auf wenige Ausnahmen weitgehend verloren gegangen. Historische Karten weisen hier beidseitig der Emscher überwiegend Acker- und Weideflächen aus (Preußische Aufnahme, Urmesstischblatt, Blatt 4410, 1839).

Der Aufbau der Siedlung Ickern-Ost fällt in den Zeitraum nach 1920, nachdem im Jahre 1910 die Angliederung der beiden Zechen Victor III/IV und Ickern I/II an den Klöckner-Konzern vollzogen war, wodurch die Anlagen von Zechen und Hüttenwerken wirtschaftlich besser ausgelastet werden konnten. Ausschlaggebend war mit der Gründung des Verbundbergwerks Victor-Ickern unter der Klöckner AG seit 1921 die gemeinsame Koordination von Förderung und Produktion erreicht worden. Die Fördermengen konnten dadurch erheblich gesteigert werden.
Die Entwicklung der Zechenstandorte im Stadtteil Ickern rief eine hohe Beschäftigtenzahl und demzufolge eine starke Wohnungsnachfrage hervor, die durch die Gewerkschaft Victor gedeckt werden musste. Die Bebauung im Stadtteil Ickern gehört daher im Zusammenhang mit den Siedlungen in den Stadtteilen Rauxel, Bladenhorst und Habinghorst „zu einer der größten Agglomerationen von Bergarbeiter-Siedlungen des Ruhrgebietes“.
Der Erste Weltkrieg brachte zwischen 1914 und 1918 die Bautätigkeit nahezu zum Erliegen zumal, da die Belegschaften auf das Notwendigste reduziert und zahlreiche Bergleute als Soldaten eingezogen wurden. Ebenfalls ruhte in der Nachkriegszeit aufgrund der Reparationen an die alliierten Siegermächte und der anschließenden Inflation (= Geldentwertung) die bauliche Entwicklung.
„Grundlage für den ausgedehnten Wohnungsbau war der planmäßige Ankauf von Grundstücken, Kotten, Höfen und Gütern durch die Gewerkschaft Victor. Gleichzeitig beugte sie dadurch eventuellen Bergschadensforderungen fremder Eigentümer vor. Die Zeche wurde vor allem in Habinghorst und Ickern neuer Großgrundbesitzer“.

Die Entwicklung der Siedlung gliedert sich in folgende Abschnitte (siehe hierzu auch die Abbildung der Übersichtskarte der Siedlung):
Siedlungsbereich 1

Der Siedlungsbereich an der Lerchenstraße setzt sich aus mehreren Bauabschnitten zusammen. Bereits um 1920 war eine Baugruppe an der Nordseite der Lerchenstraße errichtet worden, die sich hier um eine kleinen, rechteckigen Platz gruppierte (Historika 25; Topographische Karte 1:25.00, Blatt 4410, Ausgabe 1927). Die Gebäude umfassten dort Haustypen als Doppelhäuser mit landwirtschaftlichem Nebenerwerb auf den tiefreichenden Grundstücken.

Siedlungsbereich 2
Zwischenzeitlich wurde 1920/1921 die Bebauung an der Heimstrasse (bis 1926 noch als „Kriegerheimstraße“ bezeichnet) entwickelt (Historika 25; Topographische Karte 1:25.00, Blatt 4410, Ausgabe 1921). Bauherrschaft war zum einen die Bergmannssiedlung Herne GmbH (gezeichnet Hesse) sowie die gemeinnützige Baugenossenschaft kriegsbeschädigter Bergleute der Gemeinde Ickern GmbH. Als Verfasser zeichnete hier der Architekt Otto Münnekehoff, Castrop. Dort war die Fürsorge des Staates und der Gewerkschaft Victor-Ickern gefordert, für ehemalige, aus dem Krieg heimkehrende Bergleuten und ihre Familien in einer „Kriegerheim-Siedlung“ eine dauerhafte Bleibe zu schaffen.
Die Wohnbebauung ist beidseitig auf die Straße bezogen und öffnet sich von Norden und von Süden Tor-artig zu einem rechteckigen Platz inmitten der Wohnanlage. Dieser ursprünglich freie Platz, an beiden Eingangsseiten mit Bäumen gefasst, nimmt inzwischen notwendige Stellplätze für Personenkraftwagen der Anlieger auf. Die ursprünglich einheitlich gestalteten Gebäude sind heute privatisiert und nach individuellem Geschmack der Eigentümer teilweise verändert und überformt. Die städtebauliche Form ist jedoch ablesbar erhalten geblieben.

