Rindsberger Mühle in Kettwig

Schlagwörter:
Fachsicht(en): Denkmalpflege
Gemeinde(n): Essen (Nordrhein-Westfalen)
Kreis(e): Essen (Nordrhein-Westfalen)
Bundesland: Nordrhein-Westfalen
  • Historisches Foto aus der Eintragung Denkmalpflege Essen Baudenkmal Nummer 293 Rindsberger Mühle

    Historisches Foto aus der Eintragung Denkmalpflege Essen Baudenkmal Nummer 293 Rindsberger Mühle

    Copyright-Hinweis:
    Denkmalschutz und Institut für Denkmalpflege Stadt Essen
    Fotograf/Urheber:
    ohne Angabe
    Medientyp:
    Bild
    Anklicken öffnet eine größere Vorschau in Galerieansicht
  • Historisches Foto aus der Eintragung Denkmalpflege Essen Baudenkmal Nummer 293 Rindsberger Mühle

    Historisches Foto aus der Eintragung Denkmalpflege Essen Baudenkmal Nummer 293 Rindsberger Mühle

    Copyright-Hinweis:
    Denkmalschutz und Institut für Denkmalpflege Stadt Essen
    Fotograf/Urheber:
    ohne Angabe
    Medientyp:
    Dokument
    Anklicken öffnet eine größere Vorschau in Galerieansicht
Die 1645 erwähnte Rindersberger Mühle am Rinderbach, der etwas weiter nördlich in die Ruhr mündet. Durch eine Inschrift über der Toreinfahrt lässt sich das überlieferte Mühlengebäude auf das Jahr 1745 datieren. Im erneuerten Schlussstein dieses Tores finden sich auch die Wappen des Hauses Nesselrode-Hugenpoet, zu deren Besitz die Rindersberger Mühle gehörte.

Zu dem auch heute noch nachvollziehbaren Mühlengehöft führt eine alte , den Rinderbach überquerende Bruchsteinbogenbrücke. Linkerhand wird der Hof durch eine nicht denkmalwerte Folge aus drei linear angeordneten Gebäuden begrenzt. Ein weiteres Fachwerknebengebäude zur rechten Seite stammt aus der Zeit um 1860. Die Rindersberger Mühle selbst ist ein lang gestrecktes, zweigeschossiges Gebäude mit massiv in Ruhrsandstein gemauertem Erdgeschoss. Das Obergeschoss ist in Fachwerk ausgeführt. An der über den Hof zu erreichenden Giebelseite mit profiliertem Rähm und Kehlbalken im Fachwerk befindet sich im Erdgeschoss die bereits erwähnte rundbogige, von Werksteinen gefasste Toreinfahrt mit hölzernem Türblatt und handgeschmiedeten Nägeln. Inschriften des 19. Jahrhunderts geben Aufschluss über die damaligen Bewohner oder Betreiber der Mühle geben. Direkt neben dem Tor ist ein erhaltener Mühlstein aufgestellt.

Im massiven Sockelgeschoss befindet sich eine weitere Türöffnung auf der dem Hof zugewandten Längsseite als Eingang zu den Wohnräumen. Die in Bruchstein stichbogig ausgeführten Fenster im Erdgeschoss stammen wohl aus dem 19. Jahrhundert, die Fensteröffnungen im Fachwerkteil sind bauzeitlich. Im Dachboden finden sich durch ein Holzkreuz viergeteilte Fenster und Ladeluken mit Aufzugsbalken. Die zweite Giebelseite ist in Backstein neu ausgemauert worden. Auf der dem Hof abgewandten Längsseite befindet sich das 1985 erneuerte, mittelschlächtige Mühlrad, zu dem das Wasser des nahen Baches durch einen mit Bruch- und Backstein gemauerten Wasserkanal (Obergraben) geführt wird. Dahinter befindet sich die Schützanlage mit Quergraben zum Rinderbach, um das Wasser aus dem Obergraben bei geschlossenem Schütz direkt dem Bach wieder zuführen zu können.

Das Objekt Siedlung Rindsberger Mühle ist ein eingetragenes Baudenkmal (Denkmalliste Essen, laufende Nr. 293).

(Walter Buschmann, LVR-Amt für Denkmalpflege im Rheinland, 2010)

Rindsberger Mühle in Kettwig

Schlagwörter
Gesetzlich geschütztes Kulturdenkmal
Kein
Fachsicht(en)
Denkmalpflege
Erfassungsmaßstab
i.d.R. 1:5.000 (größer als 1:20.000)
Erfassungsmethode
Auswertung historischer Karten, Literaturauswertung, Geländebegehung/-kartierung, Archivauswertung
Historischer Zeitraum
Beginn 1645 bis 1745
Koordinate WGS84
51° 21′ 14,06″ N, 6° 55′ 49,73″ O / 51.35391°, 6.93048°
Koordinate UTM
32U 355897.13 5691214.79
Koordinate Gauss/Krüger
2564862.05 5691430.22

Empfohlene Zitierweise

Urheberrechtlicher Hinweis
Der hier präsentierte Inhalt ist urheberrechtlich geschützt. Die angezeigten Medien unterliegen möglicherweise zusätzlichen urheberrechtlichen Bedingungen, die an diesen ausgewiesen sind.
Empfohlene Zitierweise
„Rindsberger Mühle in Kettwig”. In: KuLaDig, Kultur.Landschaft.Digital. URL: https://www.kuladig.de/Objektansicht/O-WBuschmann-20100820-0001 (Abgerufen: 19. November 2017)
Seitenanfang