Schlossvilla Haus Hartenfels

Schlagwörter:
Fachsicht(en): Kulturlandschaftspflege, Denkmalpflege, Landeskunde
Gemeinde(n): Duisburg
Kreis(e): Duisburg
Bundesland: Nordrhein-Westfalen
Die Villa Haus Hartenfels gehört zum gleichnamigen Landsitz im östlichen Duisburger Stadtwald, gelegen zwischen Grenzweg, Mülheimer Straße und Drachensteig.
„Das 1911 nach Plänen von Architekt (Hermann) Wolters fertiggestellte Haus schließt in seinem Typus an die burgartigen Landsitze des Historismus an. Auch durch die Übernahme zahlreicher Stilformen der Gotik (Außenbau) und der Renaissance (innerer Ausbau) ist das Gebäude als ein Werk des auslaufenden Historismus gekennzeichnet“ (Stadt Duisburg, Untere Denkmalbehörde, Denkmalliste Nr. 350).

Das Monumentale des Gebäudes verbindet sich mit malerischen Elementen.
„Neben einem asymmetrischen und lebhaft gruppierten Baukörper gehörten die reichliche Verwendung von hohen Dächern, Giebeln und Erkern bzw. Balkonen sowie immer auch das Turmmotiv als Attribute altdeutsch-heimatlicher Bauweise dazu. Außerdem bemühte man sich um die weitgehende Reduzierung des Ornaments“ (Stadt Duisburg, Untere Denkmalbehörde, Denkmalliste Nr. 350).

Haus Hartenfels gilt als typisches Bauwerk des Späthistorismus. Es wurde noch einmal nach 1923 (bis 1926) nach Plänen des Architekten des Schweizer Architekten William Dunkel durch einen Nordflügel mit Wirtschafts- und Gästeräumen und einer Terrasse erweitert. Herausragende Bedeutung hat es auch durch seine erhebliche Größe, seinen guten Erhaltungszustand und seinen typischen, so genannten „englischen Grundriss“ erlangt. Besonderes Merkmal ist auch der weithin sichtbare Turm des Gebäudes.

Bis 1942 wohnte die Familie des Großindustriellen Klöckner im Haus Hartenfels, nach dem Zweiten Weltkrieg wurden hier Ausgebombte und Flüchtlinge untergebracht. Nach längerem Leerstand erfolgte 1986 eine Instandsetzung der äußeren Gebäudeteile. In dem seit 1995 unter Denkmalschutz stehenden Gebäude entstehen derzeit Eigentumswohnungen.

(Bernward Selter, Münster, 2014)

Literatur

Haase, Herbert (1967)
Geschichte des Duisburger Stadtwaldes (unveröffentlichtes Manuskript). Duisburg.
Roden, Günter von (1974)
Geschichte der Stadt Duisburg - Die Ortsteile von den Anfängen, die Gesamtstadt seit 1905. Duisburg.
Stadt Duisburg, Untere Denkmalbehörde (Hrsg.) (o.J.)
Denkmalliste online. o. O. Online verfügbar: https://bauauskunft.duisburg.de/online/Gek_online?type=userShow&antr_art_id=501&ba_id=350, abgerufen am 27.01.2014

Schlossvilla Haus Hartenfels

Schlagwörter
Fachsicht(en)
Kulturlandschaftspflege, Denkmalpflege, Landeskunde
Erfassungsmaßstab
i.d.R. 1:5.000 (größer als 1:20.000)
Erfassungsmethode
Geländebegehung/-kartierung, Auswertung historischer Schriften, Auswertung historischer Karten, Auswertung historischer Fotos, Literaturauswertung
Historischer Zeitraum
Beginn 1911 bis 1926
Koordinate WGS84
51° 25′ 29,07″ N, 6° 48′ 56,87″ O / 51.42474°, 6.8158°
Koordinate UTM
32U 348147.12 5699322.74
Koordinate Gauss/Krüger
2556785.41 5699215.59

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„Schlossvilla Haus Hartenfels”. In: KuLaDig, Kultur.Landschaft.Digital. URL: https://www.kuladig.de/Objektansicht/O-84194-20140129-2 (Abgerufen: 18. August 2018)
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