Karmelitinnenkirche in Stoppenberg

Stiftskirche / Karmel Maria in der Not

Schlagwörter:
Fachsicht(en): Archäologie, Denkmalpflege
Gemeinde(n): Essen (Nordrhein-Westfalen)
Kreis(e): Essen (Nordrhein-Westfalen)
Bundesland: Nordrhein-Westfalen
  • Essen, Karmelitinnenkirche in Stoppenberg. Blick auf den südlichen Turm des Westwerkes (2017)

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  • Essen, Karmelitinnenkirche in Stoppenberg. Blick auf die Südseite (2017)

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  • Essen, Karmelitinnenkirche in Stoppenberg. Blick in die Kapelle (2017)

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  • Essen, Karmelitinnenkirche in Stoppenberg. Blick auf das Kreuzrippengewölbe in der Kapelle des 14./15. Jahrhunderts (2017)

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  • Essen, Karmelitinnenkirche in Stoppenberg. Blick auf das nördliche Langhausjoch (2017)

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  • Essen, Karmelitinnenkirche in Stoppenberg. Blick auf die nördliche Wand des Chorraums (2017)

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  • Essen, Karmelitinnenkirche in Stoppenberg. Blick in den Chorraum (2017)

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  • Essen, Karmelitinnenkirche in Stoppenberg. Blick in das Langhaus und den Chorraum (2017)

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  • Essen, Karmelitinnenkirche in Stoppenberg. Blick auf die Nordseite mit modernem Anbau und ehemaligem Klostergebäude (2017)

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  • Essen, Karmelitinnenkirche in Stoppenberg. Ehemaliges Klostergebäude südlich der Kirche (2017)

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  • Essen, Karmelitinnenkirche in Stoppenberg. Blick auf die Ostseite mit der halbrunden Apsis (2017)

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  • Essen, Karmelitinnenkirche in Stoppenberg. Erläuterungstafel (2017)

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  • Essen, Karmelitinnenkirche in Stoppenberg. Blick auf die Südseite (2017)

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Die Stoppenberger Karmelitinnenkirche steht auf einer markanten Anhöhe innerhalb des Klosters, ehemals Damenstiftskirche St. Nikolaus. Eine Kirche auf dem Stoppenberg wird von der Äbtissin Swanhild von Essen gestiftet, 1074 durch Erzbischof Anno von Köln geweiht.

Im 12. Jahrhundert wird bei der Kirche ein Prämonstratenserkloster gegründet, das ursprünglich wohl ein Doppelkloster war. Im 13. Jahrhundert nur noch von Nonnen besetzt, wird es im 15. Jahrhundert in ein Damenstift umgewandelt. Das Stift wird 1803 aufgehoben, die Stiftsgebäude auf Abbruch verkauft. 1965 wird bei der Kirche ein Karmelitinnenkloster errichtet, das Gotteshaus dient dem dort ansässigen Frauenorden der unbeschuhten Karmelitinnen von „Maria in der Not“ als Kirche.

Die dreischiffige, ursprünglich gewölbte Pfeilerbasilika aus Bruchsteinmauerwerk datiert um die Mitte des 12. Jahrhundert – wohl aus dem Umbau des Gründungsbaus von 1074 – entstanden. Zwei Langhausjoche im gebundenen System mit Dreiergruppen von Fenstern im östlichen Joch, das quadratische Chorhaus und die halbrunde Apsis mit einfacher Außengliederung durch Lisenen und Rundbogenfries. Von den beiden Westtürmen ist nur der quadratische Turm über dem Westjoch des südlichen Seitenschiffs zur Ausführung gekommen, der mit einer gotisierenden Schieferpyramide des 17. Jahrhundert gedeckt ist; die Ansätze des nördlichen Turms sind über dem Seitenschiffgewölbe erhalten. In der 1. Hälfte des 13. Jahrhundert fügte man dem Mittelschiff zwecks Erweiterung der Nonnenempore, die ursprünglich nur das Halbjoch zwischen den Türmen einnahm – nach Westen ein weiteres Halbjoch hinzu. Die auf der Nordseite des Chors angebaute kreuzrippengewölbte Kapelle aus einem Joch und 5/8-Schluss datiert 14./15. Jahrhundert.

Im 17. Jahrhundert wird der gesamte Bau mit mächtigen Strebepfeilern abgestützt, das Langhaus mit abgewalmtem Satteldach und kleinem Dachreiter geschlossen, die Fensterformen zum Teil verändert und dem südlichen Seitenschiffportal ein steinerner Windfang mit Schweifdach vorgelegt.

