Höhenburg Neue Isenburg in Bredeney

Ruine Neu-Isenburg

Schlagwörter:
Fachsicht(en): Kulturlandschaftspflege, Archäologie, Denkmalpflege
Gemeinde(n): Essen (Nordrhein-Westfalen)
Kreis(e): Essen (Nordrhein-Westfalen)
Bundesland: Nordrhein-Westfalen
  • Neue Isenburg

    Neue Isenburg

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  • Eintragungskarte der Burg Isenburg als  Bodendenkmal in die Denkmalliste der Stadt Essen unter der laufenden Nummer 44, Stadtbezirk II. Blatt 1 und 3 zeigen links die Karteikarte mit den Grundinformationen und dem Eintragungstext, rechts ein Schwarz-Weiß-Foto des Objekts. Blatt 2 und 4 zeigen Zusatzinformationen und eine Lageskizze im Maßstab 1:5.000.

    Eintragungskarte der Burg Isenburg als Bodendenkmal in die Denkmalliste der Stadt Essen unter der laufenden Nummer 44, Stadtbezirk II. Blatt 1 und 3 zeigen links die Karteikarte mit den Grundinformationen und dem Eintragungstext, rechts ein Schwarz-Weiß-Foto des Objekts. Blatt 2 und 4 zeigen Zusatzinformationen und eine Lageskizze im Maßstab 1:5.000.

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  • Eintragungskarte der Ruine Isenburg als Baudenkmal in die Denkmalliste der Stadt Essen unter der laufenden Nummer 64, Stadtbezirk IX. Auf Blatt 1 ist links die Karteikarte mit den Grundinformationen und dem Eintragungstext, rechts ein Schwarz-Weiß-Foto des Objekts zu sehen. Blatt 2 zeigt eine Lageskizze im Maßstab 1:1.000. Blatt3 zeigt weitere Grundinformationen.

    Eintragungskarte der Ruine Isenburg als Baudenkmal in die Denkmalliste der Stadt Essen unter der laufenden Nummer 64, Stadtbezirk IX. Auf Blatt 1 ist links die Karteikarte mit den Grundinformationen und dem Eintragungstext, rechts ein Schwarz-Weiß-Foto des Objekts zu sehen. Blatt 2 zeigt eine Lageskizze im Maßstab 1:1.000. Blatt3 zeigt weitere Grundinformationen.

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  • Ruine Isenburg in Essen (2012)

    Ruine Isenburg in Essen (2012)

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Nordöstlich von Schloss Baldeney, oberhalb einer Ruhrschleife liegt auf einem von Südost nach Nordwest gerichteten Bergrücken die Ruine der Burg Isenburg. Über einen schmalen Sattel an der Nordwestseite ist die etwa 130 x 40 Meter große zweiteilige Anlage mit der Hochfläche verbunden. Die West- und Ostseite sichern tief eingeschnittene Täler, die steil zur Ruhr hin abfallen.
Friedrich von Isenberg wurde im November 1226 wegen der Tötung des Kölner Erzbischofs Engelbert von Berg hingerichtet. Seine Burgen wurden zerstört, der Isenberger Besitz eingezogen und unter dem Erzbistum Köln sowie den Grafen von der Mark aufgeteilt. Sein ältester Sohn Dietrich forderte den gesamten Besitz einschließlich der verlorenen Rechte zurück. Darüber entbrannte die so genannte Isenberger Fehde zwischen ihm und seinem Onkel Heinrich IV. von Limburg auf der einen Seite sowie Graf Adolf I. von der Mark gemeinsam mit dem Kölner Erzbischof Konrad von Hochstaden auf der anderen Seite.
Um seinen Erbanspruch auf die Schutzherrschaft über die Abteien Essen und Werden durchzusetzen, ließ Dietrich von Altena-Isenberg um 1240 die „neue“ Isenburg errichten. Bereits 1244 eroberte und besetzte sie der Kölner Erzbischof Konrad von Hochstaden und veranlasste die Befestigung der Stadt Essen. Die Burg wurde von den Kölner „Neu-Sayn“ genannt. Nach der für die Kölner verlorenen Schlacht von Worringen 1288 ließ Graf Eberhardt von der Mark die Burg schleifen.