Siedlungsbereich 3
Die weitere Bebauung auf der Ostseite der heutigen Lerchenstraße (bis 1926 noch als Lucknerstraße bezeichnet) für die Gewerkschaft Victor, Stickstoffwerke entstand 1927/1928 (Historika 25; Topographische Karte 1:25.00, Blatt 4410, Ausgabe 1939). Bauherr war die Gewerkschaft Victor (unterzeichnet Schmidtmann und Mrusek/Miram); Bauleiter war der Architekt Scholz von der Bauabteilung der Stickstoffwerke. Die Bebauung umfasste eine zweigeschossige Dreier-Hausgruppe von Meisterhäusern mit je 2 Wohnungen sowie 8 eingeschossige Doppelhäuser Arbeiterhäuser ebenfalls mit je 2 Wohnungen. Die Gebäude waren verputzt und hatten ein Satteldach mit Vollwalm. Die ansonsten traditionelle Gliederung der Fassaden weist an den Umrahmungen von Türen und Fenstern expressionistische Formen-Elemente aus Stuck auf. Die Bebauung gruppierte sich teilweise um einen als „Spielplatz“ bezeichnet Freifläche nordöstlich der Straße.
Nördlich davon schlossen sich Reihenhäuser mit Stilelementen des Expressionisnmus in Winkel-förmiger Anordnung um einen Spielplatz an.

Siedlungsbereich 4
Erst nach 1925 wurde die Siedlung Vinckestraße im Dreieck südöstlich der Trasse der Verbindungsbahn zur Zeche Ickern, an der Vinckestraße und an der Recklinghauser Straße mit eingeschossigen Doppelhäusern an lebhafter Bauflucht - noch dem Gartenstadtgedanken verbunden - erschlossen (Historika 25, Topographische Karte 1:25.000, Blatt 4410, Ausgabe 1927). Hierfür war der Baumeister und Architekt Emil Lickweg vom Baubüro der Gewerkschaft Victor verantwortlich.

Siedlungsbereich 5
Die Siedlung an der Straße „Am Beerenbruch“ liegt im Winkel südlich der Recklinghauser Straße und östlich des Deininghäuser Weges im Ortsteil Ickern (Historika 25; Topographische Karte 1:25.00, Blatt 4410, Ausgabe 1939).
Ein Teil der Bebauung ist um 1940 mit Angestellten- und Beamtenhäusern durch die Gewerkschaft Victor Stickstoff- und Benzinwerke Castrop-Rauxel in tradierten Formen als rechteckiger, zweigeschossiger Baukörper mit Walmdach sowie zeittypischen Materialien wie massives Mauerwerk mit Verputz und naturroter Ziegeldeckung errichtet worden.
Der Wiederaufbau von kriegszerstörten oder -beschädigten Gebäuden wie auch die Ergänzung an der Südseite durch einzelne Villen für leitende Angestellte erfolgte um 1950 in Anlehnung an die erhaltene Kubatur der Häuser und bewahrte dadurch das Erscheinungsbild der Siedlung. Diese wird weiterhin durch zwei Geschosse sowie ähnliche Gestalt, Größe und Dachform charakterisiert.
Die Erweiterung der bestehenden Siedlung und Schließung von Baulücken wurde 1999 durch einen niederländischen Bauunternehmer (deshalb wohl auch: „Niederländersiedlung“) durchgeführt. Die Planverfasser, die Architekten Sommer und Toepel, Erkrath zusammen mit dem Bauträger (KS Bauland GmbH, Marl) haben den vorgefundenen Maßstab der Reste der alten Siedlung für die Neubebauung berücksichtigt: Die überkommene Doppelhausstruktur ist heute gestalterisch durch Vierergruppen im Typus von Reihenhäusern übernommen worden.
Der vorbereitende und verbindliche Bebauungsplan der Stadt Castrop-Rauxel (Planverfasser Christoph Scholz, Stadt Castrop-Rauxel) von 1998 hat dafür die städtebaulichen und stadt-gestalterischen Anforderungen an eine Einfügung der Neubauten in die überkommene Baustruktur mit dem Bauherrn abgestimmt und abschließend mittels gestalterischer Festsetzungen im Bebauungsplan (zu Dachform und Dachausbau, Drempelhöhen und Dachaufbauten sowie Dachdeckungsmaterialien und -farben) formuliert.
Die Vervollständigung der durch hohe Grünanteile gekennzeichneten Siedlung in Ergänzung der vorhandenen Baustruktur hat heute ein zusammenhängendes, beispielhaftes Quartier mit erheblicher Wohnqualität in Nachbarschaft zum Naturschutzgebiet Beerenbruch und zu den Versorgungseinrichtungen im Ortsteil Ickern geschaffen.

