Obermarxloh / Neumühl / Schmidthorst (Kulturlandschaftsbereich Regionalplan Ruhr 057)

Schlagwörter:
Fachsicht(en): Kulturlandschaftspflege, Archäologie, Denkmalpflege, Landeskunde, Raumplanung
Gemeinde(n): Duisburg
Kreis(e): Duisburg
Bundesland: Nordrhein-Westfalen
Obermarxloh, Neumühl und Schmidthorst sowie ihr Umfeld sind hier beschrieben als bedeutsamer Kulturlandschaftsbereich (KLB) wie im Fachbeitrag Kulturlandschaft zum Regionalplan Ruhr. Die wertbestimmenden Merkmale der historischen Kulturlandschaft werden für die Maßstabsebene der Regionalplanung kurz zusammengefasst und charakterisiert.

Industriestädtischer Bereich, beispielhaft für die Siedlungs- und Baustruktur des Ruhrgebiets:

Obermarxloh: an der Duisburger Straße (der alten Fernstraße Frankfurt/Main – Köln – Arnheim) das Verwaltungs- und Geschäftszentrum der ehemaligen Stadt Hamborn mit Rathaus von 1902–04/1922, ehemaliger Reichsbank von 1907/08, Post von 1914/15, Amtsgericht von 1927–32, Hallenbad, Konsum-Lagerhaus (1912), Hallenbad (1929) und ehemaligem Warenhaus Tietz von 1929.

Siedlung Lohstraße der Zinkhütte Grillo von 1898/1902 aus eingeschossigen Doppelhäusern in Backstein; Siedlung Am Zinkhüttenplatz aus drei- bis achtgeschossigen Zeilenbauten in großzüger Außenanlage, 1962–64 (Architekt Max Taut, Berlin); Dichtersiedlung von 1902–14 in drei Bauabschnitten (Fa. Thyssen) mit evangelischer Kirche und katholischer Kirche St. Norbertus; östlich angrenzend Siedlung Felix-Dahn-Straße (früher Schillstraße) der Zeche Neumühl (1906–12).

Schmidthorst: gartenstädtische Siedlung Bergmannplatz des Steinkohlenbergwerks Neumühl, 1907–09, mit Konsum und Schule.

Zwischen den Wohnbauflächen von Obermarxloh und Schmidthorst Schulen, Kirchen, Friedhöfe und Kleingärten.

Nördlich vorbeiführend: Eisenbahnstrecke Oberhausen – Walsum – Wesel (1908–1913) mit repräsentativem Bahnhof Hamborn von 1912. Ehemalige Wagenhalle des Straßenbahnbetriebshofes Marxloh (1910, errichtet von der Städtischen Straßenbahn Hamborn).

Rathausturm, Kirchtürme und Hochöfen als städtebauliche Dominanten.

Westlich benachbart Fördergerüst von Schacht Thyssen 6 (1907) als Landmarke; selten gewordenes Dreistrebengerüst, Ausgangsort des Thyssen-Bergbaus.

Kulturlandschaftliches und denkmalpflegerisches Ziel im Rahmen der Regionalplanung ist eine erhaltende Kulturlandschaftsentwicklung, insbesondere
  • Bewahren und Sichern von Strukturen und tradierten Nutzungen, von Ansichten und Sichträumen von historischen Bereichen
  • Bewahren und Sichern von Elementen, Strukturen, Nutzungen sowie Ansichten und Sichträumen von historischen Objekten
  • Wahren als landschaftliche Dominante
  • Sichern linearer Strukturen
Aus: Landschaftsverband Rheinland / Landschaftsverband Westfalen-Lippe, Fachbeitrag Kulturlandschaft zum Regionalplan Ruhr, 2014

Internet
Fachbeitrag Kulturlandschaft zum Regionalplan Ruhr (Abgerufen: 04.04.2016)

Literatur

Landschaftsverband Rheinland; Landschaftsverband Westfalen-Lippe (Hrsg.) (2014)
Fachbeitrag Kulturlandschaft zum Regionalplan Ruhr. Erhaltende Kulturlandschaftsentwicklung. S. 124, Köln, Münster.

Obermarxloh / Neumühl / Schmidthorst (Kulturlandschaftsbereich Regionalplan Ruhr 057)

Schlagwörter
Fachsicht(en)
Kulturlandschaftspflege, Archäologie, Denkmalpflege, Landeskunde, Raumplanung
Erfassungsmaßstab
i.d.R. 1:25.000 (kleiner als 1:20.000)
Erfassungsmethode
Geländebegehung/-kartierung, Archivauswertung, Literaturauswertung
Historischer Zeitraum
Beginn 2012
Koordinate WGS84
51° 29′ 52,82″ N, 6° 46′ 59,69″ O / 51.49801°, 6.78325°
Koordinate UTM
32U 346131.07 5707537.24
Koordinate Gauss/Krüger
2554434.25 5707341.78

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„Obermarxloh / Neumühl / Schmidthorst (Kulturlandschaftsbereich Regionalplan Ruhr 057)”. In: KuLaDig, Kultur.Landschaft.Digital. URL: https://www.kuladig.de/Objektansicht/O-89975-20140406-325 (Abgerufen: 19. November 2018)
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