Lambertsmühle mit Nebengebäuden

Schlagwörter:
Fachsicht(en): Kulturlandschaftspflege
Gemeinde(n): Burscheid
Kreis(e): Rheinisch-Bergischer Kreis
Bundesland: Nordrhein-Westfalen
  • Blick auf die zwei Fachwerkgebäude der Lamberstmühle vom asphaltierten Weg aus, der links am höheren weißen Fachwerkhaus vorbei führt. Das rechte Gebäude ist ein Fachwerk/Backstein-Bau mit einem zweiteiligen Holztor.

    Blick auf die zwei Fachwerkgebäude der Lamberstmühle vom asphaltierten Weg aus, der links am höheren weißen Fachwerkhaus vorbei führt. Das rechte Gebäude ist ein Fachwerk/Backstein-Bau mit einem zweiteiligen Holztor.

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  • Lambertsmühle, Zusammenbau des Mühlrades 2002

    Lambertsmühle, Zusammenbau des Mühlrades 2002

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  • Kran in der Lambertsmühle

    Kran in der Lambertsmühle

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  • Lambertsmühle (2011)

    Lambertsmühle (2011)

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Erste schriftliche Zeugnisse belegen eine Mühle hier um 1600. Die Ursprünge liegen allerdings bedeutend früher, nämlich bereits im 13. Jahrhundert. Sie soll ehemals „die Honne“ oder „Honns-Mühle“ genannt worden sein. Bis zur Aufhebung des Mühlenzwanges dürfte die Lambertsmühle die Bannmühle der mittleren Honnschaft des Kirchenspiels Burscheid gewesen sein, zu welcher das Dorf Burscheid selbst rechnete. Die Bauern dieses Bezirkes waren gezwungen, ihr Getreide in der Lambertsmühle mahlen zu lassen.

Unter der Bezeichnung „Hunds-Mühle“ gehörte die Mühle bis ins Jahr 1751 zum Rittergutsbesitz der Herrschaft Langscheid. Ihren heutigen Namen soll die Lambertsmühle nach einem um 1570 geborenen „Lambert“ erhalten haben, der mit dem Privileg der Herren von Landscheid in der Mühle gelebt hat. 1766 ist die Mühle abgebrannt und der dann folgende sofortige Wiederaufbau gab der Anlage das heute noch existente Aussehen. Bis 1956 wechselte mehrmals der Besitzer, doch immer diente die Lambertsmühle als Getreidemühle, zunächst auch mit angeschlossener Bäckerei und später dann mit ausschließlichem Mahlbetrieb. Gemäß dem Nachlass der letzten Eigentümerin sollte in der Anlage ein Museum der Stadt Burscheid eingerichtet werden und die Mühle ging in den Besitz der Stadt über. Seit 1983 steht die Mühle unter Denkmalschutz.

Die Lambertsmühle wird seit 1995 durch den Verein zur Förderung der Lambertsmühle zu Burscheid e.V. mit hohem Aufwand sachkundig restauriert. Sie ist mittlerweile voll funktionsfähig und für Schauzwecke läuft die Anlage auch bereits. Die Ausstellung des Museums soll neben der Darstellung verschiedener alter Handwerke (Schmiede, Schuhmacherei/Sattlerei, Holzwerkstatt/Stellmacherei, Webstuhlkammer, Apfelsaftpresse), den Weg vom Korn zum Brot dokumentieren und erfahrbar machen. Darüber hinaus sollen die vielen in Burscheid und den zugehörigen Ortschaften ehemals betriebenen Mühlen in Text und Bild gezeigt werden. Der historische Fachwerkbau mit seinen Nebengebäuden ist zugleich Anschauungsobjekt und Ausflugsziel für viele Touristen aus der Umgebung.

In der „guten Stube“ der Lambertsmühle kann man in ganz besonderem Ambiente heiraten, denn das Standesamt der Gemeinde Burscheid bietet hier die Möglichkeit, Trauungen durchzuführen. Der kleine „Auerbachkeller“ bietet unter anderem die Möglichkeit zu einer Weinprobe.

(LVR-Fachbereich Umwelt, 2011)

Internet
lambertsmühle-burscheid.de (abgerufen 09.05.2016)

Literatur

Landschaftsverband Rheinland (Hrsg.) (2011)
Mühlenregion Rheinland (DVD-ROM, DVD-Video und Beilage). Köln.

Lambertsmühle mit Nebengebäuden

Schlagwörter
Fachsicht(en)
Kulturlandschaftspflege
Erfassungsmaßstab
i.d.R. 1:5.000 (größer als 1:20.000)
Erfassungsmethode
Geländebegehung/-kartierung, Literaturauswertung
Historischer Zeitraum
Beginn 1200 bis 1300
Koordinate WGS84
51° 04′ 25,34″ N, 7° 06′ 3,37″ O / 51.0737°, 7.10093°
Koordinate UTM
32U 366959.69 5659736.66
Koordinate Gauss/Krüger
2577202.9 5660423.04

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„Lambertsmühle mit Nebengebäuden”. In: KuLaDig, Kultur.Landschaft.Digital. URL: https://www.kuladig.de/Objektansicht/O-8339-20110224-2 (Abgerufen: 21. September 2017)
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