Klosterkirche der ehemaligen Zisterzienserabtei Altenberg

Altenberger Dom, Bergischer Dom

Schlagwörter:
Fachsicht(en): Kulturlandschaftspflege
Gemeinde(n): Odenthal
Kreis(e): Rheinisch-Bergischer Kreis
Bundesland: Nordrhein-Westfalen
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    Altenberger Dom (2011)

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  • Klosterkirche „Altenberger Dom“ / „Bergischer Dom“ (2012)

    Klosterkirche „Altenberger Dom“ / „Bergischer Dom“ (2012)

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    Altenberger Dom, Westfenster (2015)

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    Altenberger Dom, Blick auf den Hohen Chor mit Altar (2016)

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    Der Altenberger Dom (2016)

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    Innenansicht im Hauptchor des Altenberger Doms (2010)

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  • Klosterkirche „Altenberger Dom“ / „Bergischer Dom“ (2012)

    Klosterkirche „Altenberger Dom“ / „Bergischer Dom“ (2012)

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  • Klosterkirche „Altenberger Dom“ / „Bergischer Dom“ (2012)

    Klosterkirche „Altenberger Dom“ / „Bergischer Dom“ (2012)

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Die ehemalige Klosterkirche Altenberg, „Altenberger Dom“ oder auch „Bergischer Dom“ genannt, ist das Kernstück der Klosterlandschaft Altenberg. Sie geht auf das Jahr 1259 zurück, als der Grundstein zu dem hochgotischen Bauwerk gelegt wurde. Noch bei der Weihe im Jahr 1379 war die Kirche unvollendet. Wie es den zisterziensischen Vorschriften entsprach, hat die Kirche keine Türme, sondern lediglich einen Dachreiter auf der Vierung. Als Vorbild des Neubaus diente die Abteikirche in Royaumont.

Baugeschichte, Grablege und Bezeichnung „Dom“
Die Kirche löste einen romanischen Vorgängerbau ab, der bereits 1145 nach einer ersten Bauphase geweiht worden war. An ihn waren der Kreuzgang mit den Klostergebäuden angebaut worden.
Die Klosterkirche Altenberg diente der Grablege der Grafen von Berg, die das Kloster 1133 gestiftet hatten. Die Grablege dauerte bis 1511 an, als Herzog Wilhelm III. als letzter Herrscher der Linie Jülich-Berg starb.
Die Bezeichnung „Dom“ weist bei der Altenberger Klosterkirche nicht auf eine zu einem Bischofssitz gehörende Kirche („Kathedrale“) hin – es gab kein Altenberger Bistum –, sondern wird hier als umgangssprachlicher Namensbestandteil für eine bedeutende Kirche verwendet.

Verfall nach der Säkularisation
Nach der Säkularisation 1803 kam die Abtei samt Kirche in den Besitz des Kölner Kaufmanns Johann Heinrich Pleunissen, der sich verpflichtete, die Kirche stehen und weiterhin Gottesdienste abhalten zu lassen. In dem benachbarten ehemaligen Dormitorium wurde eine chemische Fabrik eingerichtet, was zu wiederholten Bränden führte. Bei einem Großfeuer 1815 wurden viele Gebäude zerstört, Dach und Dachreiter der Kirche verbrannten. Durch eine Kollekte finanziert entstand bis 1819 ein Notdach aus Ziegeln, das jedoch nicht vollständig dicht war und den zunehmenden Verfall der Kirche nicht aufhalten konnte. 1821 brachen der südliche Querarm (nachdem die statische Stütze durch das ausgebrannte Dormitorium fehlte) und ein Teil des hohen Chores nieder. Sakristei und Sakrarium wurden zerstört. 1830/31 stürzte auch ein Teil der Südwand des Hochchores ein, so dass der Hochaltar unter freiem Himmel stand. Inzwischen hatte es mehrfachen Besitzerwechsel gegeben, der verfallende Dom war Plünderungen ausgesetzt und vom Abriss bedroht gewesen. Zeitweise stand er unter Polizeischutz.

Wiederaufbau im 19. und 20. Jahrhundert
Der andauernde Verfall durch Vandalisierung und Teilzerstörung beschwor jedoch Widerstand herauf. Letztendlich erlaubten die von Friedrich Wilhelm IV., seit 1840 König von Preußen, zur Verfügung gestellten finanziellen Mittel den Wiederaufbau. Er fand in den Etappen 1835-37, 1840-42 und 1845-47 statt.
Zehn Jahre nach der abschließenden Dankesfeier wurde die Kirche 1857 für den Simultangebrauch durch die katholische und die evangelische Kirche bestimmt. 1894 gründete sich auf Initiative der Papierfabrikantin Maria Zanders aus Bergisch Gladbach der Altenberger Dom-Verein. Es folgten vier weitere Bauphasen zwischen 1894 und 1910 (zum Wiederaufbau im 19. und frühen 20. Jahrhundert vgl. Ritter-Eden 2002).

