Ortsteil Hünstetten-Bechtheim

Schlagwörter:
Fachsicht(en): Kulturlandschaftspflege, Denkmalpflege
Gemeinde(n): Hünfelden, Hünstetten
Kreis(e): Limburg-Weilburg, Rheingau-Taunus-Kreis
Bundesland: Hessen
Territoriale Zugehörigkeit
An der nördlichen Grenze des Rheingau-Taunus-Kreises liegt Bechtheim. Die Ersterwähnung als Bechtheym geht auf das Jahr 1306 zurück, als Hartrad von Merenberg dem Ritter Heinrich von Nassau seine Güter in Bechtheim verlieh. In den folgenden Jahrhunderten wechselten die Lehnsherren über Bechtheim häufig, so verfügte etwa im 15. Jahrhundert unter anderem das Bistum Worms über Rechte in Bechtheim. Ein Gericht war seit 1366 oder 1368 erwähnt; wesentlichen Einfluss gewannen hier die Grafen von Nassau-Idstein.
Bechtheim gehörte im Jahre 1566 zum Amt Idstein, kam 1787 zum Fürstentum Nassau und war ab 1867 Teil der preußischen Provinz Hessen-Nassau. Seit 1945 war der Ort Teil von Hessen, Kreis Untertaunus. 1977 wurde Bechtheim zu einem Ortsteil der Gemeinde Hünstette, Rheingau-Taunus-Kreis.

Bechtheim wurde zusammen mit dem nordöstlich gelegenen Beurbach verwaltet, dies wurde jedoch Mitte des 18. Jahrhunderts eingestellt.

Siedlungsentwicklung
Bechtheim entwickelte sich seit Anfang des 19. Jahrhunderts stark. So wuchs die bebaute Fläche von circa 3,5 Hektar Anfang des 19. Jahrhunderts auf fast 29 Hektar im Jahre 2017. Die Ortschaft dehnte sich dabei vor allem in Richtung Osten und Süden aus.

Religion in Bechtheim
Die Pfarrgemeinde Bechtheim bestand bereits vor 1475. Für das Jahr 1530 ist ein Pfarrer Johann Kosthin erwähnt. Der erste evangelische Pfarrer war Johannes Wieß, der bis 1554 tätig war. Im Jahre 1594 wurden die vormals getrennten Pfarreien Bechtheim, Beuerbach und Ketternschwalbach zum Kirchspiel Bechtheim zusammengefügt. Das Pfarrhaus wurde der Bauinschrift nach kurz nach 1600 erbaut.

Die Schule in Bechtheim
Nach der Zusammenlegung der Pfarreien zum Kirchspiel Bechtheim im Jahre 1594 wurde im Jahre 1612 eine Schule für das gesamte Kirchspiel in Bechtheim eingerichtet und im Jahre 1617 ein Schulgebäude erbaut. Jedoch errichteten Ketternschwalbach und Beuerbach in den Jahren 1688 und 1715 eigene Schulen. Erst im Jahre 1821 stellte sich die Schule als zu klein heraus und wurde daher neu errichtet.

Einwohnerentwicklung
Im Jahre 1566 zählte das Dorf 17 Haushalte mit 17 männlichen Einwohnern (und 19 Pferden), 1821 lebten 171 und 1842 219 Einwohner in der Ortschaft. Um 1900 soll es 54 Gehöfte in Bechtheim gegeben haben. Zwischen 1939 und 1946 stieg die Einwohnerzahl von 258 auf 423. 1958 lebten hier 374, 1970 420 und 1992 rund 800 Einwohner. Die Bevölkerung stieg anschließend auf 927 Ende 2015.

(Jörn Schultheiß, hessenARCHÄOLOGIE, 2017)

Internetquellen
www.de.wikipedia.org: Bechtheim (abgerufen am 05. Oktober 2017)
www.gemeinde-huenstetten.de: Bechtheim (abgerufen am 05. Oktober 2017)
www.lagis-hessen.de: Historisches Ortslexikon Bechtheim (abgerufen am 05. Oktober 2017)

Literatur

Söder, Dagmar / Landesamt für Denkmalpflege Hessen (LfDH) (Hrsg.) (2003)
Denkmaltopographie Bundesrepublik Deutschland, Kulturdenkmäler in Hessen: Rheingau-Taunus-Kreis II. (Altkreis Untertaunus). Wiesbaden.

Ortsteil Hünstetten-Bechtheim

Schlagwörter
Ort
65510 Hünstetten - Bechtheim
Gesetzlich geschütztes Kulturdenkmal
Kein
Fachsicht(en)
Kulturlandschaftspflege, Denkmalpflege
Erfassungsmaßstab
i.d.R. 1:5.000 (größer als 1:20.000)
Erfassungsmethode
Auswertung historischer Karten, Geländebegehung/-kartierung, Literaturauswertung
Historischer Zeitraum
Beginn 1306
Koordinate WGS84
50° 16′ 13,26″ N, 8° 10′ 57,95″ O / 50.27035°, 8.18276°
Koordinate UTM
32U 441760.55 5569009.64
Koordinate Gauss/Krüger
3441812.14 5570797.85

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„Ortsteil Hünstetten-Bechtheim”. In: KuLaDig, Kultur.Landschaft.Digital. URL: https://www.kuladig.de/Objektansicht/P-FR-20091019-0002 (Abgerufen: 17. Oktober 2018)
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