Waldfriedhof Rhöndorf

Schlagwörter:
Fachsicht(en): Denkmalpflege
Gemeinde(n): Bad Honnef
Kreis(e): Rhein-Sieg-Kreis
Bundesland: Nordrhein-Westfalen
  • Bad Honnef-Rhöndorf, Waldfriedhof, Löwenburgstr. 75

    Bad Honnef-Rhöndorf, Waldfriedhof, Löwenburgstr. 75

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    LVR-Amt für Denkmalpflege im Rheinland, Jürgen Gregori
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  • Waldfriedhof Rhöndorf, Friedhofskapelle

    Waldfriedhof Rhöndorf, Friedhofskapelle

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Der Waldfriedhof Rhöndorf befindet sich am nordöstlichen Rand von Bad Honnef-Rhöndorf und ist in Hanglage am Fuße vom Drachenfels in die Kulturlandschaft des Siebengebirges eingebettet. Er ist ein herausragendes Werk des Bildhauers Karl Menser und stellt ein qualitätvolles Beispiel eines kleineren Reformfriedhofs der 1920er Jahre dar.

Der Haupteingang des Waldfriedhofs Rhöndorf befindet sich an der unterhalb gelegenen Löwenburger Straße, die als Sackgasse an diesem abgeschiedenen Friedhof endet. Der Hauptweg führt zunächst an der jüngeren Friedhofskapelle (1966) vorbei. In nördlicher Richtung schließt sich der älteste Friedhofsteil an, wobei der Zugang von einer Totenleuchte mit Kreuz betont wird.
Der ab 1919 entstandene Friedhof ist insgesamt eine Anlage von hoher ästhetischer Qualität. Die mit dem künstlerischen Konzept von Karl Menser (1872–1929) angestrebte Wirkung eines Waldfriedhofs ist heute dank der herangewachsenen Bäume erlebbar. Vor allem viele einheimische Laubbäume – wie Rotbuchen, Linden, Eichen – bilden im ältesten Friedhofsteil mit ihren kräftigen Stämmen und ihrem „Laubdach“ einen Friedhofsraum aus, der an eine Säulenhalle erinnert. Die harmonische Einbettung des Gedenkortes in die als tröstlich empfundene Natur mit ihrem ewigen Kreislauf von Werden und Vergehen war von Friedhofsreformern wie Karl Menser beabsichtigt. Die Grabmale sollten sich der Gesamtanlage unterordnen, um so eine einheitliche Wirkung des Friedhofs zu erzielen. Auf dem Waldfriedhof Rhöndorf stellen die alte Friedhofskapelle mit künstlerischer Ausstattung, das Menser-Denkmal neben dieser Kapelle (Selbstporträt in Bronze), die Totenleuchte mit Kreuz und verschiedene künstlerisch gestaltete Grabmale bedeutende Zeugnisse der Sepulkralkultur dar.

Die prägenden historischen Grabstätten vermitteln darüber hinaus durch die Erinnerung an die bestatteten Persönlichkeiten Kenntnisse über die Geschichte Rhöndorfs und sogar Deutschlands – wie die Grabstätte von Familie Adenauer im nördlichen Erweiterungsteil. Der erste Bundeskanzler der Bundesrepublik Deutschland, Konrad Adenauer, starb 1967 in seinem Rhöndorfer Wohnhaus, welches heute öffentlich zugänglich ist. Das Grabmal von Familie Adenauer ist als weiße Muschelkalkstele mit flachem Segmentbogen gestaltet. Ein Relief zeigt den auferstandenen Christus mit Kreuzfahne; zu seiner Rechten ein kniender Engel.

Der Bildhauer Karl Menser hat den ausgereiften Zustand des von ihm entworfenen Waldfriedhofs selbst nicht mehr erlebt. Er starb 1929 im Alter von 57 Jahren und fand seine letzte Ruhe unterhalb der alten Friedhofskapelle.

Der Waldfriedhof Rhöndorf ist in seiner Gesamtanlage seit 2011 ein eingetragenes Baudenkmal.

(Kerstin Walter, LVR-Amt für Denkmalpflege im Rheinland, 2013)

Waldfriedhof Rhöndorf

Schlagwörter
Fachsicht(en)
Denkmalpflege
Erfassungsmaßstab
Keine Angabe
Erfassungsmethode
Geländebegehung/-kartierung, Archivauswertung, Auswertung historischer Schriften, Auswertung historischer Karten, Auswertung historischer Fotos, Literaturauswertung
Historischer Zeitraum
Beginn 1919
Koordinate WGS84
50° 39′ 50,29″ N, 7° 13′ 8,16″ O / 50.66397°, 7.21893°
Koordinate UTM
32U 374126.62 5613971.54
Koordinate Gauss/Krüger
2586225.16 5614974.53

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„Waldfriedhof Rhöndorf”. In: KuLaDig, Kultur.Landschaft.Digital. URL: https://www.kuladig.de/Objektansicht/O-80545-20131129-2 (Abgerufen: 15. August 2018)
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