Wasserbewirtschaftungssystem des ehemaligen Klosters Maulbronn

Schlagwörter:
Fachsicht(en): Kulturlandschaftspflege, Denkmalpflege, Landeskunde
Gemeinde(n): Knittlingen, Maulbronn, Ölbronn-Dürrn, Ötisheim
Kreis(e): Enzkreis
Bundesland: Baden-Württemberg
  • Der ummauerte Graben innerhalb der Klostermauer für die Wasserversorgung (Wasserkraft) des ehemaligen Klosters Maulbronn (2012)

    Der ummauerte Graben innerhalb der Klostermauer für die Wasserversorgung (Wasserkraft) des ehemaligen Klosters Maulbronn (2012)

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  • Der Rossweihergraben bei Maulbronn, der den Rossweihersee gespeist hat (2009)

    Der Rossweihergraben bei Maulbronn, der den Rossweihersee gespeist hat (2009)

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  • Ein Graben in der Salzachniederung bei Maulbronn (2012)

    Ein Graben in der Salzachniederung bei Maulbronn (2012)

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Die Wasserversorgung für das Kloster Maulbronn, für die Seen und für den Antrieb der Mühlen war sehr wichtig. Um diese Wasserversorgung der über 20 größeren und kleineren Seen sicherzustellen, wurden im waldbestockten Umland feingliedrige wasserbautechnisch innovative Grabensysteme angelegt. Hierbei handelt es sich um ein sehr dichtes Grabennetz, das aufgrund seiner Dichte auf der Karte flächig dargestellt ist.

Die Gräben des überlieferten Grabensystems, die sich haupsächlich im Wald befinden, wurden gepflegt und mit Sandsteinbrücken und Durchlassbauwerken versehen und sind bis heute erhalten geblieben (siehe Zickermann 2002, Gesamtperpektive Klosterlandschaft Maulbronn 2012, S. 35).

Im Rahmen der landschaftsplanerische Gesamtperspektive Klosterlandschaft Maulbronn von 2012 werden die erhalten gebliebenen Gräben aufgewertet und die strukturelle Vielfalt gesichert.

(Peter Burggraaff, Universität Koblenz-Landau, 2013)

Seit 1993 gehört das Kloster Maulbronn (Zisterzienserabtei) aufgrund seiner hervorragenden baulichen Erhaltung, der Klosterlandschaft und als Zentrum der Stadt Maulbronn als Kulturerbe zur Liste der UNESCO-Welterbe-Stätten in Deutschland.

Internet
www.unesco-welterbe.de: Welterbestätten (abgerufen: 28.10.2013)

Literatur

Burggraaff, Peter / Bund Heimat und Umwelt (Hrsg.) (2013)
Zisterzienserklöster als Gestalter der Kulturlandschaft: das Beispiel des Klosters und der heutigen Weltkulturerbestätte Maulbronn. In: Religion und Kulturlandschaft, S. 22-35. Bonn.
Burggraaff, Peter / Kleefeld, Klaus-Dieter (2009)
Kulturlandschaftsanalyse Klosterlandschaft Maulbronn als Beitrag zum Landschafts- und Flächennutzungsplan der VG Maulbronn-Sternenfels (Endbericht: 15.4.2009). (Gutachten im Auftrag des Landesamts für Denkmalpflege, Regierungspräsidium Stuttgart, Referat 25 – Denkmalpflege, Regierungspräsidium Karlsruhe und der Stadt Maulbronn.) Köln u. Kelberg.
Burggraaff, Peter / Kleefeld, Klaus-Dieter / Zickermann, Stephan (2010)
Klosterlandschaft und UNESCO-Welterbe Maulbronn - von der Stätte zur umgebenden Kulturlandschaft. Methodische Ergebnisse eines Fachgutachtens. In: UVP-Report 1+2, S. 13-23. Hamm.
Legner, Patricia / Schmid, Alexander / Grob, Christin (Mitarb.) / Weber, Ariane (Mitarb.) / Planstatt Senner für Landschaftarchitektur (Hrsg.) (2012)
Landschaftsplanerische Gesamtperspektive Klosterlandschaft Maulbronn (Gutachten im Auftrag des Ministerium für Finanzen und Wirtschaft vertreten durch das Landesamt für Denkmalpflege im Regierungspräsidium Stuttgart). Stuttgart.
Mueller, Carla Th. / Stober, Karin (2006)
Kloster Maulbronn (5. Auflage). (Führer Staatliche Schlösser und Gärten Baden-Württemberg.) Stuttgart / München / Berlin.
Seidenspinner, Wolfgang (1997)
Kloster und Landschaft – Zum Problem einer Morphologie der Kulturlandschaft aus denkmalpflegerischer Perspektive am Beispiel der historischen Funktionseinheit Kloster Maulbronn. In: Maulbronn - zur 850-jährigen Geschichte des Zisterzienserklosters, S. 555-574. Stuttgart.
Zickermann, Stefan (2002)
Argumentationshilfen und Forderungen zum Erhalt Zisterziensischer Kulturlandschaften am Beispiel des historischen Wasserbewirtschaftungssystems in Maulbronn (Diplomarbeit Technische Universität Berlin). Berlin.

Wasserbewirtschaftungssystem des ehemaligen Klosters Maulbronn

Schlagwörter
Fachsicht(en)
Kulturlandschaftspflege, Denkmalpflege, Landeskunde
Erfassungsmaßstab
i.d.R. 1:5.000 (größer als 1:20.000)
Erfassungsmethode
Auswertung historischer Schriften, Auswertung historischer Karten, Auswertung historischer Fotos, Geländebegehung/-kartierung, Archivauswertung, mündliche Hinweise Ortsansässiger, Ortskundiger
Historischer Zeitraum
Beginn 1147 bis 1500
Koordinate WGS84
48° 59′ 56,4″ N, 8° 48′ 21,09″ O / 48.999°, 8.80586°
Koordinate UTM
32U 485799.68 5427362.89
Koordinate Gauss/Krüger
3485869.35 5429095.05

Empfohlene Zitierweise

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„Wasserbewirtschaftungssystem des ehemaligen Klosters Maulbronn”. In: KuLaDig, Kultur.Landschaft.Digital. URL: https://www.kuladig.de/Objektansicht/O-76337-20131009-2 (Abgerufen: 18. August 2018)
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