Zeche Wohlverwahrt, Betriebsgebäude in Horst

Schlagwörter:
Fachsicht(en): Denkmalpflege
Gemeinde(n): Essen (Nordrhein-Westfalen)
Kreis(e): Essen (Nordrhein-Westfalen)
Bundesland: Nordrhein-Westfalen
  • Betriebsgebäude der Zeche Wohlverwahrt  in Essen-Horst

    Betriebsgebäude der Zeche Wohlverwahrt in Essen-Horst

    Copyright-Hinweis:
    Steinhoff, Manfred / Landschaftsverband Rheinland
    Fotograf/Urheber:
    Steinhoff, Manfred
    Medientyp:
    Bild
    Anklicken öffnet eine größere Vorschau in Galerieansicht
Das Betriebsgebäude entstand 1916 und wurde 1938 ausgebaut. Die Halle vereinigte nahezu alle Funktionen der Zeche unter einem Dach (die nachfolgend erwähnte Ausstattung ist nicht erhalten). Hinter dem Ostgiebel lag die Schachthalle mit dem heute verfüllten Schacht. In der Schachthalle stand ein Führungsgerüst mit Elektroturmfördermaschine. Auf die Schachthalle folgte als Kohlenwäsche eine Cascadywäsche und etwa im mittleren Bereich des Gebäudes eine Brikettfabrik. Die Verladung auf die seitlich dicht neben der Halle auffahrenden Eisenbahnwaggons geschah mit Bändern, die von einer noch erhaltenen Überdachung geschützt wurden.
Im westlichen Drittel des Gebäudes war im Erdgeschoss die Schmiede und im Obergeschoss die Kaue untergebracht. Nur Lampenstube, die Büros für Betriebsführer und Steiger waren außerhalb der Halle in einem an den Ostgiebel anschließenden ursprünglich unverputzten eingeschossigen Gebäudetrakt untergebracht. Über dem steil abfallenden Hang zur Ruhr angeordnete Backsteinhalle mit prismatisch gebrochenem Satteldach. Die Fassaden sind reich gegliedert mit hohen Rundbogenfenstern in eingetieften Wandfeldern über dem Sockelgeschoss. Die Wandfelder werden eingefasst von Putzflächen, die in den Trauffassaden über den Fenstern durch vertikale Backsteinstreifen unterteilt werden und oben in einem Klötzchenfries enden. Zwischen den Fenstern erstrecken sich bis unter die mehrfach gestuften und durch Klötzchenfries geschmückten Traufen gebäudehohe Wandvorlagen. Die Traufgesimse ziehen sich in die Giebelflächen hinein und begrenzen dort mit gleichartig gestalteten Ortganggesimsen Giebeldreiecke mit seitlichen Lünettfenstern und axial angeordneten Thermenfenstern. Die das Mittelfeld in beiden Giebeln rahmenden Wandvorlagen sind in die Giebeldreiecke hineingezogen und enden neben den Thermenfenstern mit halbkreisförmigen, geputzten Abschlussformen, die das Motiv der Rundbogenfenster aufnehmen. Über dem Mittelfenster des Ostgiebels befindet sich in der Putzfläche die Inschrift „Zeche Wohlverwahrt“, begleitet von Hammer und Schlägel in den benachbarten Putzfeldern.
Südlich der Halle ist ein 41 Meter hoher Backsteinschornstein mit rundem Querschnitt erhalten.
(Walter Buschmann, 2010)

Literatur

Buschmann, Walter (1998)
Zechen und Kokereien im rheinischen Steinkohlenbergbau. Aachener Revier und westliches Ruhrgebiet. (Die Bau- und Kunstdenkmäler des Rheinlandes 1.) Berlin.

Zeche Wohlverwahrt, Betriebsgebäude in Horst

Schlagwörter
Gesetzlich geschütztes Kulturdenkmal
Kein
Fachsicht(en)
Denkmalpflege
Erfassungsmaßstab
i.d.R. 1:5.000 (größer als 1:20.000)
Erfassungsmethode
Auswertung historischer Schriften, Auswertung historischer Karten
Historischer Zeitraum
Beginn 1916 bis 1938
Koordinate WGS84
51° 25′ 47,16″ N, 7° 06′ 28,51″ O / 51.42977°, 7.10792°
Koordinate UTM
32U 368469.02 5699316.57
Koordinate Gauss/Krüger
2577094.63 5700041.54

Empfohlene Zitierweise

Urheberrechtlicher Hinweis
Der hier präsentierte Inhalt ist urheberrechtlich geschützt. Die angezeigten Medien unterliegen möglicherweise zusätzlichen urheberrechtlichen Bedingungen, die an diesen ausgewiesen sind.
Empfohlene Zitierweise
„Zeche Wohlverwahrt, Betriebsgebäude in Horst”. In: KuLaDig, Kultur.Landschaft.Digital. URL: https://www.kuladig.de/Objektansicht/P-WBuschmann-20090713-0015 (Abgerufen: 22. Oktober 2017)
Seitenanfang