Weseler Landwehr

Klever Landwehr, Klevsche Landwehr, Drevenacker Landwehr

Schlagwörter:
Fachsicht(en): Kulturlandschaftspflege, Archäologie, Landeskunde
Gemeinde(n): Schermbeck
Kreis(e): Wesel
Bundesland: Nordrhein-Westfalen
  • Weseler Landwehr südöstlich des Dämmerwaldes (2012); zu erkennen ist der mittlere Wall mit sich anschließenden Gräben und jeweils einem weiteren Wall.

    Weseler Landwehr südöstlich des Dämmerwaldes (2012); zu erkennen ist der mittlere Wall mit sich anschließenden Gräben und jeweils einem weiteren Wall.

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  • Weseler Landwehr südöstlich des Dämmerwaldes (2012); zu erkennen ist der mittlere Wall mit Gräben auf beiden Seiten.

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  • Weseler Landwehr südöstlich des Dämmerwaldes (2012); zu erkennen ist der mittlere Wall mit sich anschließendem Graben und einem weiteren Wall.

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  • Weseler Landwehr südöstlich des Dämmerwaldes (2012); zu erkennen ist der äußere Graben.

    Weseler Landwehr südöstlich des Dämmerwaldes (2012); zu erkennen ist der äußere Graben.

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  • Weseler Landwehr südöstlich des Dämmerwaldes (2012); zu erkennen sind zwei Wälle und Gräben.

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  • Weseler Landwehr südöstlich des Dämmerwaldes (2012); zu erkennen ist die Höhendifferenz zwischen Grabensohle und Wallkrone von hier etwa vier Metern.

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  • Weseler Landwehr südöstlich des Dämmerwaldes (2012); zu erkennen ist der äußere Wall mit anschließendem Graben und dem mittleren Wall.

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Die Weseler Landwehr (auch Klever Landwehr, Klevsche Landwehr oder Drevenacker Landwehr) ist eine in einigen Abschnitten – besonders im Bereich Schermbeck-Damm – noch gut erhaltene spätmittelalterliche Territoriallandwehr des ehemaligen Herzogtums Kleve. Die Landwehr zählt zu den bedeutenden Bodendenkmälern in Nordrhein-Westfalen. Sie besteht aus drei Wällen und vier Gräben. Die Wälle sind zwischen 4 und 7 Meter breit und zwischen 0,5 und 1,5 Meter hoch. Die Gräben messen erhaltene Tiefen zwischen 0,5 und 1 Meter.

Vermutlich in der ersten Hälfte des 15. Jahrhunderts legten die Klever Herzöge diese Landwehr an. Der östliche Teil des Bauwerks erstreckte sich über Drevenack bis zur damaligen Landesgrenze bei Schermbeck, südöstlich des Dämmerwaldes. Die mit mehreren Wällen und parallel verlaufenden Gräben versehene und auf den Wallkronen mit Hecken bepflanzte Anlage schränkte nicht nur die Beweglichkeit möglicher Feinde ein, sondern leitete auch den Verkehr auf bestimmte Wege und Straßen und vereinfachte die Zolleinnahme. Pflege und Unterhaltung der Weseler Landwehr oblag den Anrainern, die in gewissen Abständen immer wieder lückige Stellen neu „bepathen“ (bepflanzen) mussten.
Im Klevischen Kataster von 1733 ist die Landwehr noch in voller Länge zu erkennen.

(Bernward Selter, Münster, 2013)

Die Klevische Landwehr zwischen Hamminkeln und Schermbeck gehört zu einem System der großen, rechtsrheinischen Klever Grenzlandwehren, die für den heutigen Kreis Wesel eines der bedeutenden Bodendenkmäler darstellt. Neben Jülich, Berg und Kurköln legten auch die Grafen und späteren Herzöge von Kleve in ihren Territorien umfangreiche Grenzlandwehren an. Als Entstehungszeit wird allgemein das ausgehende 14. und das 15. Jahrhundert genannt. Die Klever Grenzlandwehren sind in den Klevischen Katasterkarten von 1733 eingezeichnet. Als weitere Karte zeigt die Festungskarte Wesel von Major Ingenieur Foris aus dem Jahre 1730 (HStAD) den Verlauf der Landwehr bis auf die Höhe von Damm.
Kartiert wurden nur die Abschnitte, die obertägig noch sichtbar sind. In den dazwischen liegenden Abschnitten sind bedeutende Relikte wie die Gräben größtenteils als Bodendenkmäler erhalten (LVR-ABR, BD-Nr. WES 42).

(Claus Weber, LVR-Amt für Bodendenkmalpflege im Rheinland, 2014)

Literatur

Horn, Heinz Günter / Thünker, Alex (2000)
Die Klever Landwehr bei Schermbeck-Damm. In: Hellenkemper, Hansgerd u.a. (Hrsg.): Zeitmarken / Landmarken. Bodendenkmäler in Nordrhein-Westfalen, S. 220-223. Köln.
Wegener, Wolfgang (2006)
Hünxe-Drevenack: Die Weseler Landwehr. In: Becker, Thomas (Hrsg.): Der Niederrhein zwischen Xanten und Nijmegen, S. 242-243. Stuttgart.

Weseler Landwehr

Schlagwörter
Ort
Schermbeck
Fachsicht(en)
Kulturlandschaftspflege, Archäologie, Landeskunde
Erfassungsmaßstab
i.d.R. 1:5.000 (größer als 1:20.000)
Erfassungsmethode
Auswertung historischer Schriften, Auswertung historischer Karten, Literaturauswertung, Geländebegehung/-kartierung, Fernerkundung
Historischer Zeitraum
Beginn vor 1450
Koordinate WGS84
51° 41′ 41,35″ N, 6° 49′ 53,84″ O / 51.69482°, 6.83162°
Koordinate UTM
32U 350137.84 5729321.94
Koordinate Gauss/Krüger
2557544.14 5729275.8

Empfohlene Zitierweise

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Empfohlene Zitierweise
„Weseler Landwehr”. In: KuLaDig, Kultur.Landschaft.Digital. URL: https://www.kuladig.de/Objektansicht/O-80561-20131130-2 (Abgerufen: 18. November 2018)
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