Die Burganlage war von einem Graben umgeben, der im Zuge der unter E. Kahrs in den Jahren 1928-1932 durchgeführten Ausgrabungen in großen Teilen rekonstruiert werden konnte. Die rundliche, von einer Mauer umgebene Hauptburg im Osten der Burganlage hatte einen Durchmesser von rund 40 Metern, die im Nordwesten anschließende Vorburg misst eine Länge von etwa 80 Metern. Auf der Hauptburg konnten mehrere Gebäude und Gebäudeteile ergraben werden. Der Palas stand wohl im Süden, mit Blick auf die nahe Ruhrniederung. An der Nordseite der Vorburg sind bauliche Reste der Verteidigungsanlage erhalten. Der davor liegende Halsgraben, der Nord- und Nordostseite mit dem Burgtor sicherte, ist vollständig verfüllt.
Die Vorburg wurde nicht weiter erforscht. 1975-1979 fanden nochmals kleinere Untersuchungen und Sicherungsarbeiten durch eine Schülergruppe unter der Leitung von Erich Schumacher statt. Bei den Ausgrabungen fanden sich Keramikscherben des Mittelalters und der Neuzeit, Tierknochen, Werkzeuge und Baumaterial aus Eisen, Reitzubehör, Kleidungsstücke wie Gürtelschnallen, Geschossspitzen und Schleuderscheiben. Bis 1939 wurden die freigelegten Mauerreste gesichert und auf den alten Fundamenten die Mauern der Hauptburg neu errichtet. Viele der heute sichtbaren Teile der Hauptburg stammen aus dem 20. Jahrhundert.

Die neue Isenburg ist eingetragenes Bau- und Bodendenkmal (Essen BauD lfd. Nr. 64, BodD lfd. Nr. 44, LVR-ABR E 2).

(LVR-Amt für Denkmalpflege im Rheinland, LVR-Amt für Bodendenkmalpflege im Rheinland, LVR-Fachbereich Umwelt, 2010)

Internet
www.essen.de: Stadt Essen, Untere Denkmalbehörde (Abgerufen: 11. Februar 2010)
de.wikipedia.org: Neue Isenburg (Abgerufen: 11. Februar 2010)

Literatur

Bechthold, G. (1969)
Zur Geschichte der Stadt Essen. In: Führer zu vor- und frühgeschichtlichen Denkmälern 15, S. 132-141. S. 137 f., Mainz.
Jahn, Robert (1952)
Essener Geschichte. S. 75 ff., Essen.
Kahrs, Ernst (1949)
Aus Essen Vor-und Frühgeschichte. In: Beiträge zur Geschichte von Stadt und Stift Essen 64, S. 7-78. S. 68-75, Essen.
Leenen, Stefan (2010)
Burgen der Ruhrregion. In: LWL-Museum für Archäologie - Westfälisches Landesmuseum Herne (Hrsg.), Aufruhr 1225! Ritter, Burgen und Intrigen. Das Mittelalter an Rhein und Ruhr, S. 234 f. Abb. 9, Mainz.
Leenen, Stefan / RVDL (Hrsg.) (2012)
Ruine Neu-Isenburg in Essen. (Rheinische Kunststätten Heft 536.) Köln.
Schoppmeyer, Heinrich (2010)
Der Ruhr-Lippe-Raum zwischen 1300 und 1800. In: LWL-Museum für Archäologie - Westfälisches Landesmuseum Herne (Hrsg.), Aufruhr 1225! Ritter, Burgen und Intrigen. Das Mittelalter an Rhein und Ruhr, S. 59-76. S. 62 f., Mainz.
Schumacher, Erich (1977)
Die Isenburg in Essen. In: Rheinische Ausgrabungen 76, S. 170-175. o. O.

Höhenburg Neue Isenburg in Bredeney

Schlagwörter
Gesetzlich geschütztes Kulturdenkmal
Ortsfestes Denkmal und ortsfestes Bodendenkmal gem. § 3 DSchG NW
Fachsicht(en)
Kulturlandschaftspflege, Archäologie, Denkmalpflege
Erfassungsmaßstab
i.d.R. 1:5.000 (größer als 1:20.000)
Erfassungsmethode
Geländebegehung/-kartierung
Historischer Zeitraum
Beginn 1241 bis 1242, Ende 1288
Koordinate WGS84
51° 24′ 37,76″ N, 7° 01′ 50,65″ O / 51.41049°, 7.03074°
Koordinate UTM
32U 363046.36 5697314.27
Koordinate Gauss/Krüger
2571757.19 5697818.43

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„Höhenburg Neue Isenburg in Bredeney”. In: KuLaDig, Kultur.Landschaft.Digital. URL: https://www.kuladig.de/Objektansicht/A-CW-20090514-0002 (Abgerufen: 27. März 2017)
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