Siedlungsbereich 6
Der Siedlungsbereich an den Straßen Herderstraße, Kleiststraße und Straße „Im Brand“ schloss alsbald die Lücke zwischen den beiden Siedlungsbereichen im Westen und im Osten. Diese Wohnsiedlung setzt sich aus zweigeschossigen Reihenhaustypen (Typ „Erin“) sowie Mehrfamilien-Haustypen (Typen „Essen“ und „Beeck“) zusammen. Die Haustypen gruppieren sich - bedingt durch den A-förmigen Grundstückszuschnitt - beidseitig der Straßen, die das Gebiet durch zwei „Schenkel“ und die verbindenden „Sprosse“ erschließen. Die Dächer der traufenständigen Gebäude zeigen ein geneigtes Satteldach mit Vollwalm; die Außenwände sind schlicht verputzt, die Hauseingänge der Mehrfamilienhäuser jedoch mit abgesetzten Klinkersteinen betont. Diese Gestaltung und die im Übrigen traditionellen Architekturformen mit „über Eck“ gesetzten Fenstern lassen diese Wohnanlage den 1920er Jahren des 20. Jahrhunderts zuordnen. Der Entstehungszeitraum lag jedoch erst um 1930/1931. Bauherr war vermutlich die Zeche Victor-Ickern; als Verfasser zeichnete die Westfälische Heimstätte, Dortmund (Verfasser: A. Wegner?/Saarbeck?). Die Bauleitung oblag der Ruhrbauabteilung der Westfälischen Heimstätte und der Rheinischen Wohnungsfürsorgegesellschaft, Essen.
Die Wohnanlage war axial in der Mitte mit einem Grünbereich durchzogen, der nach den vorliegenden Planungen einen kleinen Straßen-Platz im Nordosten, einen als „Grünfläche“ bezeichneten Aufenthaltsbereich und einen Kinderspielplatz im Südwesten aufnahm. Auf diesen Innenhof waren die Garten- bzw. Freiflächen zu den Häusern bezogen. Die Straßenräume von 15,0 Meter Breite waren jeweils unterteilt durch die Fahrbahn mit beidseitigen Gehwegen und Vorflächen sowie mit einer Baumreihe vor den Gebäuden im umschlossenen Innenbereich der Wohnanlage. Diese städtebauliche Gliederung ist auch heute weitgehend ablesbar erhalten geblieben. Die seinerzeitige, zusammenhängende Planung von Architektur und Freiraum wird nach wie vor spürbar und macht den hohen Wohnwert dieses Quartiers aus, wenn auch die Baumreihen heute teilweise ausgelichtet und Laubhecken nur noch an der Straße „Im Brand“ wiederzufinden sind.

Siedlungsbereich 7
In einem weiteren Siedlungsbereich bis 1930 endet der nördliche Teil der Heimstraße in einen U-förmigen Hof, der mit Mehrfamilien-Hausformen in Formen des Sozialen Wohnungsbaus der 1920er Jahre des 20. Jahrhunderts umschlossen wird (Historika 25; Topographische Karte 1:25.00, Blatt 4410, Ausgabe 1939).

