Haufendorf Boxberg

Schlagwörter:
Fachsicht(en): Kulturlandschaftspflege, Denkmalpflege, Landeskunde
Gemeinde(n): Boxberg (Rheinland-Pfalz)
Kreis(e): Vulkaneifel
Bundesland: Rheinland-Pfalz
  • Karte der ersten urkundlichen Erwähnung der Siedlungen in der Verbandsgemeinde Kelberg (2014)

    Karte der ersten urkundlichen Erwähnung der Siedlungen in der Verbandsgemeinde Kelberg (2014)

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Das Haufendorf Boxberg wurde 1324 als „curia in Buxber“ erstmals erwähnt. Am 16. Juli 1358 wird der Hof Merzbach in der heutigen Gemarkung erwähnt. Ein weiterer Hof, der Hof Weltersberg, wurde 1670 erwähnt.
Bis 1795 gehörte das Dorf zum Kurfürstentum Trier (Amt Daun) und zur Pfarrei Hilgerath, die ihren Sitz in Beinhausen hat. Wann die St. Katharinakapelle (Namenstag 25.11.) errichtet worden ist, ist nicht genau bekannt. Sie stammt aus dem 18. Jahrhundert.
Im sogenannten Feuerbuch von 1563 sind für Boxberg 11 und den Hof Merzbach 8 Feuerstellen (Häuser) eingetragen. Nach dem Dreißigjährigen Krieg war diese Zahl für Boxberg auf 3 und für Merzbach auf 2 Feuerstellen reduziert. 1817 hat der Ort zusammen mit dem Hof Merzbach 136 Einwohner, 1830 140 Einwohner, 1854 133 Einwohner, 1869 147 Einwohner und 1895 114 Einwohner. Nach einem Mindeststand von 124 Einwohnern 1905 stieg die Einwohnerzahl allmählich auf 196 1980 an. Heute hat Boxberg ungefähr 225 Einwohner.

EinwohnerWährend der französischen Herrschaft wurde Boxberg mit der Einverleibung des linken Rheinlandes zu Frankreich vom 1798 bis 1813 zu einer eigenständigen Gemeinde („Commune“) in der „Mairie de Daun“ (Bürgermeisterei bzw. Amt Daun) erhoben. Nach der Übernahme der Verwaltung des Rheinlandes durch die Preußen 1815 blieb Boxberg eine eigenständige Gemeinde der Bürgermeisterei bzw. des Amtes Daun. Nach der Kommunal- und Verwaltungsreform von 1970 wurde die Gemeinde in die Verbandsgemeinde Kelberg eingegliedert.

1898 fand die Planzuteilung im Rahmen der gemeinsam durchgeführten Flurbereinigung in der Gemarkung Boxberg statt (332 ha). Die Hauptziele der Flurbereinigung waren die Zusammenlegung und Vergrößerung der durch das Realteilungserbrecht verkleinerten Parzellen und die Erschließung aller Nutzparzellen mit Flurwegen.
Der Hof Merzbach brannte am 28.6.1899 total ab und ist nicht mehr aufgebaut worden. Der Hof Weltersberg (Kaifenheimer Häuschen) ist ebenfalls abgegangen. Nach Mayer und Mertes (1986, S. 64) waren die Mauern der Scheune 1920 noch sichtbar.
Nach der Tranchotkarte von 1809 und der preußischen Neuaufnahme von 1895 ist Boxberg als Haufendorf zu bezeichnen. Um 1900 hatte sich das Dorf in Richtung der heutigen B 410 erweitert. Seit den 1970er Jahren ist an der Ostseite des Dorfes ein Neubaugebiet entstanden. Auch der Südseite gab es am Lieserweg neue Bebauung.

(Peter Burggraaff, Universität Koblenz-Landau, 2014)

Internet:
Gemeinden/Boxberg 01.06.2016

Literatur

Generaldirektion Kulturelles Erbe Rheinland-Pfalz (Hrsg.) (2014)
Nachrichtliches Verzeichnis der Kulturdenkmäler, Kreis Vulkaneifel (Denkmalverzeichnis Kreis Vulkaneifel, 31. März 2014). Koblenz. Online verfügbar: denkmallisten.gdke-rlp.de, Vulkaneifel, abgerufen am 29.02.2016
Mayer, Alois / Mertes, Erich (1993)
Geschichte, Kultur und Literatur der Verbandsgemeinde Kelberg. S.92, Adenau.
Mayer, Alois / Mertes, Erich (1986)
Sagen – Geschichte – Brauchtum aus der Verbandsgemeinde. S. 64, Daun.
Mertes, Erich (o.J.)
Die Dörfer der Verbandsgemeinde Kelberg, Ihre erste Erwähnung und Nennung in der Literatur. In: Landeskundliche Vierteljahresblätter 32, 1986, Heft 3, o. O.

Haufendorf Boxberg

Schlagwörter
Ort
Boxberg
Fachsicht(en)
Kulturlandschaftspflege, Denkmalpflege, Landeskunde
Erfassungsmaßstab
i.d.R. 1:5.000 (größer als 1:20.000)
Erfassungsmethode
Geländebegehung/-kartierung, Fernerkundung, Auswertung historischer Schriften, Auswertung historischer Karten, Auswertung historischer Fotos, Literaturauswertung
Historischer Zeitraum
Beginn 1300 bis 1350
Koordinate WGS84
50° 16′ 23,2″ N, 6° 52′ 28,31″ O / 50.27311°, 6.87453°
Koordinate UTM
32U 348544.89 5571158.1
Koordinate Gauss/Krüger
2562387.9 5571153.09

Empfohlene Zitierweise

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„Haufendorf Boxberg”. In: KuLaDig, Kultur.Landschaft.Digital. URL: https://www.kuladig.de/Objektansicht/O-88370-20140317-2 (Abgerufen: 21. November 2018)
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