Beim Wiederaufbau nach Kriegszerstörung wird der Außenbau in den alten Formen wiederhergestellt. Im Inneren ist das Kreuzgratgewölbe der Seitenschiffe erneuert, die zerstörten Kreuzgewölbe in Schiff und Altarhaus aber durch eine Flachdecke ersetzt, da die Statik der Kirche durch Bergbau gefährdet ist. Die nach Kriegszerstörung wiederhergestellte steinerne Nonnenempore 15. Jahrhundert, mit vier Kreuzgratgewölben über Mittelstütze; von dem romanischen Emporeneinbau stammt noch der vordere Mittelpfeiler her.

Der um die Mitte des 12. Jahrhundert entstandene Kirchenbau gehört zu den frühesten Gewölbebasiliken des Rheinlandes (siehe Knechtsteden, Steinfeld, Brauweiler), die Westlösung mit Zweiturmfassade und Empore findet sich etwa gleichzeitig bei den ehem. Damenstiftskirchen in Köln-Dünnwald und in Merten an der Sieg wieder.

Romanischer Taufstein des 12. Jahrhundert. Das runde, mit vier Eckköpfen belegte Becken auf Mittelzylinder und vier Ecksäulen. Unter der Westempore ein Bossenkapitell mit doppeltem Kranz fleischiger Blätter eingemauert, das wahrscheinlich noch vom Gründungsbau des späten 11. Jahrhundert herstammt.

Eine historische Karte im Hauptstaatsarchiv Düsseldorf von 1821 zeigt den Zustand zu dieser Zeit.

Die Karmeliterkirche ist eingetragenes Bau- und Bodendenkmal (Essen BauD lfd. Nr. 48, BodD lfd. Nr. 35; LVR-Amt für Bodendenkmalpflege im Rheinland Nr. E 37).

(LVR-Amt für Denkmalpflege im Rheinland, LVR-Amt für Bodendenkmalpflege im Rheinland, 2010, 2017)

Quellen
Landesarchiv Nordrhein-Westfalen, Karten 1429

Internet
www.st-nikolaus-essen.kirche-vor-ort.de: Stiftskirche / Karmel Maria in der Not (Abgerufen: 18.3.2017)
de.wikipedia.org: Stoppenberg, Stiftskirche (Abgerufen: 18.3.2017)
www.essen-tourismus.de: Stiftskirche Maria in der Not Stoppenberg (Abgerufen: 18.3.2017)

Literatur

Clemen, Paul (1893)
Die Kunstdenkmäler der Stadt und des Kreises Essen. (Die Kunstdenkmäler der Rheinprovinz II 3.) S. 320 ff., Düsseldorf.
Lacomblet, Theodor Josef / Schleidgen, Wolf-Rüdiger (Bearb.) (1981)
Urkundenbuch für die Geschichte des Niederrheins (Niederrheinisches Urkundenbuch / NRUB). (Veröffentlichungen der staatlichen Archive des Landes Nordrhein-Westfalen, C 10.) 1 S. 141 Nr. 217, Siegburg.
Meyer, Carl (1914)
Geschichte der Bürgermeisterei Stoppenberg. S. 13 ff., Essen.

Karmelitinnenkirche in Stoppenberg

Schlagwörter
Straße / Hausnummer
Kapitelberg 1
Ort
Essen - Stoppenberg
Gesetzlich geschütztes Kulturdenkmal
Ortsfestes Denkmal und ortsfestes Bodendenkmal gem. § 3 DSchG NW
Fachsicht(en)
Archäologie, Denkmalpflege
Erfassungsmaßstab
i.d.R. 1:5.000 (größer als 1:20.000)
Erfassungsmethode
Auswertung historischer Karten, Literaturauswertung, Geländebegehung/-kartierung
Historischer Zeitraum
Beginn 1400 bis 1500, Ende 1810 bis 1830
Koordinate WGS84
51° 28′ 31,75″ N, 7° 02′ 8,25″ O / 51.47549°, 7.03563°
Koordinate UTM
32U 363580.24 5704532.91
Koordinate Gauss/Krüger
2571995.11 5705054.5

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„Karmelitinnenkirche in Stoppenberg”. In: KuLaDig, Kultur.Landschaft.Digital. URL: https://www.kuladig.de/Objektansicht/A-CW-20090608-0002 (Abgerufen: 19. Oktober 2017)
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