Historisches Fahrerlager am Nürburgring

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Fachsicht(en): Kulturlandschaftspflege, Landeskunde
Gemeinde(n): Nürburg
Kreis(e): Ahrweiler
Bundesland: Rheinland-Pfalz
  • Boxenanlagen im alten Fahrerlager am Nürburgring (2013)

    Boxenanlagen im alten Fahrerlager am Nürburgring (2013)

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  • Teil des alten Fahrerlagers am Nürburgring und die Einfahrt zum neuen Fahrerlager, darüber der Werbespruch von 1935 "Jeder lobt was Nürburgring erprobt" (2013)

    Teil des alten Fahrerlagers am Nürburgring und die Einfahrt zum neuen Fahrerlager, darüber der Werbespruch von 1935 "Jeder lobt was Nürburgring erprobt" (2013)

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  • Einfahrt zum alten Fahrerlager am Nürburgring, links im Bild das Dorint-Hotel (2013)

    Einfahrt zum alten Fahrerlager am Nürburgring, links im Bild das Dorint-Hotel (2013)

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  • In alter Optik wieder hergestellte Boxenanlagen im alten Fahrerlager am Nürburgring (2013)

    In alter Optik wieder hergestellte Boxenanlagen im alten Fahrerlager am Nürburgring (2013)

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  • Historische Gebäude an der Einfahrt zum alten Fahrerlager am Nürburgring (2013). Vor dem hinteren Gebäude das 2002 errichtete Denkmal für den argentinischen Rennfahrer Juan Manuel Fangio.

    Historische Gebäude an der Einfahrt zum alten Fahrerlager am Nürburgring (2013). Vor dem hinteren Gebäude das 2002 errichtete Denkmal für den argentinischen Rennfahrer Juan Manuel Fangio.

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  • Rennwagen des Typs BMW Schnitzer CSL mit den Autorennfahrern Henry Pescarolo (gelbes Hemd) und Vittorio Brambilla (blaue Hose) im Fahrerlager des Nürburgrings (1973)

    Rennwagen des Typs BMW Schnitzer CSL mit den Autorennfahrern Henry Pescarolo (gelbes Hemd) und Vittorio Brambilla (blaue Hose) im Fahrerlager des Nürburgrings (1973)

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  • Rennwagen des Typs Ford Capri RS mit den Autorennfahrern Karl-Ludwig Weiß (links) und Klaus Ludwig (rechts) sowie ein Kameramann im Fahrerlager des Nürburgrings (1973)

    Rennwagen des Typs Ford Capri RS mit den Autorennfahrern Karl-Ludwig Weiß (links) und Klaus Ludwig (rechts) sowie ein Kameramann im Fahrerlager des Nürburgrings (1973)

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  • Die historische Postkarte (vermutlich aus den späten 1920er oder 1930er Jahren) zeigt den Start- und Zielbereich und das Fahrerlager des Nürburgrings. Ansicht aus östlicher Richtung, im Hintergrund rechts ist die Nürburg zu sehen.

    Die historische Postkarte (vermutlich aus den späten 1920er oder 1930er Jahren) zeigt den Start- und Zielbereich und das Fahrerlager des Nürburgrings. Ansicht aus östlicher Richtung, im Hintergrund rechts ist die Nürburg zu sehen.

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  • Historisierendes Pressefoto, Aufnahme 2011: Ein Mercedes Benz-Rennwagen (W 154, "Silberpfeil" von 1938) im alten Fahrerlager am Nürburgring.

    Historisierendes Pressefoto, Aufnahme 2011: Ein Mercedes Benz-Rennwagen (W 154, "Silberpfeil" von 1938) im alten Fahrerlager am Nürburgring.

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  • Ausschnitt der historischen Karte "Der Nürburgring" von 1936 mit dem Start- und Zielplatz samt Nord- und Südkehre der Rennstrecke, dem Fahrerlager, Tribünen und Parkplätzen.

    Ausschnitt der historischen Karte "Der Nürburgring" von 1936 mit dem Start- und Zielplatz samt Nord- und Südkehre der Rennstrecke, dem Fahrerlager, Tribünen und Parkplätzen.

