Persistente Straßen und Wege (von 1761 bis heute) in der Klosterlandschaft Maulbronn

Schlagwörter:
Fachsicht(en): Kulturlandschaftspflege, Denkmalpflege, Landeskunde
Gemeinde(n): Knittlingen, Maulbronn, Ötisheim
Kreis(e): Enzkreis
Bundesland: Baden-Württemberg
  • Pfad im Wald bei Maulbronn (2012)

    Pfad im Wald bei Maulbronn (2012)

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    Burggraaff, Peter
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Eine ganze Reihe von Straßen und Wegen existiert unverändert seit dem 17. und 18. Jahrhundert innerhalb der Klosterlandschaft Maulbronn. Hier sind die Straßen und Wege beschrieben, die auf der Karte von Johann Michael Spaeth von 1761 dargestellt worden sind. Diese Wege sind also älter als 1761, aber jünger als 1680.

Da die Karte von Johann Michael Spaeth im Vergleich mit der Flurkarte von 1835 und nachfolgenden Landesaufnahmen und topographischen Karten nicht so exakt ist, muss sie kritisch betrachtet werden. Deswegen sind die dargestellten Trassenverläufe mit entsprechender Interpretation auf der Flurkarte von 1835 eingetragen worden. Diese Karte hat nach kartenkritischer Prüfung eine genauere Darstellung der Wege und Straßen. Da diese Karte sich im Gegenstaz zur Karte von Andreas Kieser als Teil eines größeren Kartenwerks lediglich auf der Klostergemarkung Maulbronn bezieht, können die Straße und Wege in der Gemarkungen von Zaisersweiher und Schmie nicht dargestellt werden. Diese Straßen sind in der Beschreibung „Straßen von 1835 bis heute“ eingearbeitet.

Allgemein sind die Straßen (Bundes-, Landes- und Kreis- sowie Gemeindestraßen) aufgrund des Aufkommens des motorisierten Verkehrs und vor allem durch die starke Expansion des Pkw- und Lkw-Verkehrs seit den späten 1950er Jahren den Bedürfnissen des modernen Straßenverkehrs angepasst worden. Durch die Verbreiterung, Befestigung, Markierungen, Beschilderung usw. hat sich ihr Erscheinungsbild im Laufe der Jahrzehnte erheblich verändert. Ihre Persistenz wird von der tradierten Trassierung bestimmt.

(Peter Burggraaff, Universität Koblenz-Landau, 2013)

Seit 1993 gehört das Kloster Maulbronn (Zisterzienserabtei) aufgrund seiner hervorragenden baulichen Erhaltung, der Klosterlandschaft und als Zentrum der Stadt Maulbronn als Kulturerbe zur Liste der UNESCO-Welterbe-Stätten in Deutschland.

Internet
www.unesco-welterbe.de: Welterbestätten (abgerufen: 28.10.2013)

Literatur

Andermann, Kurt (1997)
Zur Besitz- und Wirtschaftsgeschichte des Klosters Maulbronn. In: Maulbronn - zur 850-jährigen Geschichte des Zisterzienserklosters, S. 31-42. Stuttgart.
Burggraaff, Peter / Bund Heimat und Umwelt (Hrsg.) (2013)
Zisterzienserklöster als Gestalter der Kulturlandschaft: das Beispiel des Klosters und der heutigen Weltkulturerbestätte Maulbronn. In: Religion und Kulturlandschaft, S. 22-35. Bonn.
Burggraaff, Peter / Kleefeld, Klaus-Dieter (2009)
Kulturlandschaftsanalyse Klosterlandschaft Maulbronn als Beitrag zum Landschafts- und Flächennutzungsplan der VG Maulbronn-Sternenfels (Endbericht: 15.4.2009). (Gutachten im Auftrag des Landesamts für Denkmalpflege, Regierungspräsidium Stuttgart, Referat 25 – Denkmalpflege, Regierungspräsidium Karlsruhe und der Stadt Maulbronn.) Köln u. Kelberg.
Burggraaff, Peter / Kleefeld, Klaus-Dieter / Zickermann, Stephan (2010)
Klosterlandschaft und UNESCO-Welterbe Maulbronn - von der Stätte zur umgebenden Kulturlandschaft. Methodische Ergebnisse eines Fachgutachtens. In: UVP-Report 1+2, S. 13-23. Hamm.
Legner, Patricia / Schmid, Alexander / Grob, Christin (Mitarb.) / Weber, Ariane (Mitarb.) / Planstatt Senner für Landschaftarchitektur (Hrsg.) (2012)
Landschaftsplanerische Gesamtperspektive Klosterlandschaft Maulbronn (Gutachten im Auftrag des Ministerium für Finanzen und Wirtschaft vertreten durch das Landesamt für Denkmalpflege im Regierungspräsidium Stuttgart). Stuttgart.
Mueller, Carla Th. / Stober, Karin (2006)
Kloster Maulbronn (5. Auflage). (Führer Staatliche Schlösser und Gärten Baden-Württemberg.) Stuttgart / München / Berlin.
Seidenspinner, Wolfgang (1997)
Kloster und Landschaft – Zum Problem einer Morphologie der Kulturlandschaft aus denkmalpflegerischer Perspektive am Beispiel der historischen Funktionseinheit Kloster Maulbronn. In: Maulbronn - zur 850-jährigen Geschichte des Zisterzienserklosters, S. 555-574. Stuttgart.

Persistente Straßen und Wege (von 1761 bis heute) in der Klosterlandschaft Maulbronn

Schlagwörter
Fachsicht(en)
Kulturlandschaftspflege, Denkmalpflege, Landeskunde
Erfassungsmaßstab
i.d.R. 1:5.000 (größer als 1:20.000)
Erfassungsmethode
Auswertung historischer Schriften, Auswertung historischer Karten, Auswertung historischer Fotos, Geländebegehung/-kartierung, Archivauswertung, mündliche Hinweise Ortsansässiger, Ortskundiger
Historischer Zeitraum
Beginn 1680 bis 1761
Koordinate WGS84
49° 00′ 5,65″ N, 8° 48′ 9″ O / 49.00157°, 8.8025°
Koordinate UTM
32U 485554.82 5427648.97
Koordinate Gauss/Krüger
3485624.39 5429381.24

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„Persistente Straßen und Wege (von 1761 bis heute) in der Klosterlandschaft Maulbronn”. In: KuLaDig, Kultur.Landschaft.Digital. URL: https://www.kuladig.de/Objektansicht/O-77299-20131017-3 (Abgerufen: 19. November 2018)
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