Siedlungsbereich 8
Während des 2. Weltkrieges folgte 1939/1940 der Siedlungsbereich Damaschkestraße im Osten hart an der Stadtgrenze zu Dortmund. Bauherr war hier die Ruhrwohnungsbau AG, Dortmund, (gezeichnet ? und Runnerbach). Als Verfasser zeichnete der Architekt Friedrich Lessing, Dortmund. Die zweigeschossige Bebauung von Mehrfamilienhäusern, ebenfalls im Stil des Sozialen Wohnungsbaus der 1920er Jahre des 20. Jahrhunderts, mit geneigtem Satteldach folgt beidseitig der Straße von Südwesten nach Nordosten und ihrem rechtwinkeligen Knick südlich der Emscher nach Nordwesten (Historika 25; Topographische Karte 1:25.00, Blatt 4410, Ausgabe 1952). An den verputzten Gebäuden ist die Hauseingangs-Situation durch Klinker abgesetzt.
Die Straße wurde alsbald nach Adolf Damaschke (1865-1935), einem Sozialreformer und seit 1898 Gründer des Bundes Deutscher Bodenreformer, benannt. Diese Siedlung stellt - neben der Siedlung beidseitig der Uferstraße in Ickern-Nord - eine der wenigen dar, die während des Nationalsozialismus entstanden sind. Die Architekturformen schließen jedoch an die Formen der 20er Jahre an (siehe oben).
Die Nähe der Wohnsiedlungen zu den Zechenanlagen bedingte, dass im Luftkrieg des 2. Weltkriegs zwischen 1939 und 1945 zahlreiche Häuser durch Bombentreffer zerstört und in der Nachkriegszeit in neuen, veränderten Formen wieder aufgebaut wurden. Das überkommene vorstädtische Siedlungsbild ist dabei grundsätzlich gewahrt worden.

Siedlungsbereich 9
Die Bebauung an der Lerchenstraße für die Gewerkschaft Victor, Stickstoffwerke (Bauherr: gezeichnet Neufert?/Neufeld?; Verfasser: Bergmannssiedlung Bochum, Zweigniederlassung der Treuhandstelle im rheinisch-westfälischen Steinkohlebezirk, Essen) wurde 1954/1955 in ihrem südlichen Teil mit Reihenhäusern ergänzt.

Siedlungsbereich 10
Der Siedlungsbereich „Meisenhof“, Lerchenstraße Hausnummer 81, im Nordosten der Lerchenstraße umfasst heute die „Vollzugsanstalt Meisenhof“, die vordem das „Jugenddorf Meisenhof“ aufgenommen hatte.
„Um Neubergleute und vor allem junge Menschen als dringend benötigtem Nachwuchs attraktiv unterzubringen, entschloss sich die Klöckner AG seit 1951 zum Bau von zwei Jugenddörfern, zum einen des Evangelischen Christlichen Jugenddorfwerks Deutschlands verwalteten “Ruhrjugenddorfes Meisenhof„ und zum anderen der “Heimstatt Sankt Barbara„ der katholischen Heimstattbewegung , Straße “In der Wanne„.
Die Wohnanlage wurde nach und nach um mehrere parkartige Innenbereiche angeordnet, die von den Gebäuden eingefasst wurden. In einem ersten Bauabschnitt wurden 1952 im mittleren Teil des Areals sechs gleich große, zweigeschossige Lehrlingswohnhäuser für Wohngemeinschaften sowie nördlich davon ein eingeschossiges Wirtschaftsgebäude und Klubhaus an der Meisenstraße errichtet. Weitere drei zweigeschossige Wohnhäuser entstanden später im Westen (Historika 25; Topographische Karte 1:25.00, Blatt 4410, Ausgabe 1953 sowie Cramm, Karte S. 297). Die einzelnen Gebäude wurden nach den Namen von Bundesländern, ehem. Provinzen und Landschaften bezeichnet.

Siedlungsbereich 11
Bereits 1953/1954 wurden südöstlich des Lerchenwegs zusätzlich fünf zweigeschossige Häuser für Knappen erbaut. Dazu musste der nördliche Teil der Vorgänger-Siedlung beseitigt werden (Historika 25; Topographische Karte 1:25.00, Blatt 4410, Ausgabe 1953 und 1962).
Dort wurden Berglehrlinge nach Abschluss ihrer Ausbildung und auch Neubergleute (“Knappen„) bis zu einem Alter von 25 Jahren in Einzelzimmern innerhalb von Wohngemeinschaften untergebracht. Schon im Herbst 1953 war im Norden des Areals unter Mithilfe der jungen Bewohner in ihrer Freizeit ein Schwimmbecken gebaut worden. Im März 1954 kamen eine Turnhalle sowie nördlich der Emscher ein Sportplatz hinzu.
“Da die Heimstatt Sankt Barbara und das Ruhrjugenddorf Meisenhof immer weniger Nachwuchs hatten, schlossen sie sich 1961 aus wirtschaftlichen Gründen zusammen. Ihre endgültige Schließung erfolgte dann zum Ende des Jahres 1964„.
Seit 1968 wird die Anlage vom Land Nordrhein-Westfalen als Justizvollzugsanstalt im offenen Vollzug genutzt. Die neue Nutzung hat sich offensichtlich in die vorgefundenen Siedlungsstruktur einfügen lassen, so dass die ursprünglichen Formen weitgehend erhalten bleiben konnten. Lediglich die Gebäude an einem kleinen Platz im Südwesten sind zwischenzeitlich als private Wohnhäuser aus der Anlage ausgegliedert worden. Der städtebauliche Zusammenhang ist - abgesehen von den hohen Schutzgittern, die das Areal heute umgeben - weitgehend gewahrt.

