Bürresheimer Hof in Koblenz

Schlagwörter:
Fachsicht(en): Kulturlandschaftspflege, Landeskunde
Gemeinde(n): Koblenz
Kreis(e): Koblenz
Bundesland: Rheinland-Pfalz
  • Der Bürresheimer Hof in Koblenz (2011), im Jahr 1851 als neue Synagoge eingeweiht und 1938 verwüstet.

    Der Bürresheimer Hof in Koblenz (2011), im Jahr 1851 als neue Synagoge eingeweiht und 1938 verwüstet.

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Der Bürresheimer Hof liegt am Platz „Florinsmarkt“ in der Nähe des Moselufers und wurde im Jahr 1659 als Wohnhaus erbaut. In den Jahren 1704 bis 1706 wurde an das Gebäude ein Anbau hinzugefügt, welcher für Stallungen und Unterkünfte für Kutscher gedacht war. Den Namen verdankt das Gebäude seinen Eigentümern, der Familie von Breitbach-Bürresheim, welche ab 1714 dort lebten (Böckling 2008).

Der Kapuzinerpater Bonitius aus Linz entwarf die Pläne für das Gebäude. Nach dem Bau des Gebäudes im Jahr 1659 trug es zunächst den Namen „Nickenicher Hof“, bis es 1714 umbenannt wurde. 1769 wurde das Gebäude durch einen Saalbau auf der Seite der Mosel ergänzt. Nikolaus Lauxem, der Stadtbaumeister zu dieser Zeit, errichtete den Saalbau (www.koblenz.de).

1848 kaufte die jüdische Gemeinde den Ostteil des Bürresheimer Hofes. Der Ostteil wurde ab dem Jahr 1851 als Synagoge genutzt. Die Synagoge blieb bis zum 9. November 1938, der Reichsprogromnacht, bestehen. In dieser Nacht wurde die komplette Ausstattung der Synagoge zerstört. Der Bürresheimer Hof brannte im Jahr 1944, während des Zweiten Weltkrieges, aus. Der zerstörte Bau wurde in den Jahren 1955 bis 1956 wieder aufgebaut (www.koblenz.de).

Heute gehört der Bürresheimer Hof der Stadt Koblenz. Nach dem Wiederaufbau bis zum Sommer des Jahres 2013 beherbergte das Gebäude ein Museum und die Musikbibliothek. Der Bürresheimer Hof steht derzeit zum Verkauf (www.koblenz.de).

(Andrea Nemitz, Universität Koblenz-Landau, 2013)

Internet
www.koblenz.de: Bürresheimer Hof (Abgerufen: 23.09.2013)
de.wikipedia.org: Bürresheimer Hof (Abgerufen: 22.11.2013)

Literatur

Böckling, Manfred / Koblenz-Touristik (Hrsg.) (2008)
Koblenz an Rhein und Mosel - Ein Stadtführer. S. 43, Koblenz.

Bürresheimer Hof in Koblenz

Schlagwörter
Fachsicht(en)
Kulturlandschaftspflege, Landeskunde
Erfassungsmaßstab
i.d.R. 1:5.000 (größer als 1:20.000)
Erfassungsmethode
Literaturauswertung
Historischer Zeitraum
Beginn 1659
Koordinate WGS84
50° 21′ 43,94″ N, 7° 35′ 47,23″ O / 50.36221°, 7.59645°
Koordinate UTM
32U 400171.44 5579845.33
Koordinate Gauss/Krüger
3400206.61 5581637.56

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„Bürresheimer Hof in Koblenz”. In: KuLaDig, Kultur.Landschaft.Digital. URL: https://www.kuladig.de/Objektansicht/O-74683-20130920-5 (Abgerufen: 23. Mai 2018)
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