Grenze der Klostergemarkung Maulbronn

Schlagwörter:
Fachsicht(en): Kulturlandschaftspflege, Denkmalpflege, Landeskunde
Gemeinde(n): Knittlingen, Maulbronn, Ölbronn-Dürrn, Ötisheim, Sternenfels
Kreis(e): Enzkreis
Bundesland: Baden-Württemberg
  • Grenzstein der Klostergemarkung Maulbronn (2012)

    Grenzstein der Klostergemarkung Maulbronn (2012)

    Copyright-Hinweis:
    Burggraaff, Peter
    Fotograf/Urheber:
    Burggraaff, Peter
    Medientyp:
    Bild
    Anklicken öffnet eine größere Vorschau in Galerieansicht
  • Der Hohe Markenstein, der die Ecke an der nordöstlichen Grenze der ehemaligen Klostergemarkung Maulbronn markiert (2009)

    Der Hohe Markenstein, der die Ecke an der nordöstlichen Grenze der ehemaligen Klostergemarkung Maulbronn markiert (2009)

    Copyright-Hinweis:
    Burggraaff, Peter
    Fotograf/Urheber:
    Burggraaff, Peter
    Medientyp:
    Bild
    Anklicken öffnet eine größere Vorschau in Galerieansicht
  • Grenzstein der Klostergemarkung Maulbronn am Elfinger Hof (2012).

    Grenzstein der Klostergemarkung Maulbronn am Elfinger Hof (2012).

    Copyright-Hinweis:
    Burggraaff, Peter
    Fotograf/Urheber:
    Peter Burggraaff
    Medientyp:
    Bild
    Anklicken öffnet eine größere Vorschau in Galerieansicht
Die Klostergemarkung Maulbronn ist erstmals auf der Karte von Johann Michael Spaeth von 1761 dargestellt worden. Die Grenzen sind mit Steinen markiert. Auf den Steinen ist der Hirtenstab des Abtes von Maulbronn abgebildet worden (siehe Karte der historischen Kulturlandschaftselemente, Burggraaff 2009, S. 92 und Abbildung in der Mediengalerie).

Seit dem 16. Jahrhundert wurde mit der Markierung der Gemarkungsgrenze mit Steinen begonnen, von denen noch etwa 20 erhalten geblieben sind. Viele Steine sind im Laufe der Zeit ersetzt worden. Der Geometer Johann Michael Spaeth hat die Grenzsteine kartiert und nummeriert (siehe Karte der historischen Kulturlandschaftselemente, Burggraaff 2009, S. 92). Außerdem war er zuständig für die Instandsetzung der Grenzsteine bzw. konnte er Steine ersetzen und ergänzen. Von den insgesamt 365 Grenzsteinen des Jahres 1761 sind 2008 immerhin noch 210 Steine nachgewiesen (Gesamtperspektive Klosterlandschaft Maulbronn 2012, S. 34).

Der Grundbesitz im Klosterbezirk hatte 1575 einer Gesamtfläche von 3.972 Morgen (etwa 1.252 Hektar). Diese Angabe stimmt etwa mit den 4.012 Morgen überein, die 1822 für die mit Grenzsteinen markierte Klostergemarkung Maulbronn ermittelt wurden (Hasspacher u. Krüger o.J.).

(Peter Burggraaff, Universität Koblenz-Landau, 2013)

Seit 1993 gehört das Kloster Maulbronn (Zisterzienserabtei) aufgrund seiner hervorragenden baulichen Erhaltung, der Klosterlandschaft und als Zentrum der Stadt Maulbronn als Kulturerbe zur Liste der UNESCO-Welterbe-Stätten in Deutschland.

Internet
www.unesco-welterbe.de: Welterbestätten (abgerufen: 28.06.2013)

