Evangelisch-lutherische Kirche an der Hohenfuhrstraße

Schlagwörter:
Fachsicht(en): Denkmalpflege
Gemeinde(n): Radevormwald
Kreis(e): Oberbergischer Kreis
Bundesland: Nordrhein-Westfalen
Einfacher tonnengewölbter Saalbau von 1804 mit Dachreiter über dem verschieferten Westgiebel und dreiseitig umlaufender Empore im Innern. Der aus der ehem. Kreuzherrenkirche in Düsseldorf stammende Orgelprospekt von 1772 mit den bekrönenden Figuren König Davids und zweier Engel wurde 1804 mit Altar und Kanzel zu einem typisch bergischen Aufbau zusammengefügt. Bau und Ausstattung gründlich restauriert seit 1963.

Der einfache tonnengewölbte Saalbau mit niedrigem Sakristeianbau auf der Ostseite wurde 1803-1805 als dritter Bau an dieser Stelle von den Baumeistern Schmale, Lambach und Isenburger errichtet, nachdem der Vorgängerbau beim Stadtbrand 1802 weitgehend zerstört worden war. Die Kirche hat ein im Osten abgewalmtes Mansarddach mit je drei rundbogigen Dachgaupen auf den Langseiten. Das Dach setzt über einem profiliertem Gesims an. Dieses Gliederungselement wird im Inneren wiederholt und markiert dort den Gewölbeansatz. Über dem Westgiebel erhebt sich ein Dachreiter, bekrönt von einer Welschen Haube mit offener Laterne, die ihrerseits eine spitz ausgezogene Welsche Haube trägt. Große rundbogige Fenster gliedern den Außenbau an allen Seiten, je vier auf den Langseiten und zwei auf jeder Schmalseite. An den Schmalseiten - den Giebelseiten - nimmt im Westen der Eingang mit massivem Vorbau und ovalem Fenster darüber die Mitte ein, im Osten der Sakristeianbau mit geschweiftem Dach. Auf der Ost- und der Westseite sind die Fensterachsen um ein Rundfenster über den Rundbogenfenstern ins Giebelfeld hinein erweitert. Im Westen ist das Giebelfeld ab dem Dachknick verschiefert.

Im Inneren läuft eine einfache, von kompositen Säulen getragene Empore auf drei Seiten um. Im Westen erhebt sich darüber noch ein weiteres Emporengeschoss. Den Raum dominieren die Prinzipalstücke auf der Ostseite. Eine raumgreifende Vier-Säulenstellung mit geschwungenem, über Kanzel und Altarblock baldachinartig vorspringendem Gebälk trägt die Orgel. Der Orgelprospekt von 1772 mit den bekrönenden Figuren König Davids und zweier Engel stammt aus der Kreuzherrenkirche in Düsseldorf und wurde 1804 mit Altar und Kanzel zu einem typisch bergischen Aufbau zusammengefügt. 1963 fand eine gründliche Restaurierung von Bau und Ausstattung statt.

Das Objekt Evangelisch-lutherische Kirche an der Hohenfuhrstraße ist ein eingetragenes Baudenkmal (Denkmalliste Radevormwald, laufende Nr. 37, Eintragungstext siehe PDF-Datei in der Mediengalerie).

(LVR-Amt für Denkmalpflege im Rheinland, 2008)

Evangelisch-lutherische Kirche an der Hohenfuhrstraße

Schlagwörter
Gesetzlich geschütztes Kulturdenkmal
Ortsfestes Denkmal gem. § 3 DSchG NW
Fachsicht(en)
Denkmalpflege
Erfassungsmaßstab
i.d.R. 1:5.000 (größer als 1:20.000)
Erfassungsmethode
Auswertung historischer Karten, Geländebegehung/-kartierung, Archivauswertung
Historischer Zeitraum
Beginn 1803 bis 1805
Koordinate WGS84
51° 12′ 12,87″ N, 7° 21′ 21,65″ O / 51.20358°, 7.35601°
Koordinate UTM
32U 385150.99 5673748.02
Koordinate Gauss/Krüger
2594813.05 5675168.87

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„Evangelisch-lutherische Kirche an der Hohenfuhrstraße”. In: KuLaDig, Kultur.Landschaft.Digital. URL: https://www.kuladig.de/Objektansicht/A-EJS-20081016-0005 (Abgerufen: 12. Dezember 2017)
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