Eremitenklause am Petersberg

„Eremitenpütz“ / „Ermelspötz“ bei Heisterbach

Schlagwörter:
Fachsicht(en): Kulturlandschaftspflege, Landeskunde
Gemeinde(n): Königswinter
Kreis(e): Rhein-Sieg-Kreis
Bundesland: Nordrhein-Westfalen
  • Ausschnitt einer historischen Karte der "Topographischen Aufnahme der Rheinlande" von Tranchot / von Müffling (1801-1828) im Bereich der Stadt Königswinter und des Petersbergs. Westlich des Petersbergs ist die historische Weinlage Pfaffenröttchen als "Pafferoth" eingetragen.

    Ausschnitt einer historischen Karte der "Topographischen Aufnahme der Rheinlande" von Tranchot / von Müffling (1801-1828) im Bereich der Stadt Königswinter und des Petersbergs. Westlich des Petersbergs ist die historische Weinlage Pfaffenröttchen als "Pafferoth" eingetragen.

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Am Nordhang zum Petersberg liegt an einer heute noch fließenden Quelle eine Stelle im Wald, die als „Eremitenpütz“ oder „Ermelspötz“ bezeichnet wird. „Pütz“ bezeichnet in der Schifffahrt einen Eimer mit einer Leine am Henkel.

Der Klausner Walter hatte sich Anfang der 1130er Jahre eine Eremitenklause auf dem Stromberg (dem heutigen Petersberg) eingerichtet und bezogen, aus dem sich später das Augustinerkloster entwickelte. Mit Wasser versorgte sich der Einsiedler an einer im Berghang gelegenen Doppelquelle, die er mittels Rohren und einer Mauereinfassung als Quellpütz herrichtete. Die Quelle diente zur Wasserversorgung des Augustiner- und des späteren Zisterzienserklosters auf dem Petersberg. Wohl auch aufgrund der schwierigen Wasserbeschaffung auf der Höhe erfolgte die spätere Umsiedlung ins wasserreichere Tal.
Ein weiterer Einsiedler lebte im 15. Jahrhundert an der Quelle, die vom 17. bis Anfang des 20. Jahrhunderts als Wasserversorgung für einen etwa 300 Meter unterhalb gelegenen Fischteich am Altenroth diente. Dieser Teich war um 1960 versumpft und wurde zur Viehweide eingeebnet.

(Franz-Josef Knöchel, LVR-Redaktion KulaDig, 2010)

Literatur

Schumacher, Karl (1986)
Der Eremitenpütz bei Heisterbach. In: van Rey: Oberdollendorf und Römlinghoven (1986), S. 235-239. o. O.

Eremitenklause am Petersberg

Schlagwörter
Fachsicht(en)
Kulturlandschaftspflege, Landeskunde
Erfassungsmaßstab
i.d.R. 1:5.000 (größer als 1:20.000)
Erfassungsmethode
Literaturauswertung
Historischer Zeitraum
Beginn 1130
Koordinate WGS84
50° 41′ 27,16″ N, 7° 12′ 30,11″ O / 50.69088°, 7.20836°
Koordinate UTM
32U 373452.2 5616981.25
Koordinate Gauss/Krüger
2585429.15 5617955.32

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„Eremitenklause am Petersberg”. In: KuLaDig, Kultur.Landschaft.Digital. URL: https://www.kuladig.de/Objektansicht/O-FJK-20100630-0002 (Abgerufen: 14. Dezember 2017)
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