Nördlich der Durchgangsstraße liegt die ehemalige Purder Mühle, zwischen 1836 und 1857 als Frucht- und Knochenmühle errichtet. Ihr vorgelagert sind der lang gezogene Obergraben und Stauteich, die parallel zur nördlichen Zufahrtsstraße nach Purd verlaufen. Sie führen noch Wasser und werden vom Purder Bach gespeist. Kurz vor der Mühle besteht ein Abfluss in den Purder Bach. Bereits im letzten Viertel des 19. Jahrhundert wurde auch eine Bäckerei betrieben. Zu der Mühle gehörte eine Landwirtschaft. Stall und Scheune sind 1932 abgebrannt. Neben dem Wasserrad soll eine Dampfmaschine betrieben worden sein, die in einem nicht mehr vorhandenen Anbau untergebracht war. Das Wohnhaus, in dessen Keller die Bäckerei lag und der Anbau, in dessen Keller die Mühle war, sind erhalten. Vermutlich in den 30ern wurde das Wasserrad durch eine Turbine ersetzt. Bis in die 50er Jahre des 20. Jahrhundert wurden neben der Bäckerei 4 Mühlgänge betrieben: Roggenmühle, Weizenmühle, Knochenmühle und Klauenmühle. Die Klauenmühle wurde Anfang der 1960er Jahre eingestellt. Die Turbine ist noch vorhanden.
(LVR-Fachbereich Umwelt, 2008)
Literatur
Paffrath, Arno (1984)
Die Mühlen- und Fabrikanlagen im Raume Hückeswagen. In: Jahr, Lutz (Hrsg.): Stadt Hückeswagen (Hrsg.): 900 Jahre Hückeswagen, S. 131-199. S. 196, Hückeswagen.
Der hier präsentierte Inhalt ist urheberrechtlich geschützt. Die angezeigten Medien unterliegen möglicherweise zusätzlichen urheberrechtlichen Bedingungen, die an diesen ausgewiesen sind.
Möchten Sie dieses Objekt in der Kuladig-App öffnen?
Wir verwenden Cookies
Dies sind zum einen technisch notwendige Cookies,
um die Funktionsfähigkeit der Seiten sicherzustellen. Diesen können Sie nicht widersprechen, wenn
Sie die Seite nutzen möchten. Darüber hinaus verwenden wir Cookies für eine Webanalyse, um die
Nutzbarkeit unserer Seiten zu optimieren, sofern Sie einverstanden sind. Mit Anklicken des Buttons
erklären Sie Ihr Einverständnis. Weitere Informationen finden Sie auf unserer Datenschutzseite.