Sonsbecker Schweiz

Schlagwörter:
Fachsicht(en): Kulturlandschaftspflege
Gemeinde(n): Sonsbeck
Kreis(e): Wesel
Bundesland: Nordrhein-Westfalen
  • Blick auf Sonsbeck vom Rand der Sonsbecker Schweiz aus. Rechts im Bild der helle Turm von St. Gerebernus, links der Turm von St. Maria Magdalena (2014)

    Blick auf Sonsbeck vom Rand der Sonsbecker Schweiz aus. Rechts im Bild der helle Turm von St. Gerebernus, links der Turm von St. Maria Magdalena (2014)

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    Biologische Station im Kreis Wesel
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  • Aussicht in der Sonsbecker Schweiz von einem erhöhten Punkt aus in eine leicht hügelige Landschaft mit einem von Bäumen gesäumten Tälchen (2014)

    Aussicht in der Sonsbecker Schweiz von einem erhöhten Punkt aus in eine leicht hügelige Landschaft mit einem von Bäumen gesäumten Tälchen (2014)

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  • Dassendaler Weg in Sonsbeck als Hohlweg (2014)

    Dassendaler Weg in Sonsbeck als Hohlweg (2014)

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  • Blick von der Höhe der Sonsbecker Schweiz nach Xanten, im Hintergrund die zwei Türme der Stiftskirche St. Viktor (2014)

    Blick von der Höhe der Sonsbecker Schweiz nach Xanten, im Hintergrund die zwei Türme der Stiftskirche St. Viktor (2014)

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Sonsbeck liegt heute an einer Stelle, an der sich während der vorletzten Kaltzeit (sogenannte Saale-Kaltzeit, 250.000-115.000 Jahre vor heute), der südliche Rand des Gletschereises befand.

Vom Eis, das hier eine Dicke von etwa 50-150 m gehabt haben dürfte, wurde auf einer Länge von ca. 70 km von Krefeld über Sonsbeck bis Nijmegen aus dem sandigen und kiesigen Untergrund des Rheins eine Stauch-Endmoräne aufgeschoben, die den heutigen Niederrheinischen Höhenzug bildet.
Auf diese Weise entstand die Sonsbecker Schweiz, eine liebliche Hügellandschaft. Sie bildet einen Teil des sogenannten Xantener Lobus oder Xantener Stauchendwalls, einer Anhöhe, die im Bogen von der Hees bei Xanten bis zum Balberger Höhenrücken Richtung Uedem reicht.

Auf den sandig-kiesigen Untergrund wurde in der Folge der Kaltzeit auch Feinsediment aufgeweht, und die Entwicklung der Böden führte in der Sonsbecker Schweiz zu kulturfähigem Ackerboden. Die Böden aus lehmigem Sandlöss werden vom Geologischen Dienst NRW zum Teil als sehr schutzwürdige fruchtbare Böden (Regelungs- und Pufferfunktion / natürliche Bodenfruchtbarkeit) eingestuft.
Hier tieften sich Wirtschaftswege über Jahrhunderte ein und bildeten Hohlwege. Ein solches Element der Kulturlandschaft ist der Hohlweg „Dassendaler Weg“ mit seinen Abzweigungen. Um die Pflege der Hecken kümmert sich im Bereich des Dassendaler Weg die Ornithologische Arbeitsgemeinschaft Sonsbeck.

Auf dem Dürsberg, einer eindrucksvollen Erhebung (87 Meter über Normal Null) lädt ein hölzerner Aussichtsturm zum Rundblick in das Umland ein.
Ein weiterer Aussichtspunkt befindet sich an der Straße „Op den Hövel“ mit 85 Metern Höhenlage über Normal Null, mit Sicht bis zum Hülser Berg in Krefeld - der geologisch verwandten Endmarke des Höhenzuges.
Am Südhang der Erhebung beim Hövel befindet sich auch die ehemalige Feuerleitstelle Sonsbeck, ein seit 2001 vom Regionalverband Ruhr betreuter Rest militärischer Anlagen. Ein für die Öffentlichkeit nicht zugänglicher Bunker hat mittlerweile Bedeutung als Fledermausquartier.

(Verein für Denkmalpflege Sonsbeck e.V., 2014. Erstellt in Kooperation mit der Biologischen Station im Kreis Wesel e.V. im Zuge des Projektes „Kulturlandschaft am Niederrhein“. Ein Projekt im Rahmen des LVR Netzwerks Umwelt)

Literatur

Hartfeld, Hugo / Kreis Wesel (Hrsg.) (1989)
Ein noch existierender Hohlweg am linken Niederrhein. In: Heimatkalender Kreis Wesel 1990, S. 117-119. Kleve.

Sonsbecker Schweiz

Schlagwörter
Fachsicht(en)
Kulturlandschaftspflege
Erfassungsmaßstab
i.d.R. 1:5.000 (größer als 1:20.000)
Erfassungsmethode
Geländebegehung/-kartierung, mündliche Hinweise Ortsansässiger, Ortskundiger
Historischer Zeitraum
Beginn -250000
Koordinate WGS84
51° 37′ 22,61″ N, 6° 23′ 20,09″ O / 51.62295°, 6.38891°
Koordinate UTM
32U 319259.66 5722332.19
Koordinate Gauss/Krüger
2526976.69 5721022.97

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„Sonsbecker Schweiz”. In: KuLaDig, Kultur.Landschaft.Digital. URL: https://www.kuladig.de/Objektansicht/O-99707-20140814-3 (Abgerufen: 26. Mai 2018)
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