Siedlungsbereich 12
Die Siedlungen wurden seit 1950 nördlich der Vinckestraße um verschiedene Mehrfamililen-Gebäude beidseitig der Amselstraße ergänzt. Der von Vinckestraße und Recklinghauser Straße sowie der Zechenbahn eingeschlossene Innenbereich wurde schließlich um die Reihenhaus-Gruppe am Vinckeweg aufgefüllt.

(LWL-Amt für Landschafts- und Baukultur, 2008)

Literatur

Bollerey, Franziska / Hartmann, Katharina (Bearb.) / Matzke, Sabine / Thelen, Urban (Mitarb.) (1978)
Siedlungen aus den Regierungsbezirken Arnsberg und Münster, Beitrag zu einem Kurzinventar (Dokumentation des Forschungsvorhabens "Wohnen und Arbeiten im Ruhrgebiet", Arbeitsschritt 1). (Dortmunder Arbeitshefte 8.) Greven.
Cramm, Tilo (2000)
Der Bergbau ist nicht nur eines Mannes Sache. Das Bergwerk Victor-Ickern in Castrop-Rauxel. Essen.
Czychi, Herbert (jun.) (1980)
Darstellung der Wohnsituation von Bergleuten in Wohnsiedlungen von 1900 bis 1945 unter besonderer Berücksichtigung des Wohnkomforts, dargestellt am Beispiel der Siedlung Ickern-Mitte der Gewerkschaft Victor/Ickern in Castrop-Rauxel. (Heimatblätter für Castrop-Rauxel und Umgebung; Ortsverband Castrop-Rauxel des Westfälischen Heimatbundes (Hrsg.), Jg. 31, 1980, H.1/2.) Castrop-Rauxel.
Landesvermessungsamt NRW (Hrsg.) (2005)
HistoriKa 25. Historische topographische Karten des heutigen Nordrhein-Westfalen im Wandel der Zeit. Bonn.
Landesvermessungsamt NRW (Hrsg.) (1842)
Uraufnahme, Urmesstischblatt Blatt 4410. Bonn-Bad Godesberg.
Reichsverband der Adressbuchverleger (Hrsg.) (1935)
Adressbuch der Stadt Castrop-Rauxel 1935. Bochum.
Stadt Castrop-Rauxel (Hrsg.) (1967)
Castrop-Rauxel. Entwicklung einer Stadt im westfälischen Ruhrgebiet. Castrop-Rauxel.
(1998)
Begründung zum Bebauungsplan "Am Beerenbruch". Castrop-Rauxel.
(1972)
Knaur Lexikon A-Z (Droemer-Knaur). München.

Siedlung im Bereich der Recklinghauser Straße in Ickern-Ost

Schlagwörter
Straße / Hausnummer
Recklinghauser Straße
Ort
Castrop-Rauxel - Ickern
Fachsicht(en)
Kulturlandschaftspflege
Erfassungsmaßstab
i.d.R. 1:25.000 (kleiner als 1:20.000)
Erfassungsmethode
Literaturauswertung
Historischer Zeitraum
Beginn 1920
Koordinate WGS84
51° 35′ 6,93″ N, 7° 20′ 54,15″ O / 51.58526°, 7.34838°
Koordinate UTM
32U 385573.86 5716203.35
Koordinate Gauss/Krüger
2593497.93 5717620.36

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„Siedlung im Bereich der Recklinghauser Straße in Ickern-Ost”. In: KuLaDig, Kultur.Landschaft.Digital. URL: https://www.kuladig.de/Objektansicht/A-P363N504-20090504-09 (Abgerufen: 19. November 2017)
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