Die Haard (Kulturlandschaftsbereich Regionalplan Ruhr 154)

Schlagwörter:
Fachsicht(en): Kulturlandschaftspflege, Archäologie, Denkmalpflege, Landeskunde, Raumplanung
Gemeinde(n): Datteln, Haltern am See, Marl (Nordrhein-Westfalen), Oer-Erkenschwick
Kreis(e): Recklinghausen
Bundesland: Nordrhein-Westfalen
Das Waldgebiet die Haard und sein Umfeld sind hier beschrieben als bedeutsamer Kulturlandschaftsbereich (KLB) wie im Fachbeitrag Kulturlandschaft zum Regionalplan Ruhr. Die wertbestimmenden Merkmale der historischen Kulturlandschaft werden für die Maßstabsebene der Regionalplanung kurz zusammengefasst und charakterisiert.

Größtes zusammenhängendes Waldgebiet am Nordrand des Ruhrgebietes mit seit 1900 z.T. unveränderten Waldrändern. Persistente, rechteckige Parzellengrenzen, z.B. südlich und nördlich Sankt Johannes, historische Wälle und Wallhecken entlang persistenter Parzellengrenzen (z.B. am Kibitzberg), weitgehend persistentes Wegenetz, z.T. rechtwinklig, vereinzelt durchgewachsene Niederwälder und Altgehölze in den historischen Waldbereichen als Zeugnis der ehemaligen Niederwaldnutzung und Waldhude. Heiderelikte (z.B. am Stimberg). Vielzahl an kulturhistorisch wertvollen Strukturen wie Hohlwege (z.B. am Stimberg), Abgrabungen und Wegekreuze. Zeugnisse des Bergbaus wie Pingen, Stollenmundlöcher und Meilerplatten.

Im Offenland weitgehend seit 1900 unveränderte Siedlungsstruktur mit Einzelhöfen, häufig in regionaltypischer Bauweise, weitgehend unveränderte Wegestruktur, persistente Waldränder, historische Ackerstandorte, persistente Grünlandstandorte entlang der Bachtäler, vielfältig strukturierte Landschaft mit Einzelbäumen, Hecken und Baumreihen als gliedernde und prägende Elemente, Wegekreuze als Zeugnis der Religiosität.

Grabhügel (Archivfunktion), Wölbäcker, Einfriedungen, Ziegelei, steinzeitliche Lesefundstellen (Archivfunktion), Haus Mahlenberg (urkundlich bereits vor 1.300 genannt).

Kulturlandschaftliches und denkmalpflegerisches Ziel im Rahmen der Regionalplanung ist eine erhaltende Kulturlandschaftsentwicklung, insbesondere
  • Bewahren des Kulturlandschaftsgefüges, insbesondere erhaltende Waldbewirtschaftung
  • Sichern kulturgeschichtlich bedeutsamer Böden
  • Bewahren und Sichern archäologischer und paläontologischer Bodendenkmäler in ihrem Kontext
Aus: Landschaftsverband Rheinland / Landschaftsverband Westfalen-Lippe, Fachbeitrag Kulturlandschaft zum Regionalplan Ruhr, 2014

Internet
Fachbeitrag Kulturlandschaft zum Regionalplan Ruhr (Abgerufen: 04.04.2016)

Literatur

Landschaftsverband Rheinland; Landschaftsverband Westfalen-Lippe (Hrsg.) (2014)
Fachbeitrag Kulturlandschaft zum Regionalplan Ruhr. Erhaltende Kulturlandschaftsentwicklung. S. 158, Köln, Münster.

Die Haard (Kulturlandschaftsbereich Regionalplan Ruhr 154)

Schlagwörter
Fachsicht(en)
Kulturlandschaftspflege, Archäologie, Denkmalpflege, Landeskunde, Raumplanung
Erfassungsmaßstab
i.d.R. 1:25.000 (kleiner als 1:20.000)
Erfassungsmethode
Literaturauswertung, Geländebegehung/-kartierung, Archivauswertung
Historischer Zeitraum
Beginn 2012
Koordinate WGS84
51° 41′ 25,45″ N, 7° 13′ 19,29″ O / 51.6904°, 7.22203°
Koordinate UTM
32U 377105.4 5728101.13
Koordinate Gauss/Krüger
2584545.24 5729164.09

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„Die Haard (Kulturlandschaftsbereich Regionalplan Ruhr 154)”. In: KuLaDig, Kultur.Landschaft.Digital. URL: https://www.kuladig.de/Objektansicht/O-89870-20140406-220 (Abgerufen: 21. Mai 2018)
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