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  • Innenbereich des historischen Fahrerlagers und ein moderner Anzeigeturm mit BMW-Werbung am Nürburgring (2013).

    Innenbereich des historischen Fahrerlagers und ein moderner Anzeigeturm mit BMW-Werbung am Nürburgring (2013).

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Inmitten des Nürburgrings, der 1927 als „Gebirgs-, Renn- und Prüfungsstrecke“ eingeweihten und als „Grüne Hölle“ weltbekannt gewordenen Rennstrecke in der Eifel, befindet sich das heute wieder in seiner ursprünglichen Gestalt erkennbare historische Fahrerlager.

Das alte Fahrerlager
Zwischen der „neuen“ Grand Prix-Strecke und der inzwischen „alten“ Nordschleife des Nürburgrings liegt das alte Fahrerlager.
Meist in Nachbarschaft zur Boxengasse – dem Bereich unmittelbar an der Strecke, in dem die Fahrzeuge während des Rennen betankt und technisch versorgt werden – werden in einem Fahrerlager während einer Veranstaltung die Teilnehmer, deren Fahrzeuge oder auch die Rennleitung untergebracht. Heute ist ein Fahrerlager schon aus Sicherheitsgründen zumeist ein räumlich abgegrenzter Bereich, ein Parc fermé (französisch für: geschlossener Park). In früheren Zeiten war der Zugang zumeist auch für die Zuschauer möglich, was heute nur noch selten bzw. bei eher unbedeutenderen Veranstaltungen der Fall ist.
Das historische Fahrerlager am Nürburgring mit seinen ursprünglich 70 Boxen (58 für Automobile und 12 für Motorrräder, Rhein-Zeitung 2017) wird vor Ort als das „älteste Boxengeviert der Welt“ und „Herzstück des historischen Nürburgrings“ beworben:
„Weltweit, einzigartig, authentisch, geschichtsträchtig. Im Jahr 1927 zur Eröffnung des Nürburgrings fertiggestellt ist die Anordnung von mehr als 50 Fahrzeugboxen in rechtwinkliger Ausrichtung zum Synonym für eine Paddock-Anlage geworden“ (nuerburgring.de, Historisches Fahrerlager).
Immerhin bis ins Jahr 1983 wurde das alte Fahrerlager in seinem ursprünglichen Zustand genutzt, bevor es durch die moderneren Anlagen im Innenbereich der neuen Grand Prix-Strecke abgelöst wurde.

Das renovierte „historische“ Fahrerlager
In den folgenden Jahren verfiel das ungenutzte Fahrerlager zusehends und diente im Grunde nur noch als Durchfahrt für den inneren Bereich der neuen Grand Prix-Strecke – auch die Spuren seiner früheren Funktion verschwanden in den folgenden Jahrzehnten zusehends und die Bedeutung des Areals war nur noch eingeweihten Ring-Kennern bewusst.

Nach einer umfassenden Renovierung wurde das Fahrerlager schließlich am 30. April 2011 im Rahmen einer Oldtimer-Veranstaltung in einem vorgeblich „ursprünglich belassenen“ Zustand wieder eröffnet:
Mit einem 100-Punkte-Plan wurde das Fahrerlager renoviert und in Teilen restauriert. Emailletafeln mit Boxennummern wurden wieder angebracht, die Boxenfronten repariert und die Boxen innen und außen renoviert. Alte Reklame-Schilder aus Sammlungen und den Nürburgring-Lagern wieder zusammen getragen, der Standort der alten Waage wurde sichtbar gemacht und vieles mehr“ (nuerburgring.de, Historisches Fahrerlager).
An den etwa 50 garagenartigen Boxen wurden ferner Schilder mit dem Namen berühmter Rennfahrer, Gedenkplaketten, altertümliche Megafone und Nationalflaggen angebracht. An der Nordseite, gleich über der Durchfahrt zum Fahrerlager der Grand Prix-Strecke, wurde der alte Werbespruch des Rings von 1935 großformatig installiert, der auf den langjährigen Pressesprecher des Rings und späteren Vorsitzenden des ADAC Hans Peter Bretz (1897-1976) zurückgeht: „Jeder lobt was Nürburgring erprobt“.

