Kleinzeche Voßhege, Stollenmundloch in Heisingen

Schlagwörter:
Fachsicht(en): Kulturlandschaftspflege, Archäologie, Denkmalpflege
Gemeinde(n): Essen (Nordrhein-Westfalen)
Kreis(e): Essen (Nordrhein-Westfalen)
Bundesland: Nordrhein-Westfalen
  • Stollenmundloch der Zeche Voßhege in Essen

    Stollenmundloch der Zeche Voßhege in Essen

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    Stollenmundloch der Zeche Voßhege in Essen

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  • Eintragungsblatt  Untere Denkmalbehörde Essen Stollenmundloch Voßhege

    Eintragungsblatt Untere Denkmalbehörde Essen Stollenmundloch Voßhege

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Die Kleinzeche Voßhege (auch Voßhegge, Vosshecke) betrieb seit der Zeit um 1800 Stollenabbau in den Flözen Angelika und Dickebank. 1871 konsolidierte sie mit Zeche Flor und Flörchen. 1947 geht sie erneut in Betrieb, wie so viele Kleinzechen nach dem Zweiten Weltkrieg. Neu gebaut wird das Stollenmundloch. 1950 stillgelegt, wurde er 1951 wieder aufgenommen. Mit 115 Bergleuten förderte sie damals 13.725 Tonnen Kohle. Bereits 1952 folgte die endgültige Stilllegung.

Das gut erhaltene und restaurierte Stollenmundloch wurde zusammen mit der Situation vor dem Stollenmundloch restauriert. Erhalten sind die Schienen, die aus dem Stollen heraus führen, darauf steht ein Rungenwagen für den Transport von Material. Die Restaurierungsarbeiten wurden hauptsächlich von Auszubildenden der Gesteins- und Tiefbau GmbH in Recklinghausen durchgeführt, die Anlage wird vom Ruhr Museum Essen betreut.
Die im Bereich der Geologischen Wand aufgeschlossenen Ablagerungen des Flözführenden gehören zu den „Bochumer Schichten“. Diese bildeten die Grundlage für die Kohlenförderung im Revier: Sie haben den höchsten Kohleanteil, besitzen die größten Vorräte und die Fettkohle ist für die Kokserzeugung (verwendet bei der Erzbearbeitung) am besten geeignet. Die Schichtenabfolge im Bereich der Zeche Voßhege ist folgende: Als unterstes Flöz ist das nicht bauwürdige Flöz Dünnebank freigelegt. Darüber liegen dunkle Tonsteine und Siltsteine, die zu helleren Sandsteinen überleiten. Darüber befindet sich das Flöz Dickebank, wie der Name sagt, das mächtigste in diesem Abschnitt. Dieses über 2 Meter starke Band wurde zunächst durch die Zeche Voßhege im Stollenbetrieb, später durch die Zeche Wasserschneppe im Tiefbau fast ganz abgebaut. Über Flöz Dickebank liegen ein mächtiges Sandsteinpaket und das Flöz Angelika, das mit 0,65 Metern Mächtigkeit ebenfalls von der Zeche Voßhege teilweise abgebaut wurde. Darüber liegen noch die nicht abbauwürdigen Flöze Karoline, Luise und Helene.

Die beiden Stollenmundlöcher Wasserschnepfe und Voßhege sind eingetragene Baudenkmäler (Essen, BauD lfd. Nr. 58, Eintragungstext siehe PDF-Datei in der Mediengalerie).

(LVR-Amt für Denkmalpflege im Rheinland, LVR-Amt für Bodendenkmalpflege im Rheinland, 2010)

Quelle
D. E. Meyer, Text der Erläuterungstafel am Stollenmundloch Zeche Voßhege.

Literatur

Hermann, Gertrude / Hermann, Wilhelm (2003)
Die alten Zechen an der Ruhr (5. völlig neu bearbeitete und erweiterte Auflage). S. 215, Königstein im Taunus.
Rabas, Karlheinz / Rubach, Karl Albert (2008)
Bergbauhistorischer Atlas für die Stadt Essen. Werne.

Kleinzeche Voßhege, Stollenmundloch in Heisingen

Schlagwörter
Gesetzlich geschütztes Kulturdenkmal
Ortsfestes Bodendenkmal gem. § 3 DSchG NW
Fachsicht(en)
Kulturlandschaftspflege, Archäologie, Denkmalpflege
Erfassungsmaßstab
i.d.R. 1:5.000 (größer als 1:20.000)
Erfassungsmethode
Geländebegehung/-kartierung
Historischer Zeitraum
Beginn 1947, Ende 1952
Koordinate WGS84
51° 23′ 56,77″ N, 7° 04′ 32,08″ O / 51.3991°, 7.07558°
Koordinate UTM
32U 366131.45 5695965.49
Koordinate Gauss/Krüger
2574895.63 5696596.75

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„Kleinzeche Voßhege, Stollenmundloch in Heisingen”. In: KuLaDig, Kultur.Landschaft.Digital. URL: https://www.kuladig.de/Objektansicht/A-KL-20090806-0001 (Abgerufen: 17. November 2017)
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