Weitmarer Holz, Sundern und Brockhausen (Kulturlandschaftsbereich Regionalplan Ruhr 324)

Schlagwörter:
Fachsicht(en): Kulturlandschaftspflege, Archäologie, Denkmalpflege, Landeskunde, Raumplanung
Gemeinde(n): Bochum, Hattingen
Kreis(e): Bochum, Ennepe-Ruhr-Kreis
Bundesland: Nordrhein-Westfalen
Das Weitmarer Holz, Sundern und Brockhausen sowie ihr Umfeld sind hier beschrieben als bedeutsamer Kulturlandschaftsbereich (KLB) wie im Fachbeitrag Kulturlandschaft zum Regionalplan Ruhr. Die wertbestimmenden Merkmale der historischen Kulturlandschaft werden für die Maßstabsebene der Regionalplanung kurz zusammengefasst und charakterisiert.

Nördlich der Ruhr seit 1900 in weiten Teilen persistente und vielfältige Nutzungsstruktur. Zahlreiche erhaltene kulturhistorische Einzelelemente v.a. des Bergbaus aus der jüngeren Neuzeit.

Weitmarer Holz als stadtnahes Erholungsgebiet mit Relikten wie Pingen, Stollen, Malakoff-Fördertum der Zeche Brockhauser Tiefbau und Trasse einer ehemaligen Dampfhaspelbahn im Südosten. Der Gahlensche Kohlenweg von Hattingen über Weitmar bis an die Lippe verlief auf der Trasse der heutigen B 51.

Ruine und Parkanlage des ehemaligen Adelssitzes Haus Weitmar (samt Umgebung Bodendenkmal); seit 1900 erhaltene Wegeverbindung zwischen dem Haus Weitmar und dem Weitmarer Holz. Insgesamt nur wenig verändertes Wegenetz, teilweise Ausprägung als Hohlwege wie südlich Nevel oder am Baaker Berg. Nördlich des Weitmarer Holzes für den Kernbereich des Ruhrgebietes typische enge Verzahnung von bäuerlicher Kulturlandschaft, öffentlichen Freiräumen wie Parkanlagen und Friedhöfen und angrenzender städtischer Bebauung. Seit 1840 persistente Ackerflächen bei Hof Nevel, am Backer Berg und westlich Stiepel. Kleinflächig Ackerterrassen südlich von Sundern.

Durch den Bergbau geprägte Streusiedlung aus dem 19. Jahrhundert südlich des Weitmarer Holzes und bei Brockhausen.

Historische Wälder an den Hängen der Ruhr. Häufig vorkommende mehrstämmige Buchen weisen auf eine ehemalige Niederwaldnutzung hin. Östlich von Brockhausen liegt der ehemalige Zechenstandort der Zeche Pfingstblume.

Sternwarte Bochum: Institut für Umwelt und Zukunftsforschung, nach dem Begründer „Kap Kaminski“ genannt, erbaut 1964 mit 20 m Parabolantenne. Die Kunststoffhülle der Traglufthalle (Radom) besteht aus 161 vernähten Polyester-Längsbahnen.

Kulturlandschaftliches und denkmalpflegerisches Ziel im Rahmen der Regionalplanung ist eine erhaltende Kulturlandschaftsentwicklung, insbesondere
  • Bewahren und Sichern von Elementen, Strukturen, Nutzungen sowie Ansichten und Sichträumen von historischen Objekten
  • Bewahren des Kulturlandschaftsgefüges, insbesondere Erhaltung der Siedlungs- und Wegestruktur sowie der Waldstandorte sowie der bedeutsamen Bergbaurelikte
  • Sichern kulturgeschichtlich bedeutsamer Böden
  • Bewahren und Sichern archäologischer und paläontologischer Bodendenkmäler in ihrem Kontext
Aus: Landschaftsverband Rheinland / Landschaftsverband Westfalen-Lippe, Fachbeitrag Kulturlandschaft zum Regionalplan Ruhr, 2014

Internet
Fachbeitrag Kulturlandschaft zum Regionalplan Ruhr (Abgerufen: 04.04.2016)

Literatur

Landschaftsverband Rheinland; Landschaftsverband Westfalen-Lippe (Hrsg.) (2014)
Fachbeitrag Kulturlandschaft zum Regionalplan Ruhr. Erhaltende Kulturlandschaftsentwicklung. S. 212, Köln, Münster.

Weitmarer Holz, Sundern und Brockhausen (Kulturlandschaftsbereich Regionalplan Ruhr 324)

Schlagwörter
Fachsicht(en)
Kulturlandschaftspflege, Archäologie, Denkmalpflege, Landeskunde, Raumplanung
Erfassungsmaßstab
i.d.R. 1:25.000 (kleiner als 1:20.000)
Erfassungsmethode
Literaturauswertung, Geländebegehung/-kartierung, Archivauswertung
Historischer Zeitraum
Beginn 2012
Koordinate WGS84
51° 25′ 51,15″ N, 7° 12′ 2,91″ O / 51.43088°, 7.20081°
Koordinate UTM
32U 374928.95 5699277.19
Koordinate Gauss/Krüger
2583552.51 5700266.73

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„Weitmarer Holz, Sundern und Brockhausen (Kulturlandschaftsbereich Regionalplan Ruhr 324)”. In: KuLaDig, Kultur.Landschaft.Digital. URL: https://www.kuladig.de/Objektansicht/O-89738-20140406-88 (Abgerufen: 20. Februar 2018)
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