Auch wenn der heutige Zustand des Fahrerlagers weniger als „ursprünglich belassen“ bezeichnet werden sollte, sondern eher als „altertümlich wiederhergestellt“, so kann die Wiederherstellung des „alten“ Aussehens doch als gelungen bezeichnet werden – was nicht zuletzt auch ein Vergleich mit historischen Bildern und Ansichten des Fahrerlagers zeigt (vgl. die Bilder in der Mediengalerie und v.a. die zahlreichen historischen Aufnahmen unter pro-steilstrecke.de).
Es gab immer wieder Bestrebungen, die historischen Teile des Nürburgrings – insbesondere das alte Fahrerlager, die Reste der Steilstrecke und die Südschleife – unter Denkmalschutz zu stellen. Die aktuelle Denkmalliste des Kreises Ahrweiler weist diese jedoch nicht als Denkmale aus (Denkmalverzeichnis Kreis Ahrweiler 2013, S. 33).

(Franz-Josef Knöchel, LVR-Redaktion KuLaDig, 2014/2017)

Quelle
„Preußisch Sibirien erwacht. Der Bau des Nürburgrings bringt Geld und Arbeit in die mittellose Eifel“ (Rhein-Zeitung vom 25.03.2017)

Internet
www.nuerburgring.de: Historisches Fahrerlager (abgerufen 20.01.2014, Inhalt nicht mehr verfügbar 27.03.2017)
www.nuerburgring.de: Webcam aus dem historischen Fahrerlager (abgerufen 20.01.2014)
www.nuerburgring.de: Nordschleife (abgerufen 20.01.2014)
www.motor-klassik.de: Nürburgring: Historisches Fahrerlager – Neueröffnung nach Umbauarbeiten (undatiert, wohl 2011, abgerufen 20.01.2014, Inhalt nicht mehr verfügbar 27.03.2017)
www.rheinische-geschichte.lvr.de: Der Nürburgring 1925-1945 (abgerufen 20.01.2014)
www.pro-steilstrecke.de: Bildergalerien (abgerufen 21.01.2014)

Literatur

Burggraaff, Peter; Haffke, Jürgen; Kleefeld, Klaus-Dieter; Kremer, Bruno P. (2012)
Auf Tour Eifel. Heidelberg.
Generaldirektion Kulturelles Erbe Rheinland-Pfalz (Hrsg.) (2013)
Nachrichtliches Verzeichnis der Kulturdenkmäler, Kreis Ahrweiler (Denkmalverzeichnis Kreis Ahrweiler, 22. April 2013). Koblenz. Online verfügbar: http://denkmallisten.gdke-rlp.de/Ahrweiler.pdf, abgerufen am 19.03.2012
Haffke, Jürgen (2010)
Der Nürburgring - Tourismus für Millionen. Bonn.
Haffke, Jürgen / Knöchel, Franz-Josef (2013)
Die Eifel als Tourismusgebiet. In: Die Eifel - Beiträge zu einer Landeskunde (Festschrift 125 Jahre Eifelverein 1888-2013, Band 2), S. 227-246. Düren.

Historisches Fahrerlager am Nürburgring

Schlagwörter
Ort
53520 Nürburg
Fachsicht(en)
Kulturlandschaftspflege, Landeskunde
Erfassungsmaßstab
i.d.R. 1:5.000 (größer als 1:20.000)
Erfassungsmethode
Auswertung historischer Fotos, Literaturauswertung, Geländebegehung/-kartierung, mündliche Hinweise Ortsansässiger, Ortskundiger
Historischer Zeitraum
Beginn 1927
Koordinate WGS84
50° 20′ 10,88″ N, 6° 57′ 2,25″ O / 50.33636°, 6.95063°
Koordinate UTM
32U 354160.34 5578037.49
Koordinate Gauss/Krüger
2567722.56 5578254.35

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„Historisches Fahrerlager am Nürburgring”. In: KuLaDig, Kultur.Landschaft.Digital. URL: https://www.kuladig.de/Objektansicht/O-83857-20140121-2 (Abgerufen: 23. Februar 2018)
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