Keltisches Hügelgräberfeld in Gelenberg

Schlagwörter:
Fachsicht(en): Kulturlandschaftspflege, Landeskunde
Gemeinde(n): Bongard, Gelenberg
Kreis(e): Vulkaneifel
Bundesland: Rheinland-Pfalz
Die etwa 20 Hügelgräber, die sich am Rande des Barsberges und zu beiden Seiten des Waldweges nach Gelenberg befinden, gehören zu den bedeutendsten Zeugen der Vorgeschichte ider Hocheifel. Vermutlich handelt es sich um Reste eines zusammenhängenden Grabhügelfeldes der so genannten Hunsrück-Eifel-Kultur aus der vorrömischen Eisenzeit (um 400 bis 500 v. Chr.).
Anzunehmen sind daneben auch römerzeitliche Nachbestattungen. Aus einem 1890 geöffneten Hügel sollen Urnen, Münzen, Lanzen- und Pfeilspitzen geborgen worden sein.

Ob ein Zusammenhang mit der Ringwallanlage auf dem Barsberg besteht, ist nicht nachgewiesen, aber zu vermuten. In einer Grabstätte fand man Urnen, Lanzen, Pfeilspitzen und Münzen. Der Inhalt ließ auf römischen Ursprung schließen. 1888 fand man einen aus terra sigilata gefertigten Untersatz mit der Aufschrift aper fecit mit einem Glasbecher in Form eines Fässchens. 1891 wurde ein aus Lava gearbeiteter Steinsarg mit einer Länge von 1,10 Meter freigelegt. Der Verschluss war ein aus demselben Gestein gearbeitete 20 cm dicke Platte. Im Boden des Sarges befanden sich zwei kreisförmige Vertiefungen. In einer stand ein Tränenkrügchen und die andere Vertiefung war mit Asche und einem Häufchen angebrannter Knochenreste ausgefüllt. Letztere befinden sich jetzt im Museum für Altertumskunde in Berlin (Geschichtsstraße Kelberg, Abschnitt II, Station 38).

(Peter Burggraaff, Universität Koblenz-Landau, 2014)

Literatur

Bauer, Hermann (1996)
Naturschutzgebiet Barsberg Kultstätte unserer Ahnen. In: Landkreis Daun Vulkaneifel, Heimatjahrbuch 1997, S. 150 ff.. Daun.
Burggraaff, Peter (2009)
Die Geschichtsstraße Kelberg als vermittelndes interkommunales Projekt. In: Vermittlung von Kulturlandschaften. Initiative zur Förderung des Kulturlandschaftsbewusstseins (hrsg. vom Bund Heimat und Umwelt in Deutschland), S. 73-83. Bonn.
Burggraaff, Peter / Kleefeld, Klaus-Dieter / Bundesamt für Naturschutz und Bund Heimat und Umwelt (Hrsg.) (2010)
Landschaft erzählen – die Geschichtsstraße in Kelberg (Eifel) als Fallbeispiel für die Erläuterung von Natur- und Kulturerbe. In: Wege zu Natur und Kulturlandschaft (hrsg. vom Bund Heimat und Umwelt in Deutschland), S. 56-71. Bonn.
Mertes, Erich (2003)
Chronik von Bongard. Niederprüm.

Keltisches Hügelgräberfeld in Gelenberg

Schlagwörter
Ort
Gelenberg
Fachsicht(en)
Kulturlandschaftspflege, Landeskunde
Erfassungsmaßstab
i.d.R. 1:5.000 (größer als 1:20.000)
Erfassungsmethode
Auswertung historischer Schriften, Auswertung historischer Karten, Auswertung historischer Fotos, Geländebegehung/-kartierung, Fernerkundung
Historischer Zeitraum
Beginn -500 bis -400
Koordinate WGS84
50° 17′ 46,95″ N, 6° 51′ 19,47″ O / 50.29637°, 6.85541°
Koordinate UTM
32U 347256.75 5573783.61
Koordinate Gauss/Krüger
2560994.84 5573724.98

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„Keltisches Hügelgräberfeld in Gelenberg”. In: KuLaDig, Kultur.Landschaft.Digital. URL: https://www.kuladig.de/Objektansicht/O-86806-20140226-4 (Abgerufen: 28. Mai 2018)
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