Literatur

Andermann, Kurt (1997)
Zur Besitz- und Wirtschaftsgeschichte des Klosters Maulbronn. In: Maulbronn - zur 850-jährigen Geschichte des Zisterzienserklosters, S. 31-42. Stuttgart.
Bull-Reichenmiller, Margaretha (1975)
Die Klostergemarkung Maulbronn von Johann Michael Spaeth 1761. (Denkmalpflege in Baden-Württemberg 2 / Historischer Atlas von Baden-Württemberg, Erläuterungen 1,4.) S. 116-124. Stuttgart.
Burggraaff, Peter / Bund Heimat und Umwelt (Hrsg.) (2013)
Zisterzienserklöster als Gestalter der Kulturlandschaft: das Beispiel des Klosters und der heutigen Weltkulturerbestätte Maulbronn. In: Religion und Kulturlandschaft, S. 22-35. Bonn.
Burggraaff, Peter / Kleefeld, Klaus-Dieter (2009)
Kulturlandschaftsanalyse Klosterlandschaft Maulbronn als Beitrag zum Landschafts- und Flächennutzungsplan der VG Maulbronn-Sternenfels (Endbericht: 15.4.2009). (Gutachten im Auftrag des Landesamts für Denkmalpflege, Regierungspräsidium Stuttgart, Referat 25 – Denkmalpflege, Regierungspräsidium Karlsruhe und der Stadt Maulbronn.) Köln u. Kelberg.
Burggraaff, Peter / Kleefeld, Klaus-Dieter / Zickermann, Stephan (2010)
Klosterlandschaft und UNESCO-Welterbe Maulbronn - von der Stätte zur umgebenden Kulturlandschaft. Methodische Ergebnisse eines Fachgutachtens. In: UVP-Report 1+2, S. 13-23. Hamm.
Burggraaff, Peter / Kleefeld, Klaus-Dieter / Zickermann, Stephan (2010)
Klosterlandschaft und UNESCO-Welterbe Maulbronn. Ergebnisse eines historisch-geographischen Fachgutachtens. In: Analecta Cisterciensia 60, S. 47-78. o. O.
Ehmer, Hermann (1997)
Vom Kloster zur Klosterschule - Die Reformation in Maulbronn. In: Maulbronn - zur 850-jährigen Geschichte des Zisterzienserklosters, S. 59-82. Stuttgart.
Legner, Patricia / Schmid, Alexander / Grob, Christin (Mitarb.) / Weber, Ariane (Mitarb.) / Planstatt Senner für Landschaftarchitektur (Hrsg.) (2012)
Landschaftsplanerische Gesamtperspektive Klosterlandschaft Maulbronn (Gutachten im Auftrag des Ministerium für Finanzen und Wirtschaft vertreten durch das Landesamt für Denkmalpflege im Regierungspräsidium Stuttgart). Stuttgart.
Mueller, Carla Th. / Stober, Karin (2006)
Kloster Maulbronn (5. Auflage). (Führer Staatliche Schlösser und Gärten Baden-Württemberg.) Stuttgart / München / Berlin.
Seidenspinner, Wolfgang (1997)
Kloster und Landschaft – Zum Problem einer Morphologie der Kulturlandschaft aus denkmalpflegerischer Perspektive am Beispiel der historischen Funktionseinheit Kloster Maulbronn. In: Maulbronn - zur 850-jährigen Geschichte des Zisterzienserklosters, S. 555-574. Stuttgart.

Grenze der Klostergemarkung Maulbronn

Schlagwörter
Fachsicht(en)
Kulturlandschaftspflege, Denkmalpflege, Landeskunde
Erfassungsmaßstab
i.d.R. 1:5.000 (größer als 1:20.000)
Erfassungsmethode
mündliche Hinweise Ortsansässiger, Ortskundiger, Auswertung historischer Schriften, Auswertung historischer Karten, Auswertung historischer Fotos, Geländebegehung/-kartierung, Archivauswertung
Historischer Zeitraum
Beginn 1147
Koordinate WGS84
49° 00′ 1,39″ N, 8° 47′ 51,48″ O / 49.00039°, 8.79763°
Koordinate UTM
32U 485198.6 5427518.5
Koordinate Gauss/Krüger
3485268.03 5429250.72

Empfohlene Zitierweise

Urheberrechtlicher Hinweis
Der hier präsentierte Inhalt ist urheberrechtlich geschützt. Die angezeigten Medien unterliegen möglicherweise zusätzlichen urheberrechtlichen Bedingungen, die an diesen ausgewiesen sind.
Empfohlene Zitierweise
„Grenze der Klostergemarkung Maulbronn”. In: KuLaDig, Kultur.Landschaft.Digital. URL: https://www.kuladig.de/Objektansicht/O-76354-20131010-3 (Abgerufen: 28. Mai 2018)
Seitenanfang