Bedeutsamer Kulturlandschaftsbereich Kottenforst (KLB 26.04)

Schlagwörter:
Fachsicht(en): Kulturlandschaftspflege, Archäologie, Denkmalpflege, Raumplanung
Gemeinde(n): Alfter, Bonn, Bornheim (Nordrhein-Westfalen), Meckenheim (Nordrhein-Westfalen), Rheinbach, Swisttal, Wachtberg
Kreis(e): Bonn, Rhein-Sieg-Kreis
Bundesland: Nordrhein-Westfalen
  • Das Jägerhäuschen im Kottenforst im Sommer 2013

    Das Jägerhäuschen im Kottenforst im Sommer 2013

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  • Der Kottenforst auf einem Ausschnitt der historischen Karte von Tranchot / von Müffling, 1801-1828. Zentral im Norden ist Röttgen und im Süden Villich zu erkennen, ferner das zentralistisch angelegte Wegesystem (2013)

    Der Kottenforst auf einem Ausschnitt der historischen Karte von Tranchot / von Müffling, 1801-1828. Zentral im Norden ist Röttgen und im Süden Villich zu erkennen, ferner das zentralistisch angelegte Wegesystem (2013)

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Der Kottenforst ging im 16. Jahrhundert in den Besitz der Kölner Erzbischöfe über und ist bis heute durch seinen Ausbau zum Jagdrevier unter Clemens August geprägt. Für die Parforcejagd wurden ein gut ausgebautes Wegenetz, welches weitgehend erhalten ist, sowie Entwässerungsmaßnahmen in dem staunassen Gelände notwendig. Daneben finden sich sichtbare Überreste mehrerer römischer Übungslager der in Bonn stationierten Truppen und zahlreiche Kleinelemente wie Wegekreuze und Gedenksteine, die zum Teil ebenfalls als Orientierungspunkte bei der Jagd dienten. Hinzu kommen Pferdewechselstationen. Besondere Erwähnung verdient die als „Eiserner Mann“ bekannte Grenzmarkierung, die vermutlich auf den Altgrafen Werner von Salm-Reifferscheidt (1545-1629) zurückgeht und, inmitten eines Wegesterns gelegen, ein beliebtes Ausflugsziel ist. Überliefert sind Relikte der historischen Waldnutzung wie Hudewaldreste mit Kopfbuchen, Wölbäcker, Obstwiesen aber auch Baulichkeiten der Forstverwaltung wie Schönwaldhaus in Villiprott. Kennzeichnend sind für den Kottenforst zahlreiche Kleinelemente wie Wegekreuze, Erinnerungssteine, Gedenkbäume und Markierungen.

Nach 1814 begann unter Preußen die Zeit der staatlich geführten Forstwirtschaft für den Kottenforst.

Im Marienforster Tal findet sich das einzige Chalzedonvorkommen des Rheinlandes, welches im Jungpaläolithikum als Rohstoffquelle für die Produktion von Steingeräten mit überregionaler Fundverbreitung diente.

Im Marienforster Tal bei Bad Godesberg liegt das Gut Marienforst, ein ehemaliges Prämonstratenser-Nonnenkloster aus dem 13. Jahrhundert, seit 1450 Brigittenkloster.

Spezifische Ziele und Leitbilder:
  • Bodenschonende Waldbewirtschaftung
Aus: Landschaftsverband Westfalen-Lippe und Landschaftsverband Rheinland (Hrsg.): Kulturlandschaftlicher Fachbeitrag zur Landesplanung in Nordrhein-Westfalen. Münster, Köln. 2007

Internet
Erhaltende Kulturlandschaftsentwicklung in NRW (Abgerufen: 03.11.2015)

Literatur

Landschaftsverband Westfalen-Lippe; Landschaftsverband Rheinland (Hrsg.) (2007)
Erhaltende Kulturlandschaftsentwicklung in Nordrhein-Westfalen. Grundlagen und Empfehlungen für die Landesplanung (Kulturlandschaftlicher Fachbeitrag zur Landesplanung in Nordrhein-Westfalen / Fachgutachten zum Kulturellen Erbe in der Landesplanung). S. 90, Münster, Köln.

Bedeutsamer Kulturlandschaftsbereich Kottenforst (KLB 26.04)

Schlagwörter
Fachsicht(en)
Kulturlandschaftspflege, Archäologie, Denkmalpflege, Raumplanung
Erfassungsmaßstab
i.d.R. 1:25.000 (kleiner als 1:20.000)
Erfassungsmethode
Literaturauswertung
Historischer Zeitraum
Beginn 2001
Koordinate WGS84
50° 40′ 54,81″ N, 7° 02′ 9,69″ O / 50.68189°, 7.03603°
Koordinate UTM
32U 361253.88 5616290.91
Koordinate Gauss/Krüger
2573265.7 5616771.07

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„Bedeutsamer Kulturlandschaftsbereich Kottenforst (KLB 26.04)”. In: KuLaDig, Kultur.Landschaft.Digital. URL: https://www.kuladig.de/Objektansicht/A-EK-20080730-0150 (Abgerufen: 27. Juni 2017)
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