Fort IX im Inneren Grüngürtel

Schlagwörter:
Fachsicht(en): Kulturlandschaftspflege
Gemeinde(n): Köln
Kreis(e): Köln
Bundesland: Nordrhein-Westfalen
  • Wartungsarbeiten

    Wartungsarbeiten

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Fort IX war Teil des inneren Festungsringes, der in neupreußischer Manier etwa 500 Meter vor der bestehenden Mauer errichtet wurde. Er umfasste insgesamt elf Forts. Die ersten Forts wurden ab 1816 errichtet, die Forts mit den ungeraden Nummern – also auch Fort IX – allerdings aus Kostengründen erst in einer zweiten Bauphase, die von 1841 bis 1847 dauerte. Die Arbeiten an Fort IX begannen 1843 und endeten 1847.

Fort IX
Fort IX entstand östlich der heutigen Escher Straße anstelle des Friedenspulvermagazins 6. Es erhielt bei seiner Entstehung keinen Namenszusatz, so wie bei den Forts der zweiten Baureihe üblich. Im Gegensatz zu den spitz zulaufenden Formen der ersten Baureihe, verlaufen Wälle und Gräben in einem stumpferen Winkel frontwärts aufeinander zu. Im Jahre 1888 erhielt das Fort den Namenzusatz „Prinz Friedrich von der Niederlande“. Diesen trug bis dahin Fort VI, das nicht in die neue linksrheinische Umwallung von 1882 integriert wurde und somit seine militärische Bedeutung verloren hatte.

Fort IX als Teil der neuen linksrheinischen Umwallung
Im Gegensatz zu Fort VI wurde Fort IX in die neue linksrheinische Umwallung von 1882 mit einbezogen. Das linke Drittel des Bauwerks wurde in die Wallanlage eingepasst (Festungsstadt-Koeln.de, 2013). Fort IX wurde mit Mittel- und Eckkavalieren (die anderen Festungswerke überragende Geschützstellungen) ausgestattet, um auch den nördlichen Bereich des inneren Festungsringes mit absichern zu können. Hierfür waren Umbauten notwendig, für die der linke Flankengraben mit Grabensicherung aufgegeben wurde. Fort IX nimmt daher eine Sonderstellung bei den in die neue Umwallung integrierten Forts ein (Festungsstadt-Koeln.de, 2013).

Nachfolgenutzungen und Abbruch
Nachdem die neue linksrheinische Umwallung von 1882 bereits im Jahre 1907 an die Stadt Köln verkauft wurde (die Übergabe erfolgte 1911) wurde die Mauer zum großen Teil abgetragen. Für das Jahr 1912 ist noch eine Wohnung, ein Lager und ein Stall erwähnt, die in dem alten Festungswerk zu diesem Zeitpunkt untergebracht waren. Der Abbruch erfolgte in den Jahren 1912/13 im Zuge der Anlage der Eisenbahnanlagen. Heute sind keine Spuren von Fort IX mehr im Gelände sichtbar (Meynen, 2010).

(Christoph Boddenberg, LVR-Fachbereich Umwelt, 2013, mit freundlicher Unterstützung von Fortis Colonia e.V.)

Internet
koelner-festungsbauten.de: Festungsstadt Köln (Abgerufen am 19.11.2013)

Literatur

Meynen, Henriette / Fortis Colonia e.V. (Hrsg.) (2010)
Festungsstadt Köln. Das Bollwerk im Westen. (Schriftenreihe von Fortis Colonia e.V., Band 1.) Köln.
Meynen, Henriette / Fortis Colonia e.V. (Hrsg.) (2010)
Katalog der Festungsbauten mit Nachfolgenutzungen. (Festungsstadt Köln - Das Bollwerk im Westen.) S. 494-503. Köln.
Zeese, Reinhard (2006)
1900 Jahre befestigtes Köln. Stadtentwicklung von den Ubiern bis zu den Preußen; Eine Übersicht über die Stadtentwicklung für jedermann; PowerPoint-Präsentation mit zahlreichen Luftbildern, Fotos, historischen Karten und Ansichten, Aquarellen und Oelbildern, animierten Folien und einfacher Navigation. Brühl.

Fort IX im Inneren Grüngürtel

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Fachsicht(en)
Kulturlandschaftspflege
Erfassungsmaßstab
i.d.R. 1:5.000 (größer als 1:20.000)
Erfassungsmethode
Auswertung historischer Karten, Literaturauswertung
Historischer Zeitraum
Beginn 1843, Ende 1912 bis 1913
Koordinate WGS84
50° 57′ 13,53″ N, 6° 57′ 4,45″ O / 50.95376°, 6.95124°
Koordinate UTM
32U 356102.47 5646681.03
Koordinate Gauss/Krüger
2566883.73 5646933.32

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„Fort IX im Inneren Grüngürtel”. In: KuLaDig, Kultur.Landschaft.Digital. URL: https://www.kuladig.de/Objektansicht/O-78947-20131106-10 (Abgerufen: 23. Mai 2018)
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