Bedeutsamer Kulturlandschaftsbereich Monschauer Land (KLB 28.02)

Schlagwörter:
Fachsicht(en): Kulturlandschaftspflege, Archäologie, Denkmalpflege, Raumplanung
Gemeinde(n): Monschau, Simmerath
Kreis(e): Städteregion Aachen
Bundesland: Nordrhein-Westfalen
  • Perlenbachtal bei Monschau (2010)

    Perlenbachtal bei Monschau (2010)

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  • Die sich freischwebend durch drei Stockwerke schwingende Treppe im "Roten Haus" in Monschau. Ein Meisterwerk der Holzbaukunst im früheren Wohn- und Geschäftshaus der Tuchmacherfamilie Scheibler (2015).

    Die sich freischwebend durch drei Stockwerke schwingende Treppe im "Roten Haus" in Monschau. Ein Meisterwerk der Holzbaukunst im früheren Wohn- und Geschäftshaus der Tuchmacherfamilie Scheibler (2015).

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  • Das Wohn- und Geschäftshaus der Tuchmacherfamilie Scheibler, das "Rote Haus" in Monschau (2015). Links dabeben die von der Familie Scheibler gestiftete evangelische Pfarrkirche von 1787-1789 und im Hintergrund die Ruinen der Befestigungsanlage "Haller".

    Das Wohn- und Geschäftshaus der Tuchmacherfamilie Scheibler, das "Rote Haus" in Monschau (2015). Links dabeben die von der Familie Scheibler gestiftete evangelische Pfarrkirche von 1787-1789 und im Hintergrund die Ruinen der Befestigungsanlage "Haller".

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  • Flurhecke bei Monschau-Höfen (2007).

    Flurhecke bei Monschau-Höfen (2007).

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Die Besonderheit des Gebietes liegt in dem Zweiklang aus dem tief eingeschnittenen Rurtal mit der historischen Tuchmacherstadt Monschau und seiner industriellen Prägung sowie den landwirtschaftlich genutzten Höhen mit ihrer charakteristischen Siedlungs- und Heckenlandschaft - beide von außerordentlich guter Erhaltung, atmosphärischer Wirkung und unmittelbarer Erlebbarkeit.

Monschau, zurückgehend auf eine strategisch errichtete Burganlage aus dem 12. Jahrhundert, ist im 17. bis 19. Jahrhundert ein bedeutender Tuchmacherort gewesen, ablesbar an den Fabrikationsetagen in den historischen Patrizierhäusern, den Resten industrieller Textilfabriken und den mit Bruchsteinmauern terrassierten Hängen. Weiterhin befinden sich im Tal der Rur mit seinen bewaldeten Hängen Schiefersteinbrüche, Mühlen und Relikte der Eisenproduktion. Auf den Höhen liegen die auf Einzelhöfe zurückgehenden Streusiedlungen mit regionalspezifischen Hof- und Hausformen (Eifelhäuser mit Bruchstein und Fachwerkkonstruktion) und Dörfer mit historischen Ortsbildern und weithin sichtbaren Pfarrkirchen. Ein zentrales Kulturlandschaftselement sind die Hecken, die als Haushecken (geschätzte Anzahl 900 mit insgesamt ca. 25 km Länge) die Gebäude vor Witterungseinflüssen schützen und als Flurhecken (insgesamt ca. 460 km) die offene Wiesen- und Weidenlandschaft gliedern.

Ein besonderes Ensemble bildet das Gut Reichenstein, welches, eingebettet in eine Klosterlandschaft mit Fischteichen, Mühlen, Kirch- und Pilgerpfaden sowie Kapellen, in einzigartiger Weise die historische Nutzungsabfolge Burg-, Kloster-, Landgut ablesbar macht und ein bedeutendes Bodendenkmal ist.

Zwischen Höfen und Imgenbroich verläuft ein Teilstück des Westwalls.

Teile des Kulturlandschaftsbereiches sind landesbedeutsam.

Spezifische Ziele und Leitbilder:
  • Erhalt von Stadt und Burg Monschau;
  • Aufrechterhaltung der Heckenpflege;
  • Bewahrung der historischen Nutzungsmuster;
  • Erhalt des offenen Landschaftscharakters;
  • Bewahren der Maßstäblichkeit.
Aus: Landschaftsverband Westfalen-Lippe und Landschaftsverband Rheinland (Hrsg.): Kulturlandschaftlicher Fachbeitrag zur Landesplanung in Nordrhein-Westfalen. Münster, Köln. 2007

Internet
Erhaltende Kulturlandschaftsentwicklung in NRW (Abgerufen: 13.11.2015)

Literatur

Landschaftsverband Westfalen-Lippe; Landschaftsverband Rheinland (Hrsg.) (2007)
Erhaltende Kulturlandschaftsentwicklung in Nordrhein-Westfalen. Grundlagen und Empfehlungen für die Landesplanung (Kulturlandschaftlicher Fachbeitrag zur Landesplanung in Nordrhein-Westfalen / Fachgutachten zum Kulturellen Erbe in der Landesplanung). S. 91, Münster, Köln.

Bedeutsamer Kulturlandschaftsbereich Monschauer Land (KLB 28.02)

Schlagwörter
Fachsicht(en)
Kulturlandschaftspflege, Archäologie, Denkmalpflege, Raumplanung
Erfassungsmaßstab
i.d.R. 1:25.000 (kleiner als 1:20.000)
Erfassungsmethode
Literaturauswertung
Historischer Zeitraum
Beginn 2001
Koordinate WGS84
50° 33′ 15,93″ N, 6° 15′ 21,18″ O / 50.55442°, 6.25588°
Koordinate UTM
32U 305622.3 5603872.94
Koordinate Gauss/Krüger
2518178.01 5602110.57

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„Bedeutsamer Kulturlandschaftsbereich Monschauer Land (KLB 28.02)”. In: KuLaDig, Kultur.Landschaft.Digital. URL: https://www.kuladig.de/Objektansicht/A-EK-20080730-0167 (Abgerufen: 24. September 2017)
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