Glashütte in Heisingen

Schlagwörter:
Fachsicht(en): Denkmalpflege
Gemeinde(n): Essen (Nordrhein-Westfalen)
Kreis(e): Essen (Nordrhein-Westfalen)
Bundesland: Nordrhein-Westfalen
Am Ende des Königsiepen bestand von 1751 bis etwa 1780 eine Glashütte. Es handelte sich um die „Glasmanufaktur von feinem Scheiben- und Spiegelglaß“ des „Churpfälzischen Commercienrathes Henrichen Kirschbaum aus Düsseldorf“ in der sogenannten „Grünen Dellen“. Bereits 1754 wurde die Glashütte jedoch aufgrund von Mißwirtschaft verpfändet und ab 1770 finden sich keine aktenkundlichen Einträge mehr.
Die leeren Gebäude der Manufaktur wurden später von ehemaligen Glasbläsern und Bergleuten bewohnt. In ihrem Umkreis entstand durch Zuzug ein kleiner Ortsteil. Weil die Bewohner von außerhalb des Landes Werden kamen, wurden sie amtlich sogar als Ausländer bezeichnet. Einige in Heisingen noch heute bekannte Namen, wie z.B. Vatter, gehen auf frühere Bewohner an der ehemaligen Glashütte zurück. Der alte Name „An der Hütte“ blieb noch lange Zeit, bis in das 20. Jahrhundert hinein, bestehen. Mittlerweile sind die meisten der alten Gebäude jedoch verschwunden und nur noch einzelne kleine Häuser der Randbebauung wie dieses blieben erhalten. Diese Abgrenzung der Glashütte wurde nach der Karte von Honigmann/Vogelsang (1803/1806) vorgenommen.
Das Objekt Werkgebäude, ehemalige Glashütte ist ein eingetragenes Baudenkmal (Denkmalliste Essen, laufende Nr. 941, Eintragungstext siehe PDF-Datei in der Mediengalerie).
(Walter Buschmann, LVR-Amt für Denkmalpflege im Rheinland / Kathrin Lipfert, LVR-Fachbereich Umwelt, 2010)

Literatur

Cram, Ilse / Oldenburg, Margret / Bergbau- und Heimatmuseum der Evangelischen Kirchengemeinde Essen-Heisingen im Paulushof (Hrsg.) (2003)
Heisingen im Jahr 1803 - zur Zeit der Säkularisation. Das kleine Dorf in Wort und Bild. S. 58, o. O.
(1996)
Heisinger Spaziergänge. S. 57/58, Essen.

Glashütte in Heisingen

Schlagwörter
Gesetzlich geschütztes Kulturdenkmal
Kein
Fachsicht(en)
Denkmalpflege
Erfassungsmaßstab
i.d.R. 1:5.000 (größer als 1:20.000)
Erfassungsmethode
Auswertung historischer Karten, Literaturauswertung, Geländebegehung/-kartierung, Archivauswertung
Historischer Zeitraum
Beginn 1751
Koordinate WGS84
51° 24′ 27,46″ N, 7° 04′ 22,69″ O / 51.40763°, 7.07297°
Koordinate UTM
32U 365974.98 5696918.07
Koordinate Gauss/Krüger
2574700.26 5697542.35

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„Glashütte in Heisingen ”. In: KuLaDig, Kultur.Landschaft.Digital. URL: https://www.kuladig.de/Objektansicht/O-WBuschmann-20100314-0001 (Abgerufen: 24. August 2017)
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