Burg Lede

ehemalige Wasserburg in Vilich

Schlagwörter:
Fachsicht(en): Kulturlandschaftspflege, Landeskunde
Gemeinde(n): Bonn
Kreis(e): Bonn
Bundesland: Nordrhein-Westfalen
  • Die Burg Lede in Vilich aus der Nordansicht (2014)

    Die Burg Lede in Vilich aus der Nordansicht (2014)

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  • Der Zugang zur Burg Lede (Hintergrund) über die Burggraben-Brücke (Vordergrund) (2014)

    Der Zugang zur Burg Lede (Hintergrund) über die Burggraben-Brücke (Vordergrund) (2014)

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  • Der Torbogen am Eingang zum Grundstück der Burg Lede in Vilich (2014)

    Der Torbogen am Eingang zum Grundstück der Burg Lede in Vilich (2014)

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  • Das Gesindehaus der Burg Lede in Vilich (2014)

    Das Gesindehaus der Burg Lede in Vilich (2014)

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  • Eine Informationstafel zur Burg Lede in Vilich (2014)

    Eine Informationstafel zur Burg Lede in Vilich (2014)

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  • Die Burggraben-Brücke zur Burg Lede in Vilich von Westen (2014)

    Die Burggraben-Brücke zur Burg Lede in Vilich von Westen (2014)

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  • Die Burg Lede in Vilich von Westen aus dem Burgpark gesehen (2014)

    Die Burg Lede in Vilich von Westen aus dem Burgpark gesehen (2014)

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Die Burg Vilich oder Schneckenburg (heutige Burg Lede) liegt in der Niederung des alten Siegbettes zwischen Vilich und Geislar.
Ihre Geschichte reicht zurück bis ins 13. Jahrhundert. Vermutlich wurde um 1200 ein Wohnturm errichtet, der von Wasser umgeben war. 1361 wurde der Wohnturm zu einem Burghaus erweitert, das Stammsitz des Rittergeschlechts von Schillink von Vilich war. Der erstmals genannte Bewohner dieser Burg war 1361 Ritter Johann Schillink von Vilich, der Hofmeister und Rat des Erzbischofs von Köln war. Nachdem das Geschlecht im ersten Viertel des 15. Jahrhunderts ausgestorben war, übergab die Witwe des letzten Schillink von Vilich, Nella von dem Bongart genannt von Bergerhausen, ihrem nächsten Ehemann, Statz von dem Bongart, die Burg. Zu Beginn des 16. Jahrhunderts ging die Burg an die Freiherrn von Blanckart. Während des Truchsessischen Krieges und des Dreißigjährigen Krieges wurden große Teile der Burganlage zerstört.

Anfang des 18. Jahrhunderts kam die Burg in den Besitz des Stifts Vilich bis sie nach der Säkularisation von der preußischen Regierung wieder verkauft wurde. Besitzer waren der Bankier Herstatt, darauf folgend der Freiherr von Carnap zu Bornheim – Angehöriger der seit 1869 im Land eingesessenen Familie von Claer, die das Anwesen schließlich 1904 an den Direktor Weinlig aus Dillingen verkaufte. Dieser ließ die Burg im Stil des Späthistorismus wieder vollständig aufbauen und gab ihr nicht nur das heutige Aussehen, sondern auch den heutigen Namen „Burg Lede“. Ein weiterer Verkauf ging dann an die Mutter der vorletzten Besitzerin, Reichsgräfin Berghe von Trips. Seit 1987 ist der Freiherr von Loe der Eigentümer der Burg.

Die Burg
Es handelt sich um eine Wasserburg, die aus einer Hauptburg und einer Vorburg besteht. Die alte Umfassungsmauer der Vorburg mit dem romanischen Portal aus Trachyt ist noch erhalten. Über eine kleine Brücke gelangt man in den viereckigen Hof der aus Bruchsteinen, Basalt und Trachyt bestehenden Hauptburg. Das älteste Bauelement ist der romanische Turm, während die restlichen Bauelemente aus den Umbaumaßnahmen des Johann Schillink aus dem 14. Jahrhundert stammen.

Hinweise
Das Objekt „Burg Lede“ ist wertgebendes Merkmal des historischen Kulturlandschaftsbereichs Vilich (Kulturlandschaftsbereich Regionalplan Köln 443) und ein eingetragenes Baudenkmal (Denkmalliste der Stadt Bonn, Nr. A 1647).

(Pia Stender, Geographisches Institut Universität Bonn, 2014)

Internet
www.burglede.de: Homepage der Burg Lede - Geschichte (Abgerufen: 28.09.2016)
www.ms-visucom.de: Burgendatenbank des europäischen Burgeninstituts – Burgen an Rhein und Donau (Abgerufen: 28.08.2014)
www.bonn.de: Denkmalpflegeplan Beuel (Abgerufen: 10.09.2016)

Literatur

Clemen, Paul (1905)
Die Kunstdenkmäler der Stadt und des Kreises Bonn. (Die Kunstdenkmäler der Rheinprovinz V, 3.) Düsseldorf.
Neu, Heinrich (1978)
Überblick über die Geschichte und Denkmäler von Stift und Ort Vilich. In: Höroldt, Dietrich (Hrsg.): 1000 Jahre Stift Vilich 978-1978. Beiträge zur Geschichte und Gegenwart von Stift und Ort Vilich, S. 9-22. Bonn.
Stadt Bonn, Amt 61-02, Untere Denkmalbehörde (Hrsg.) (2014)
Liste der gem. § 3 DSchG NW in die Denkmalliste eingetragenen Baudenkmäler, Bodendenkmäler, beweglichen Denkmäler und Denkmalbereiche der Stadt Bonn (Stand: 01.04.2014). Bonn.

Burg Lede

Schlagwörter
Straße / Hausnummer
An der Burg Lede
Ort
53225 Bonn - Vilich
Gesetzlich geschütztes Kulturdenkmal
Ortsfestes Denkmal gem. § 3 DSchG NW
Fachsicht(en)
Kulturlandschaftspflege, Landeskunde
Erfassungsmaßstab
i.d.R. 1:5.000 (größer als 1:20.000)
Erfassungsmethode
Literaturauswertung, Geländebegehung/-kartierung
Historischer Zeitraum
Beginn 1180 bis 1361
Koordinate WGS84
50° 45′ 15,57″ N, 7° 07′ 47,86″ O / 50.75432°, 7.12996°
Koordinate UTM
32U 368093.1 5624172.73
Koordinate Gauss/Krüger
2579781.42 5624925.58

Empfohlene Zitierweise

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„Burg Lede”. In: KuLaDig, Kultur.Landschaft.Digital. URL: https://www.kuladig.de/Objektansicht/O-101649-20140828-3 (Abgerufen: 12. Dezember 2018)
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