2006 erlebten die Besucher den Zisterzienserbau endlich wieder vollkommen gerüstfrei. Zwölf Jahre lang waren seine Bauschäden innen und außen behandelt worden, allein sechs Jahre dauerte die Restaurierung des großen Westfensters. Seine goldgelben Farben tauchen Eingangshalle und Mittelschiff in mildes Licht. Im 19. Jahrhundert hatte man schon einmal die Reinigung der Fenster durchgeführt. Damals erfolgte diese in „glücklichster Weise, indem man die in durchlöcherten Holzkisten verschlossenen Glastafeln in die Dhünn versenkte und längere Zeit hindurch dem Einfluss des strömenden Wassers überließ“ – so heißt es 1878 in einem Bericht der Deutschen Bauzeitung. Diesmal wurden die Fenster scheibenweise, Stück für Stück in minutiöser, vorsichtiger Arbeit mit Pinseln und Schabinstrumenten, ohne jegliche die Glasfarben gefährdende Chemikalie in der Paderborner Glasmalerei Peters gereinigt.
Die heutige Anordnung der Figurenbilder mit den Stifterporträts von Wilhelm I. von Jülich-Berg und seiner Frau Anna in der Mitte der oberen Reihe entspricht nicht dem ursprünglichen, der Marienverehrung des Zisterzienserordens entsprechenden Bildprogramm. Das Stab- und Maßwerk des Fensters schuf der 1398 gestorbene Altenberger Laienbruder Reynoldus. Der Künstler der Glasbilder im Altenberger Westfenster ist derselbe Meister, der 1385 den Berwordt-Altar in der Dortmunder Marienkirche schuf.

Der Altenberger Dom steht unter Denkmalschutz. An seiner Nordseite haben sich Reste der alten Friedhofsmauer erhalten.

(Beate Lange, LVR-Fachbereich Umwelt, 2008/2009; Gisela Schmoeckel, Rheinischer Verein für Denkmalpflege und Landschaftsschutz e.V., 2016)

Internet
www.altenbergerdom.de (Abgerufen 24.05.2012)
de.wikipedia.org: Altenberger Dom (Abgerufen 24.05.2012)

Literatur

Heydasch-Lehmann, Susanne; Stürmer, Andreas; Faika, Klaus (2008)
Altenberg. Der Bergische Dom. Lichtenberg/Allgäu.
Kistemann, Eva (2002)
Fachgutachten „Einfluss der Zisterzienser auf die Kulturlandschaft in und um Altenberg. Historische Entwicklung und aktueller Bestand", Band I. S. 13, 17f., 22ff. und 69, Bergisch Gladbach.
Kleist, Manuela (Red.); Wiemer, Karl Peter (Red.) / Rheinischer Verein für Denkmalpflege und Landschaftsschutz (Hrsg.) (2004)
Klosterführer Rheinland (2. Auflage). (Jahrbuch des Rheinischen Vereins für Denkmalpflege und Landschaftsschutz 2003.) S. 80-83, Köln.
Landschaftsverband Rheinland; Deutsche St. Jakobus-Gesellschaft (Hrsg.) (2014)
Jakobswege. Wege der Jakobspilger im Rheinland, Band 1: In 8 Etappen von Wuppertal über Köln nach Aachen/Belgien (5. Auflage). Köln.
Renard, Edmund (1901)
Die Kunstdenkmäler des Kreises Mülheim am Rhein. In: Die Kunstdenkmäler der Rheinprovinz V.2 (hrsg. von Paul Clemen), Düsseldorf.
Rheinischer Verein für Denkmalpflege und Landschaftsschtz e.V. (Hrsg.) (2016)
Kalender Rheinland 2017. Denkmal Landschaft Natur. Wermelskirchen.
Ritter-Eden, Heike (2002)
Der Altenberger Dom zwischen romantischer Bewegung und moderner Denkmalpflege: Die Restaurierungen von 1815 bis 1915. (Veröffentlichungen des Altenberger Dom-Vereins 7.) Bergisch Gladbach.

Klosterkirche der ehemaligen Zisterzienserabtei Altenberg

Schlagwörter
Gesetzlich geschütztes Kulturdenkmal
Ortsfestes Denkmal gem. § 3 DSchG NW
Fachsicht(en)
Kulturlandschaftspflege
Erfassungsmaßstab
Keine Angabe
Erfassungsmethode
Literaturauswertung
Historischer Zeitraum
Beginn 1259 bis 1379
Koordinate WGS84
51° 03′ 18,07″ N, 7° 07′ 59,98″ O / 51.05502°, 7.13333°
Koordinate UTM
32U 369176.09 5657601.09
Koordinate Gauss/Krüger
2579505.03 5658379

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„Klosterkirche der ehemaligen Zisterzienserabtei Altenberg”. In: KuLaDig, Kultur.Landschaft.Digital. URL: https://www.kuladig.de/Objektansicht/T-BL-20081214-0006 (Abgerufen: 21. August 2018)
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