Mintrop-Hof in Burgaltendorf

Schlagwörter:
Fachsicht(en): Kulturlandschaftspflege
Gemeinde(n): Essen (Nordrhein-Westfalen)
Kreis(e): Essen (Nordrhein-Westfalen)
Bundesland: Nordrhein-Westfalen
Der Name Mintrop ist in dieser Gegend bereits seit dem 11. Jahrhundert urkundlich belegt und reicht damit zurück zu den Anfängen der Besiedlung um Burg Altendorf. Die erste urkundliche Erwähnung des Hofes ist hingegen erst aus dem Jahr 1486 bekannt. Die Bauernfamilie Mintrop gehörte zu den bedeutendsten in der Gegend. Das Stammgut befand sich in Burgaltendorf, weitere 25 Höfe gehörten ebenfalls zu ihrem Eigentum. Die Hofbesitzer waren häufig Ortsvorsteher. Außerdem waren sie schon im 17. Jahrhundert des Schreibens kundig, was in dieser Zeit selten bei Bauern vorkam.

Auf Grundlage der Karte von Honigmann/Vogelsang aus den Jahren 1803/06 wurde das Hofgelände abgegrenzt, das sich in der heutigen Straße „In den Höfen“ befand. Die Aufsitzer des Hofes waren Leibeigene des Hauses Altendorf. Sie schienen jedoch eine besondere Stellung unter den abhängigen Höfen eingenommen zu haben. Im Güterverzeichnis des Hauses Altendorf von 1605 ist beispielsweise vermerkt, dass der Mintrop-Hof unter den diesen Herren abgabepflichtigen Höfen auf der Ruhrhalbinsel der einzige war, der Weizen anbaute. Das Familienwappen verweist darauf. Die Aufhebung der Lehnsherrschaft und damit der Leibeigenschaft erfolgte in der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts. Bis 1967 wurde Landwirtschaft betrieben. In diesem Jahr fielen Hof- und Stallgebäude einem Brand zum Opfer. Der Hof, zuletzt um 1860 neu errichtet, wurde jedoch nicht wieder aufgebaut. Die Familie Mintrop errichtete daraufhin 1969 ein Hotel am Ende des Schwarzensteinweges. Damit wird gewissermaßen eine Tradition des Hofes weitergeführt. Denn schon 1654 wurde in einem Schriftstück über den Hof Mintrop vermerkt: „ist eine Herberg“.

Darüber hinaus waren die Mintrops schon mindestens seit dem 18. Jahrhundert im Bergbau tätig. So geht aus einer Urkunde aus dem Jahr 1755 hervor, dass Bauer Mintrop Gewerke der Zechen „Schruterbernd“ sowie „Sackberg“ und sein Sohn Schichtmeister der erstgenannten waren.

Bedeutende Persönlichkeiten gingen aus der Familie hervor: Theodor Mintrop, berühmter Maler der Romantik; Ludger Mintrop, Geophysiker und Professor; Heinrich Mintrop, unter anderem Gemeindevorsteher Burgaltendorfs und Gründungsmitglied der „Altendorfer Ziegelei- und Steinbruch-Betriebe“ sowie Wilhelm Mintrop, der sich als Gemeindevorsteher und in anderen Positionen sehr verdient um seinen Heimatort Burgaltendorf gemacht hat.

(LVR-Fachbereich Umwelt, 2009)

Quelle
http://www.hotel-mintrop.de (Abgerufen: 17.07.2009)

Literatur

Heimat- und Burgverein Essen-Burgaltendorf e.V. (Hrsg.) (2000)
Burgaltendorf Bauerschaft und Bergrevier. Die Geschichte der Burgaltendofer Höfe, Kotten und Bergwerke, Band 3. S. 55/56, 23, Essen.

Mintrop-Hof in Burgaltendorf

Schlagwörter
Fachsicht(en)
Kulturlandschaftspflege
Erfassungsmaßstab
i.d.R. 1:5.000 (größer als 1:20.000)
Erfassungsmethode
Auswertung historischer Karten, Literaturauswertung
Historischer Zeitraum
Beginn 1486, Ende nach 1967
Koordinate WGS84
51° 25′ 7,28″ N, 7° 07′ 31,2″ O / 51.41869°, 7.12533°
Koordinate UTM
32U 369648.05 5698053.65
Koordinate Gauss/Krüger
2578324.69 5698827.64

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„Mintrop-Hof in Burgaltendorf”. In: KuLaDig, Kultur.Landschaft.Digital. URL: https://www.kuladig.de/Objektansicht/A-KL-20090318-0004 (Abgerufen: 27. März 2017)
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